The National Times - Trump ordnet Warnschilder vor US-Geschichtsmuseum in Washington an

Trump ordnet Warnschilder vor US-Geschichtsmuseum in Washington an


Trump ordnet Warnschilder vor US-Geschichtsmuseum in Washington an
Trump ordnet Warnschilder vor US-Geschichtsmuseum in Washington an / Foto: © AFP/Archiv

US-Präsident Donald Trump hat Warnschilder vor dem Nationalmuseum für US-Geschichte in Washington angeordnet. Mit den Hinweisen sollen Besucher des National Museum of American History darüber informiert werden, dass die Ausstellungen nach Ansicht des Weißen Hauses überarbeitet werden müssten, um "korrekte Informationen über die Geschichte Amerikas" zu zeigen, heißt es in einem am Freitag unterzeichneten Dekret.

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Die "vorübergehenden Schilder" sollen demnach auf den öffentlichen Zugangswegen vor dem Museum der Smithsonian Institution aufgestellt werden. Trumps Regierung wirft der weitgehend aus Bundesmitteln finanzierten Dachorganisation der US-Nationalmuseen seit längerem vor, eine zu progressive und negative Darstellung der Geschichte des Landes zu vermitteln.

Das Dekret beruft sich auf einen 162-seitigen Bericht des Weißen Hauses. Darin wird der Smithsonian-Führung vorgeworfen, die US-Geschichte für die Verbreitung von Vorstellungen über soziale Gerechtigkeit und einen radikalen gesellschaftlichen Wandel zu nutzen. Das Museum stelle zudem die "konstruktive Rolle des christlichen Glaubens" nicht ausreichend heraus.

"Weiße, männliche und christliche Amerikaner werden regelmäßig als vermeintliche Verkörperung unterdrückerischer Machtstrukturen verunglimpft", heißt es in dem Bericht. Die Direktorin des Museums, Anthea Hartig, widersprach bei einer Anhörung im US-Repräsentantenhaus in dieser Woche. Der Bericht beschreibe die Arbeit des Museums weder fair noch zutreffend.

Ein republikanischer Abgeordneter warf der Smithsonian Institution bei der Anhörung vor, von einer "woken Ideologie infiziert" zu sein. Eine demokratische Abgeordnete kritisierte dagegen einen beispiellosen Versuch der Trump-Regierung, darauf Einfluss zu nehmen, wie US-Geschichte erzählt, erforscht und gelehrt werde.

Im Museum ist unter anderem der Schreibtisch ausgestellt, an dem Thomas Jefferson die Unabhängigkeitserklärung entwarf. Zudem sind der Zylinder Abraham Lincolns aus der Nacht seiner Ermordung sowie Kleider früherer Präsidentengattinnen zu sehen.

Trump hatte bereits im März 2025 per Dekret angeordnet, aus den mehr als 20 Nationalmuseen "unangebrachte Ideologien" zu entfernen. Im August vergangenen Jahres ließ seine Regierung acht Smithsonian-Museen überprüfen und verlangte, "spalterische oder parteiische" Darstellungen zu beseitigen und stattdessen die "amerikanische Einzigartigkeit" hervorzuheben.

S.Mitchell--TNT

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