The National Times - Regisseur Wim Wenders zieht Film "Falsche Bewegung" von 1975 zurück

Regisseur Wim Wenders zieht Film "Falsche Bewegung" von 1975 zurück


Regisseur Wim Wenders zieht Film "Falsche Bewegung" von 1975 zurück
Regisseur Wim Wenders zieht Film "Falsche Bewegung" von 1975 zurück / Foto: © AFP/Archiv

Der Regisseur Wim Wenders hat den wegen einer Nacktszene mit der damals erst 13-jährigen Schauspielerin Nastassja Kinski umstrittenen Film "Falsche Bewegung" aus dem Jahr 1975 vorerst zurückgezogen. Wie die Wim-Wenders-Stiftung als Inhaberin des Films am Mittwoch in Düsseldorf erklärte, werden Streaming-, Fernseh- und Vertriebspartner angewiesen, den Film nicht mehr öffentlich zugänglich zu machen. Wenders bat Kinski außerdem "ohne Wenn und Aber" um Entschuldigung.

Textgröße ändern:

Wenders stand wegen des Umgangs mit der Filmszene unter wachsender Kritik. Nastassja Kinski hatte in der "Süddeutschen Zeitung" erklärt, sie versuche seit Jahren die Szene mit ihr mit nacktem Oberkörper entfernen zu lassen. Bei der Verleihung des Ehrenpreis des Deutschen Filmpreises ging Wenders auf die Kritik ein, ohne aber Konsequenzen in Aussicht zu stellen.

"Als einziger der damals für 'Falsche Bewegung' handelnden Verantwortlichen, der noch da ist, sehe ich, dass Nastassja Kinski damals hätte besser beschützt werden müssen", erklärte der Erfolgsregisseur nun. Die vielen Reaktionen, Hinweise und Gespräche der vergangenen Tage hätten wesentlich dazu beigetragen, seinen Blick auf die damaligen Ereignisse weiter zu schärfen. "Dafür bin ich dankbar - nur ein offener und respektvoller Austausch führt dazu, Positionen zu überdenken und Verantwortungen neu wahrzunehmen."

Wenders erklärte, er wolle nun einen breiten Austausch über den Umgang mit strittigen Filmwerken aus dem 20. Jahrhundert. "Erst danach, auch wenn es länger dauern sollte, und nachdem wir eine einvernehmliche Lösung, auch in Absprache mit Nastassja Kinski, haben vorlegen können, werden wir den Film wieder freigeben."

F.Adams--TNT

Empfohlen

Romanbiografie macht Leben und Musik der Komponistin Erna Becker-Ernst neu erlebbar

Bewegende Lebensgeschichte trifft auf 22 erstmals hörbar gemachte Originalkompositionen

Bewerbungsverfahren für ESC 2027 beginnt - SWR sucht Talente "mit Persönlichkeit"

Das deutsche Bewerbungsverfahren für den Eurovision Song Contest (ESC) 2027 beginnt. Ab sofort bis zum 21. September werden Bewerbungen entgegengenommen, wie der Südwestrundfunk (SWR) am Mittwoch in Baden-Baden mitteilte. Der Sender adressierte nicht nur Sängerinnen und Sänger, sondern gezielt auch Songwriter. Gesucht würden "professionelle Acts mit Songs, die künstlerische Glaubwürdigkeit mit kreativer Exzellenz verbinden".

Drehbuchautoren klagen gegen Übernahme von Warner Bros. durch Paramount

Die US-Gewerkschaft der Drehbuchautoren (WGA) hat Klage eingereicht, um die bereits genehmigte Übernahme des Film- und Medienkonzerns Warner Bros. Discovery (WBD) durch Paramount Skydance zu stoppen. Das Geschäft "gefährdet die wirtschaftliche und kreative Gesundheit der amerikanischen Unterhaltungsindustrie", erklärte die WGA am Dienstag (Ortszeit). Am Montag hatten bereits zwölf US-Bundesstaaten, darunter Kalifornien, Klage gegen das Geschäft eingereicht.

Britische Regierung kündigt nächtliche Social-Media-Sperre für ältere Jugendliche an

Die britische Regierung plant nach dem angekündigten Social-Media-Verbot für Kinder unter 16 Jahren neue Einschränkungen auch für ältere Jugendliche. Für 16- und 17-Jährige solle der Zugang zu Plattformen wie Instagram und Facebook zwischen Mitternacht und 06.00 Uhr gesperrt werden, kündigte die Regierung am Dienstag an.

Textgröße ändern: