The National Times - CBS entlässt langjährigen Korrespondenten von Nachrichtensendung "60 Minutes"

CBS entlässt langjährigen Korrespondenten von Nachrichtensendung "60 Minutes"


CBS entlässt langjährigen Korrespondenten von Nachrichtensendung "60 Minutes"
CBS entlässt langjährigen Korrespondenten von Nachrichtensendung "60 Minutes" / Foto: © AFP/Archiv

CBS News hat einen langjährigen Korrespondenten des Nachrichtenmagazins "60 Minutes" nach einer Auseinandersetzungen über die Zukunft der Sendung entlassen. Der neu ernannte leitende Produzent Nick Bilton erklärte am Dienstagabend (Ortszeit), Korrespondent Scott Pelley habe Biltons erstes Treffen mit Mitarbeitern missbraucht, um ihn, seine Qualifikationen und seine Absichten "mit bemerkenswerter Unhöflichkeit und Verachtung" herabzuwürdigen.

Textgröße ändern:

"Ihre Abneigung gegen die Zukunft der Sendung ist laut und deutlich angekommen. Und ich habe Sie gehört", schrieb Bilton CBS News zufolge in einem Kündigungsschreiben. Er schreibe Pelley daher im Namen von CBS News, dass sein Arbeitsverhältnis mit CBS "mit sofortiger Wirkung" beendet sei.

Als Reaktion darauf warf Pelley den neuen CBS-Eigentümern vor, sie wollten sich offenbar "bei der Trump-Regierung einschmeicheln". Im vergangenen Monat habe "60 Minutes" seine DNA verloren, als die gesamte Führungsriege und zwei der besten Korrespondenten "grundlos" entlassen worden seien, zitierten US-Medien aus einer Erklärung Pelleys.

Die Produktionsfirma Skydance hatte im vergangenen Jahr die CBS-Mutter Paramount übernommen. Paramount Skydance wird von David Ellison geleitet, Sohn des Milliardärs und Verbündeten von US-Präsident Donald Trump, Larry Ellison. Nach der Übernahme ernannte der Konzern die konservative Journalistin Bari Weiss zur Chefredakteurin. Viele Journalisten von CBS News kündigten anschließend und beklagten Einschränkungen ihrer redaktionellen Unabhängigkeit.

Bei einer Mitarbeiterversammlung am Montag hatte Pelley Berichten zufolge Weiss beschuldigt, die "60 Minutes" zu "ermorden".

Pelley war 1989 zu CBS News gekommen. Er arbeitete zuvor als Moderator von "CBS Evening News". Im Juli vergangenen Jahres hatte CBS die Absetzung der "Late Show" angekündigt, die vom entschiedenen Trump-Kritiker Stephen Colbert moderiert wurde. Im vergangenen Monat wurde die letzte Sendung der Show ausgestrahlt.

Trump greift zahlreiche Medien immer wieder scharf an. Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus verunglimpft er manche Medien regelmäßig als "Fake News".

R.Evans--TNT

Empfohlen

Buchhandel wirft Kulturstaatsminister Weimer Untätigkeit bei KI vor

Der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Sebastian Guggolz, hat Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) Untätigkeit beim Schutz der Verlage vor den Folgen von Urheberrechtsverletzungen durch Künstliche Intelligenz (KI) vorgeworfen. Vor einem Jahr habe Weimer auf der Frankfurter Buchmesse "sehr engagiert" Lösungsvorschläge und ein geseztliches Vorgehen in europäischer Abstimmung angekündigt, sagte Guggolz am Dienstag vor Eröffnung der diesjährigen Buchmesse. Passiert sei nichts - "wir sind praktisch auf dem gleichen Stand wie im vergangenen Jahr".

Britischer Bestsellerautor Jeffrey Archer im Alter von 86 Jahren gestorben

Der britische Bestsellerautor und ehemalige Politiker Jeffrey Archer ist tot. Der Schriftsteller starb unerwartet im Alter von 86 Jahren, wie sein Verlag Harper Collins am Montag mitteilte. Demnach starb Archer "friedlich in seinem Zuhause zwischen zwei Schreibphasen". Die Lektorin Kate Elton würdigte ihn als "Meistererzähler und Traum eines jeden Lektors".

Deutscher Buchpreis geht an Shida Bazyar und "Die Lücken"

Der Deutsche Buchpreis geht in diesem Jahr an die Schriftstellerin Shida Bazyar und ihren Roman "Die Lücken". Bazyar wurde am Montagabend für ihre Erzählung über jüdisches Leben und die NS-Vergangenheit im Hunsrück ausgezeichnet.

Oktoberfest-Bilanz: Neuer Wiesn-Rekord mit 7,4 Millionen Besuchern

Mit rund 7,4 Millionen Besuchern hat das Münchner Oktoberfest in diesem Jahr einen neuen Rekord erzielt. Nach ersten Schätzungen zog es an allen 16 Tagen bis einschließlich Sonntag so viele Gäste wie noch nie zum weltweit größten Volksfest auf die Theresienwiese, wie die Stadt München mitteilte. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt rund 6,5 Millionen.

Textgröße ändern: