The National Times - US-Hollywoodstar Gene Hackman und seine Frau starben eines natürlichen Todes

US-Hollywoodstar Gene Hackman und seine Frau starben eines natürlichen Todes


US-Hollywoodstar Gene Hackman und seine Frau starben eines natürlichen Todes
US-Hollywoodstar Gene Hackman und seine Frau starben eines natürlichen Todes / Foto: © AFP

Ende der Spekulationen um den Tod von Gene Hackman: Der US-Schauspieler und seine Frau Betsy Arakawa Hackman sind eines natürlichen Todes gestorben. Der Hollywoodstar starb vermutlich eine Woche nach seiner Ehefrau an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, wie die leitende Gerichtsmedizinerin Heather Jarrell im US-Bundesstaat New Mexico am Freitag vor Journalisten sagte. Die Erkrankung sei durch Alzheimer noch verschlimmert worden.

Textgröße ändern:

Die Ehefrau des 95-Jährigen, die 63 Jahre alte Pianistin Betsy Arakawa Hackman, sei am Hantavirus gestorben, fügte die Gerichtsmedizinerin hinzu. Somit sei auch ihre Todesursache eine natürliche gewesen.

Hantaviren werden über Rötelmäuse verbreitet, die das Virus über Kot und Urin ausscheiden. Menschen infizieren sich, indem sie erregerhaltigen Staub einatmen. Ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht unter anderem beim Umschichten von Holzstapeln sowie beim Reinigen und Aufräumen von Dachböden, Kellern, Garagen und Schuppen.

Jarrell sagte, das Hantavirus äußere sich als grippeähnliche Krankheit mit Symptomen wie Fieber, Muskelschmerzen, Husten, manchmal Erbrechen und Durchfall, die zu Kurzatmigkeit und Herz- oder Lungenversagen führen könnten. Die Symptome träten nach etwa einer bis acht Wochen auf.

Laut Jarrell zeichnete Hackmans Herzschrittmacher die letzte Aktivität des Schauspielers mehr als eine Woche vor dem Zeitpunkt der Entdeckung seiner Leiche auf. Auf der Grundlage dieser Informationen liege der Schluss nahe, dass der zweifache Oscar-Preisträger "wahrscheinlich um den 18. Februar herum gestorben" sei. Aufgrund der Umstände sei zudem davon auszugehen, dass seine Frau zuerst gestorben sei, "und der 11. Februar der letzte Tag war, an dem sie noch am Leben war", sagte Jarrell weiter.

Gene Hackman war Ende Februar tot in seinem Haus in Santa Fe im Bundesstaat New Mexico tot aufgefunden worden - zusammen mit seiner Frau und einem Hund des Paares. Die Polizei hatte die Umstände als "verdächtig" eingestuft. Ein zunächst vorliegender Verdacht einer Kohlenmonoxidvergiftung hatte sich nicht bestätigt.

Berühmt wurde Hackman 1967 durch eine Nebenrolle in dem Film "Bonnie und Clyde". Für seine Darstellung des ordinären New Yorker Polizisten Jimmy "Popeye" Doyle im Krimi "The French Connection" gewann der Schauspieler 1972 seinen ersten Oscar - als bester Hauptdarsteller. Der zweite Oscar als bester Nebendarsteller folgte 1993 für Hackmans Verkörperung eines brutalen Kleinstadt-Sheriffs in dem Western "Erbarmungslos".

A.Davey--TNT

Empfohlen

Fall Haenel: Freiheitsstrafe für französischen Filmemacher Ruggia

Wegen sexueller Nötigung der damals minderjährigen Schauspielerin Adèle Haenel ist der französische Regisseur Christophe Ruggia zu einer fünfjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Drei davon werden zur Bewährung ausgesetzt, die übrigen zwei soll der Filmemacher mit einer elektronischen Fußfessel verbüßen, wie die Berufungsrichter am Freitag in Paris entschieden.

US-Rapper D4vd unter Mordverdacht festgenommen

Mordverdacht gegen US-Rapper D4vd: Der 21-Jährige ist im Zusammenhang mit dem gewaltsamen Tod einer Minderjährigen festgenommen worden. Der Künstler, der mit bürgerlichem Namen David Burke heißt, sitze wegen des Verdachts der Tötung von Celeste Rivas in Haft, teilte die Polizei in Los Angeles am Donnerstag (Ortszeit) mit. Eine Freilassung gegen Zahlung einer Kaution wurde demnach abgelehnt.

Ticketmaster-Mutterunternehmen wegen illegaler Monopolbildung verurteilt

Das Mutterunternehmen des Konzertkarten-Verkäufers Ticketmaster, Live Nation Entertainment, ist wegen illegaler Monopolbildung verurteilt worden. Ein Geschworenengericht in New York sei zu dem Schluss gekommen, dass Live Nation und Ticketmaster durch wettbewerbswidriges Verhalten der Musikindustrie geschadet und überhöhte Preise von Konzertbesuchern verlangt habe, erklärte der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta am Mittwoch.

Langer Streit um Schnipsel aus Stück von Kraftwerk: Bundesgerichtshof wieder am Zug

Im langen Rechtsstreit um einen kurzen Rhythmusschnipsel aus einem Lied von Kraftwerk ist nun wieder der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Zug. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg beantwortete am Dienstag Fragen des BGH. Es ging darum, wann das sogenannte Sampling - die Nutzung der kurzen Sequenz für ein neues Stück - erlaubt sein kann. (Az. C-590/23)

Textgröße ändern: