The National Times - Zahl der Organspenden auf höchsten Stand seit über zehn Jahren

Zahl der Organspenden auf höchsten Stand seit über zehn Jahren


Zahl der Organspenden auf höchsten Stand seit über zehn Jahren
Zahl der Organspenden auf höchsten Stand seit über zehn Jahren / Foto: © AFP/Archiv

Die Zahl der Organspenden in Deutschland ist auf den höchsten Stand seit mehr als zehn Jahren gestiegen. Im vergangenen Jahr spendeten insgesamt 985 Menschen ein oder mehrere Organe, wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation am Dienstag in Frankfurt am Main mitteilte. Dies war demnach der höchste Stand seit dem Jahr 2012.

Textgröße ändern:

Die Zahl der Organspenderinnen und Organspender erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr moderat um 32 oder 3,4 Prozent. Damit gab es 11,8 Organspender pro Million Einwohner. Allerdings reicht die Zahl der Spenderorgane der Stiftung zufolge weiterhin nicht aus, um allen Patientinnen und Patienten auf den Wartelisten eine Transplantation zu ermöglichen. Ende des Jahres standen 8199 Frauen und Männer auf den Wartelisten.

Insgesamt konnten im vergangenen Jahr den Angaben zufolge 3020 Organe nach postmortaler Spende über die internationale Vermittlungsstelle Eurotransplant nach festgelegten medizinischen Kriterien verteilt und schließlich hierzulande oder im Ausland transplantiert werden. Dies waren demnach 165 Organe mehr als im Vorjahr. Gespendet worden seien 1495 Nieren, 823 Lebern, 315 Herzen, 308 Lungen, 76 Bauchspeicheldrüsen sowie drei Därme.

In den 43 deutschen Transplantationszentren seien insgesamt 3256 Organe aus Deutschland sowie aus dem Eurotransplant-Verbund transplantiert worden, was ein Plus von 8,1 Prozent bedeute. Damit sei bundesweit 3150 Patienten ein Weiterleben oder ein Leben mit verbesserter Lebensqualität ermöglicht worden.

Der medizinische Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation, Axel Rahmel, erklärte: "Dass wir 2025 so viele Organspenderinnen und Organspender verzeichnen wie seit über einem Jahrzehnt nicht mehr, ist ein wichtiges und ermutigendes Signal." Dennoch bestehe weiter ein Mangel an Spenderorganen.

I.Paterson--TNT

Empfohlen

Sturmtief "Elli": Krankenhäuser melden "extreme Belastung"

Sturmtief "Elli" und das extreme Winterwetter der vergangenen Tage haben Krankenhäuser bundesweit stark gefordert. "Eis und Schnee haben uns in den vergangenen Tagen auch in den Notaufnahmen extrem belastet", sagte Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), der "Rheinischen Post" (Dienstagsausgabe). "Wir haben eine große Zahl an Fußgänger-Unfällen gesehen – überwiegend mit kleineren Verletzungen und Brüchen, aber auch mit schweren Verkehrsunfällen durch glatte Straßen".

Blutspenden bundesweit knapp: Erkältungswelle und Winterwetter verknappen Angebot

In Deutschland werden die Blutreserven knapp. Die Bestände seien in den vergangenen Wochen "deutlich gesunken", warnte das Universitätsklinikum Leipzig am Sonntag. Besonders prekär sei die Lage bei Konserven der Blutgruppe 0 Rhesus positiv. Hintergrund seien eine "ausgeprägte Erkältungswelle", die potenzielle Spender ausfallen lasse sowie die winterlichen Verhältnisse. Diese beeinträchtigten Spendentermine und -bereitschaft.

Zoll beschlagnahmt tonnenweise illegale Abnehmprodukte mit verbotenem Medikament

Zollfahnder haben bei Durchsuchungen in Hamburg und Niedersachsen mehrere Tonnen illegaler Abnehmprodukte beschlagnahmt, die mit einem verbotenen Appetitzügler versetzt waren. Es handelte sich um Tee- und Kaffeeprodukte sowie um Kapseln, wie das Hamburger Zollfahndungsamt am Donnerstag mitteilte. Bei den Durchsuchungen von Lagerräumen und Garagen wurden demnach außerdem tonnenweise illegal importierte Kosmetika gefunden.

Studie: Jojo-Effekt nach Absetzen von Abnehmspritzen besonders stark

Beim Abnehmen mit Abnehmspritzen wie Ozempic ist der gefürchtete Jojo-Effekt einer Studie zufolge besonders schlimm: Wer die Behandlung beendet, nimmt danach vier Mal schneller wieder zu als nach Diätprogrammen mit einer Ernährungsumstellung und mehr Bewegung. Der am Donnerstag im britischen Fachmagazin "British Medical Journal" veröffentlichten Studie zufolge liegt das vor allem daran, dass der Gewichtsverlust durch Abnehmspritzen besonders stark ist.

Textgröße ändern: