The National Times - RKI-Analyse: Etwa jedes zehnte Vorschulkind ist übergewichtig

RKI-Analyse: Etwa jedes zehnte Vorschulkind ist übergewichtig


RKI-Analyse: Etwa jedes zehnte Vorschulkind ist übergewichtig
RKI-Analyse: Etwa jedes zehnte Vorschulkind ist übergewichtig / Foto: © AFP/Archiv

In Deutschland ist etwa jedes zehnte Vorschulkind zu dick. Nach einer aktuellen Analyse des Robert-Koch-Instituts (RKI) lag der Anteil der übergewichtigen oder fettleibigen Kinder im Alter von vier bis sieben Jahren zwischen 2006 und 2024 im Durchschnitt bei 10,3 Prozent. Besonders hoch war dieser Anteil während der Coronapandemie, wobei er danach wieder sank. Auch sind Vorschulkinder in sozial benachteiligen Regionen besonders häufig von Adipositas, also extremem Übergewicht, betroffen.

Textgröße ändern:

Der Analyse liegen Daten der Schuleingangsuntersuchungen der Jahre 2006 bis 2024 aus 13 Bundesländern zugrunde. Insgesamt wurden Daten von fast 4,3 Millionen Kindern im Alter von vier bis sieben Jahren zusammengefügt. Für das Einschulungsjahr 2019 wurden auch sozioökonomische Faktoren berücksichtigt.

Demnach lag der Anteil übergewichtiger und fettleibiger Kinder in den Jahren 2006 bis 2024 zwischen 8,6 Prozent und 13,4 Prozent. Bei Adipositas, also starkem Übergewicht, lag der Anteil im Schnitt bei 4,3 Prozent - zwischen 3,7 Prozent in den Jahren 2014 und 2024 und 5,9 Prozent im Jahr 2021.

Adipositas oder Fettleibigkeit ist eine Ernährungs- und Stoffwechselerkrankung mit starkem Übergewicht, die sich in einer übermäßigen Zunahme des Körperfetts mit krankhaften Auswirkungen zeigt. Adipositas kann zu zahlreichen Folgeerkrankungen führen, etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ zwei oder Gelenkerkrankungen.

In städtischen Kreisen war der Anteil übergewichtiger Kinder geringer als etwa in ländlichen Kreisen. Zudem spielt es eine Rolle, ob Kinder in Regionen mit niedrigen Einkommen, geringer Bildung und hoher Arbeitslosigkeit leben. Mit steigender sozioökonomischer Benachteiligung stieg der Analyse zufolge auch der Anteil adipöser Kinder.

Während der Pandemiejahre war der Anteil übergewichtiger Kinder höher als sonst. Allerdings lagen für diesen Zeitraum Daten von weniger Bundesländern vor, weshalb nur eine eingeschränkte Vergleichbarkeit besteht. Nach der Coronakrise ging der Anteil übergewichtiger Vorschulkinder demnach wieder auf das Niveau der Jahre vor der Pandemie zurück und lag 2024 mit 8,6 Prozent für Übergewicht einschließlich Adipositas sogar darunter.

E.Reid--TNT

Empfohlen

Eigenanteile für Pflege im Heim erneut gestiegen - Kritik an Reformplänen

Pflege im Heim wird immer teurer: Die Eigenanteile für Heimbewohnerinnen und -bewohner stiegen erneut an. Dies geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Auswertung des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) hervor. Demnach mussten Pflegebedürftige nach Stand vom 1. Juli im ersten Aufenthaltsjahr im Heim durchschnittlich 3364 Euro pro Monat aus eigener Tasche zahlen - 256 Euro mehr als im Vorjahr.

Verbände kritisieren massive Nachteile für Kinder von Geflüchteten

Massive Nachteile für Kinder von Geflüchteten in Deutschland haben die Kinderrechtsorganisation Save the Children und der Paritätische Gesamtverband kritisiert. Sie bezogen sich dabei am Dienstag in Berlin auf diejenigen rund 100.000 Kinder in Deutschland, die lediglich Ansprüche auf Grundlage des Asylbewerberleistungsgesetzes haben. Für sie gelten demnach Einschränkungen bei Gesundheitsvorsorge, Ernährung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Kosten für pflegebedürftige Menschen in Heimen erneut gestiegen

Die Eigenbeteiligungen für Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen sind erneut gestiegen. Laut einer am Dienstag veröffentlichten Auswertung des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) mussten Pflegebedürftige nach Stand vom 1. Juli im ersten Aufenthaltsjahr im Heim durchschnittlich 3364 Euro monatlich aus eigener Tasche zahlen. Dies seien 256 Euro mehr pro Monat als ein Jahr zuvor.

Extremtemperaturen Ende Juni in Deutschland forderten rund 7100 Hitzetote

Die Hitzewelle von Ende Juni hat in Deutschland tausende Menschen das Leben gekostet. Parallel zu den in der letzten Juniwoche erreichten Rekordtemperaturen von mancherorts mehr als 41 Grad Celsius starben etwa 23.900 Menschen und damit 7100 mehr als noch zwei Wochen zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Die Sterbefallzahlen lagen in der Woche vom 22. bis 28. Juni damit um 32 Prozent über dem Vergleichswert der Vorjahre.

Textgröße ändern: