The National Times - Gründer von Biontech als Mainzer Ehrenbürger ausgezeichnet

Gründer von Biontech als Mainzer Ehrenbürger ausgezeichnet


Gründer von Biontech als Mainzer Ehrenbürger ausgezeichnet
Gründer von Biontech als Mainzer Ehrenbürger ausgezeichnet

Die Stadt Mainz hat die drei Gründer des Mainzer Pharmaunternehmens Biontech mit der Ehrenbürgerwürde ausgezeichnet. Özlem Türeci, Ugur Sahin und Christoph Huber nahmen die Ehrung am Donnerstag von Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) entgegen. Damit wurden laut Begründung die "herausragenden Leistungen" der Wissenschaftler auf den Gebieten der Medizinforschung und Biotechnologie gewürdigt.

Textgröße ändern:

Alle drei hätten Mainz zu einem international anerkannten Forschungs- und Biotechnologiestandort für Immuntherapien und Impfstoffe gemacht. Ihnen sei die Herstellung eines hochwirksamen Impfstoffs gegen Covid-19 auf Basis ihrer jahrzehntelangen "bahnbrechenden" Forschungsarbeit bei der Bekämpfung von Krebs gelungen. Zudem hätten sie Forschungseinrichtungen und Unternehmen in Mainz gegründet.

Türeci sei eine "Wissenschaftlerin von Weltrang und eine innovative Unternehmerin". Sie fördere die internationale Forschung durch Wissenschaftsnetzwerke und habe Mainz mit ihren "herausragenden Leistungen" in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit gebracht. Die 55-Jährige sei "Pionierin für zielgerichtete Ansätze in der Krebsimmuntherapie".

Sahin habe internationales Ansehen durch seine wegweisenden Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der individualisierten Krebsimmuntherapie erlangt. Auf Basis seiner "bahnbrechenden wissenschaftlichen Erkenntnisse" sei die Herstellung eines Impfstoffs gegen Covid-19 in Rekordgeschwindigkeit gelungen.

Huber habe als Direktor der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz den Grundstein für die Entwicklung eines führenden Kompetenzzentrums für Krebsimmuntherapien gelegt. "Es ist ihm zu verdanken, dass zahlreiche Forschungsergebnisse der Krebsimmuntherapie in die klinische Anwendung übertragen wurden", sagte Ebling.

Die Mainzer Ehrenbürgerwürde ist die höchste Auszeichnung der Stadt. Sie wird seit 1831 verliehen. Mit den Ehrungen vom Donnerstag wurden seitdem insgesamt 52 Mal Ehrenbürger ausgezeichnet.

T.Bennett--TNT

Empfohlen

Drohende SPD-Blockade bei Pflegereform: Regierung sucht intensiv nach Lösung

Angesichts einer drohenden Blockade der Pflegereform durch die SPD haben Spitzenvertreter von Regierung und Koalition am Montag intensiv nach Lösungen gesucht. Kompromisslinien waren aber vorerst nicht in Sicht: Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) lehnte einen von der SPD geforderten "Pflegedeckel" zur Eigenbeteiligung an Heimkosten ab. Die SPD pochte ihrerseits auf Nachbesserungen bis zum geplanten Kabinettsbeschluss am Mittwoch.

SPD-Gesundheitspolitiker Pantazis fordert bis Mittwoch Änderungen an Pflegereform

Der SPD-Gesundheitsexperte Christos Pantazis hat die Forderung seiner Partei nach Änderungen an der Pflegereform vor dem geplanten Kabinettsbeschluss am Mittwoch bekräftigt. Bei der gesetzlichen Pflegekasse gebe es "ein eklatantes Gerechtigkeitsproblem im Vergleich zur privaten Pflegeversicherung", sagte der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion am Montag im Deutschlandfunk. Er erwarte, dass die Koalition hier bis Mittwoch zu einer grundsätzlichen Einigung komme.

"Ein reines Kürzungspaket": SPD droht mit Blockade der Pflegereform

Die SPD droht damit, den für kommende Woche geplanten Kabinettsbeschluss zur Pflegereform zu blockieren. "Wir akzeptieren keine Leistungskürzung in der Pflege", erklärte SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf. "Ein reines Kürzungspaket" mache die SPD-Fraktion nicht mit, betonte auch Fraktionschef Matthias Miersch. Medienberichten zufolge sind für Montag weitere Verhandlungen zwischen Union und SPD geplant. Mehrere Verbände forderten indes ein schnelles Verabschieden der Reform.

Krankenhausgesellschaft fordert schnellere Anerkennung ausländischer Abschlüsse

Angesichts des massiven Fachkräftemangels im Gesundheitssektor hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) eine schnellere Anerkennung ausländischer Abschlüsse gefordert. "Die Anerkennungsbürokratie bleibt in Deutschland leider sehr kompliziert und langwierig", sagte DKG-Vorstandsvize Henriette Neumeyer der "Augsburger Allgemeinen" vom Samstag. "Wir fordern bundesweit einheitliche Verfahren und Zuständigkeiten." Derzeit würden Anträge noch von den Landesärztekammern bearbeitet mit von Bundesland zu Bundesland unterschiedlichen Anforderungen. Hinzu kämen komplizierte und selten digitalisierte Visa-Prozesse.

Textgröße ändern: