The National Times - EuGH-Generalanwalt zweifelt an lettischer Sprachenregelung an Hochschulen

EuGH-Generalanwalt zweifelt an lettischer Sprachenregelung an Hochschulen


EuGH-Generalanwalt zweifelt an lettischer Sprachenregelung an Hochschulen
EuGH-Generalanwalt zweifelt an lettischer Sprachenregelung an Hochschulen

Lettland darf seine Hochschulen womöglich verpflichten, ausschließlich auf Lettisch zu unterrichten - aber nur unter bestimmten Voraussetzungen. Diese Auffassung formulierte der zuständige Generalanwalt am Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg am Dienstag in seinem Gutachten. Er meldete zugleich Zweifel an, ob alle diese Voraussetzungen erfüllt seien. (Az. C-391/20)

Textgröße ändern:

Es geht um eine entsprechende Änderung des Hochschulgesetzes von 2018, gegen die einige lettische Parlamentsabgeordnete klagten. Der Verfassungsgerichtshof hält die Regelung für nicht verfassungsgemäß und fragte den EuGH, ob sie auch gegen EU-Recht verstoße.

Generalanwalt Nicholas Emiliou argumentierte nun, dass die Regelung die Niederlassungsfreiheit für Hochschulen aus anderen Ländern einschränke. Dies könne zwar durch das berechtigte Interesse gerechtfertigt werden, die lettische Sprache zu fördern. Dazu müssten aber andere Sprachen nicht zwangsläufig eingeschränkt werden.

Ob die Regelung verhältnismäßig sei, sollte am besten der lettische Verfassungsgerichtshof beurteilen. Emiliou verwies auch darauf, dass wegen der großen russischsprachigen Minderheit im Land der Schutz von Minderheitensprachen berücksichtigt werden müsse.

Die Richterinnen und Richter müssen sich bei ihrer Entscheidung nicht an sein Gutachten halten, orientieren sich aber oft daran. Ein Termin für das Urteil wurde noch nicht bekanntgegeben.

L.A.Adams--TNT

Empfohlen

Queer-Beauftragte will Kanzler Merz zu Christopher Street Day einladen

Die Queer-Beauftragte der Bundesregierung, Sophie Koch (SPD), will Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf ihren Festwagen beim Straßenumzug des Christopher Street Day einladen. "Wir werden ihn auf jeden Fall einladen: Ich würde mich freuen, wenn er mitfährt", sagte die Beauftragte der Bundesregierung für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt den Funke-Zeitungen vom Sonntag.

"Ein großer Aufklärer": Philosoph Habermas mit 96 Jahren gestorben

Abschied von einem deutschen Intellektuellen mit Weltgeltung: Der Philosoph und Soziologe Jürgen Habermas ist am Samstag mit 96 Jahren in Starnberg gestorben, wie der Suhrkamp Verlag mitteilte. Habermas galt als wichtigster deutscher Philosoph der Gegenwart und genoss internationale Anerkennung. Bekannt war er als streitbarer Intellektueller, der sich über Jahrzehnte hinweg immer wieder in politische Debatten einschaltete.

US-Regierung kritisiert Nachrichtensender CNN wegen Berichten über Iran-Krieg

Die US-Regierung hat den Nachrichtensender CNN wegen seiner Berichterstattung über den Iran-Krieg massiv kritisiert. Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte am Freitag (Ortszeit), er könne die Übernahme des Senders durch den Film- und Medienkonzern Paramount Skydance und damit durch Unterstützer von US-Präsident Donald Trump kaum erwarten. Er forderte zudem eine "wirklich patriotische Presse".

Wehrbeauftragter mahnt neuen Haar- und Barterlass für Truppe an

Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Henning Otte (CDU), fordert klarere Regeln für das äußere Erscheinungsbild von Bundeswehr-Soldaten. "Der Haar- und Barterlass ist für den täglichen Dienst der Truppe von Bedeutung und sollte längst vorliegen", sagte Otte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND; Samstagsausgaben). Er kritisierte, dass es das Verteidigungsministerium seit einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts im Jahr 2019 versäumt habe, einen neuen Erlass vorzulegen.

Textgröße ändern: