The National Times - Flugzeug mit womöglich Hantavirus-infiziertem Passagier in Amsterdam gelandet

Flugzeug mit womöglich Hantavirus-infiziertem Passagier in Amsterdam gelandet


Flugzeug mit womöglich Hantavirus-infiziertem Passagier in Amsterdam gelandet
Flugzeug mit womöglich Hantavirus-infiziertem Passagier in Amsterdam gelandet / Foto: © ANP/AFP

Ein Flugzeug mit mindestens einem Passagier des Kreuzfahrtschiffes, auf dem das Hantavirus grassiert, ist am Mittwoch in Amsterdam gelandet. Die Maschine landete um 19.47 Uhr am Flughafen Schiphol, wie AFP-Reporter beobachteten. Krankenwagen und Feuerwehrautos aus Deutschland warteten am Flughafen. Sie waren von Düsseldorf aus am Mittwoch nach Amsterdam gefahren, um dort eine vermutlich infizierte Frau in Empfang zu nehmen, die in einer Spezialklinik in Deutschland behandelt werden soll.

Textgröße ändern:

Am Mittwochvormittag wurden drei Menschen im Hafen der kapverdischen Hauptstadt Praia von Bord des Schiffes geholt. Dabei handelt es sich um zwei Besatzungsmitglieder aus Großbritannien und den Niederlanden, die nach Angaben des Kreuzfahrtveranstalters Oceanwide Expeditions schwer erkrankt sind, sowie um eine Kontaktperson der am 2. Mai auf dem Schiff gestorbenen Deutschen. Nach Angaben des niederländischen Außenministeriums ist diese Kontaktperson "eine Deutsche" im Alter von 65 Jahren.

Die Düsseldorfer Feuerwehr war unterwegs, um nach eigenen Angaben eine Person in Amsterdam abzuholen und mit einem "Hochrisikotransport" zur Universitätsklinik Düsseldorf zu bringen. Ob die betroffene Person infiziert ist, ist allerdings noch unklar. Ein Feuerwehrsprecher sagte, sie habe bisher keine Symptome.

Das Kreuzfahrtschiff "Hondius" lag seit Sonntag mit rund 150 Menschen an Bord vor Kap Verde vor der Westküste Afrikas vor Anker, nachdem zuvor das Virus an Bord festgestellt worden war. Drei Menschen, darunter eine Deutsche, starben bisher an den Folgen. Am Mittwochabend legte das Schiff dort ab Richtung Teneriffa auf den Kanarische Inseln.

M.Wilson--TNT

Empfohlen

Medikamentenpreise: Merz fordert von den USA Einhaltung von Zollvereinbarung

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die USA angesichts drohender neuer US-Zölle aufgefordert, die Zollvereinbarung mit der EU einzuhalten. "Ich gehe davon aus, dass die Vereinigten Staaten sich an die Verabredung halten, die wir haben", sagte Merz am Freitag nach dem EU-Gipfeltreffen in Brüssel. Die Regierung in Washington hatte zuvor eine Untersuchung wegen der Preissetzung von Medikamenten gegen Deutschland eingeleitet, die zu Strafzöllen führen könnte.

Medikamentenpreise: USA leiten Untersuchung gegen Deutschland ein

Deutschland drohen neue US-Zölle: Die Regierung in Washington leitete eine Untersuchung wegen der Preissetzung bei Medikamenten gegen Deutschland ein, die zu Strafzöllen führen könnte. Es solle untersucht werden, ob "anhaltende Untervergütung innovativer Arzneimittel durch Deutschland unangemessen oder diskriminierend ist und den US-Handel belastet oder einschränkt", erklärte das Büro des US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer. Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums erklärte am Freitag, das Ministerium werde "den Dialog mit den USA in dieser Frage suchen".

Notfallseelsorge der christlichen Kirchen rückt zu 32.000 Einsätzen aus

Psychologisch geschulte Kriseninterventionskräfte der großen christlichen Kirchen sind im vergangenen Jahr bundesweit zu rund 32.000 Einsätzen gerufen worden. Das teilten die Evangelische Kirche in Deutschland und die katholische Deutsche Bischofskonferenz am Donnerstag gemeinsam in Hannover sowie Bonn mit. Die flächendeckend präsente Notfallseelsorge trage damit auch zu einer "gesellschaftlichen Resilienz" bei, erklärte die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Bischöfin Kirsten Fehrs.

Privathaushalte finanzieren mehr als die Hälfte der Gesundheitsausgaben

Privathaushalte haben 2024 mehr als die Hälfte der laufenden Gesundheitsausgaben finanziert. Sie übernahmen 286,8 Milliarden Euro der Gesamtausgaben in Höhe von 528,5 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Damit betrug der Anteil 54,3 Prozent. Die Privathaushalte trugen 8,7 Prozent mehr zur Finanzierung bei als im Vorjahr.

Textgröße ändern: