The National Times - Lauterbach will RKI die Macht über Genesenenstatus wieder entziehen

Lauterbach will RKI die Macht über Genesenenstatus wieder entziehen


Lauterbach will RKI die Macht über Genesenenstatus wieder entziehen
Lauterbach will RKI die Macht über Genesenenstatus wieder entziehen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will dem Robert-Koch-Institut (RKI) nach der Kritik an der Entscheidung zur Verkürzung des Genesenenstatus diese Kompetenz wieder entziehen. "Über tiefgreifende Entscheidungen wie etwa den Genesenenstatus möchte ich selbst und direkt entscheiden", sagte Lauterbach der "Bild" (Mittwochsausgabe). "Sonst trage ich die politische Verantwortung für das Handeln anderer."

Textgröße ändern:

Mit der Covid-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung vom Januar waren das RKI und das Paul-Ehrlich-Institut ermächtigt worden, darüber zu entscheiden, wer unter welchen Umständen und wie lange als genesen beziehungsweise geimpft gilt. Das RKI war Mitte Januar heftig kritisiert worden, weil es kurzfristig den Genesenenstatus von sechs auf drei Monate verkürzt hatte und sich somit für Millionen Deutsche der Zugang zur Gastronomie und Veranstaltungen über Nacht veränderte.

RKI-Chef Lothar Wieler war daraufhin unter anderem von der FDP heftig angegangen worden. Lauterbach hatte sich jedoch vor den Behördenchef gestellt und ihm sein Vertrauen versichert.

Die umstrittene Verkürzung des Genesenenstatus soll indessen einer vorab bekanntgewordenen Beschlussvorlage für die Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch zufolge ebenfalls wieder rückgängig gemacht werden.

R.Hawkins--TNT

Empfohlen

"Alarmstufe Rot": Pflegekassen droht ab Oktober das Geld auszugehen

"Alarmstufe Rot": Schon im Oktober könnten der Pflegeversicherung die Mittel ausgehen, um alle Leistungen voll zu erstatten. Mit drastischen Worten versuchte der Spitzenverband der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung (GKV) am Montag, die Politik wachzurütteln und wirksame Reformen zu fordern. Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) will noch im September seinen Entwurf dazu ins Kabinett einbringen. Angesichts des Ausmaßes der Probleme könnte es schmerzhaft für alle Beteiligten werden.

DAK-Umfrage zu Longevity: Innerer Schweinehund bremst oft Aktivitäten

Die meisten Deutschen wollen etwas für ihre persönliche Gesundheitsvorsorge tun und sich mehr bewegen, viele scheitern aber am Zeitmangel oder am inneren Schweinehund. Das zeigt eine am Montag veröffentlichte Umfrage der DAK-Gesundheit zum Thema Longevity.

"Alarmstufe Rot": Krankenversicherungen sehen Finanzen der Pflege am Limit

Der Spitzenverband der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherungen (GKV) hat vor massiv wachsenden Defiziten in der Pflege gewarnt und von der Bundesregierung rasche Reformen gefordert. "Es herrscht Alarmstufe Rot", sagte der Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Oliver Blatt, am Montag in Berlin. Nach einem Defizit von 4,4 Milliarden Euro in diesem Jahr werde sich der bisher nicht gedeckte Finanzbedarf 2027 voraussichtlich bereits auf zehn Milliarden Euro erhöhen.

Nicht jedes ultraprozessierte Lebensmittel ist automatisch ungesund

Die NOVA-Klassifikation stellt stark verarbeitete Lebensmittel unter Generalverdacht, unterscheidet aber gesunde und ungesunde Produkte nur unzureichend.

Textgröße ändern: