The National Times - China meldet höchste Zahl an Corona-Neuinfektionen seit zwei Jahren

China meldet höchste Zahl an Corona-Neuinfektionen seit zwei Jahren


China meldet höchste Zahl an Corona-Neuinfektionen seit zwei Jahren
China meldet höchste Zahl an Corona-Neuinfektionen seit zwei Jahren

China hat am Donnerstag die höchste Zahl an täglichen Corona-Neuinfektionen seit zwei Jahren registriert. Wie die Behörden mitteilten, gab es 402 neue Fälle und damit fast doppelt so viele wie am Vortag.

Textgröße ändern:

Von der Ausbreitung der hochansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus sind derzeit ein Drittel der Provinzen der Volksrepublik betroffen. Die meisten Neuinfektionen vom Donnerstag wurden in der nordöstlichen Provinz Jilin an der Grenze zu Nordkorea sowie in der östlichen Hafenstadt Qingdao nachgewiesen.

Die Corona-Pandemie hatte 2019 in China ihren Anfang genommen. Das Land hatte das Infektionsgeschehen mit einer strikten Null-Covid-Politik auf seinem Gebiet aber recht schnell eindämmen können. Schon beim Auftreten eines einzelnen Infektionsfalls verhängten die Behörden strikte Maßnahmen wie Ausgangssperren, die Abriegelung ganzer Viertel und Massentests.

Allerdings gibt es Zweifel an der weiteren Durchführbarkeit der Null-Covid-Strategie. Der chinesische Regierungschef Li Keqiang hatte am Samstag in seiner Jahresansprache vor dem Nationalen Volkskongress gesagt, das Land müsse seine Maßnahmen gegen die Epidemie "ständig optimieren".

Mittlerweile scheinen die örtlichen Behörden einen etwas weniger strikten Kurs im Kampf gegen die Pandemie zu verfolgen. So wurde in Jilins gleichnamiger Hauptstadt trotz der steigenden Infektionszahlen kein Lockdown verhängt. Die Einwohner wurden lediglich aufgefordert, das Haus nur zu verlassen, wenn es nötig ist.

In Qingdao werden derzeit nur Einwohner von Gebieten mit Omikron-Infektionen auf Corona getestet und nicht die ganze Stadt. Im Oktober 2020 hatten sich nach dem Auftreten von ein paar Fällen alle zehn Millionen Einwohner auf das Virus testen lassen müssen.

In der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong funktioniert die Null-Covid-Politik nicht mehr. Die Millionenmetropole wird derzeit von ihrer heftigsten Infektionswelle seit Beginn der Corona-Pandemie heimgesucht, täglich werden zehntausende Neuansteckungen nachgewiesen.

T.Cunningham--TNT

Empfohlen

Klinikversorgung: Chef von Expertengremium hält 700 Häuser für verzichtbar

In der Diskussion um Krankenhausschließungen hält der Chef des obersten Entscheidungsgremiums im Gesundheitswesen hunderte Kliniken für verzichtbar. Knapp zwei Drittel der bisherigen Hospitäler seien ausreichend für eine gute Versorgung, sagte Josef Hecken, der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) von Kassen, Ärzten und Krankenhäusern der "Wirtschaftswoche" (Freitagsausgabe). "Etwa 1000 Krankenhäuser sollten genug sein. Heute haben wir 1700 in Deutschland."

RKI: Höhepunkt von Grippewelle scheint überschritten

Der Höhepunkt der Grippewelle scheint nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) überschritten zu sein. Wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Wochenbericht des RKI zu den in Deutschland kursierenden Atemwegserkrankungen hervorgeht, wurden für die vergangene Woche bislang 21.485 im Labor bestätigte Influenzafälle gemeldet. Die Fallzahlen seien im Vergleich zur Vorwoche gesunken.

Kasse: 56 Prozent der Versicherten warten über einen Monat auf Facharzttermin

Mehr als die Hälfte der gesetzlich Versicherten wartet einer Umfrage zufolge länger als einen Monat auf einem Facharzttermin. Das geht aus einer am Donnerstag in Hamburg veröffentlichten Befragung des Instituts Forsa für die Techniker Krankenkasse hervor. Demnach warten 56 Prozent mehr als vier Wochen, 35 Prozent warten sogar mehrere Monate.

G-BA: Neuer Alzheimer-Wirkstoff Lecanemab ohne belegten Zusatznutzen

Der neue Alzheimer-Wirkstoff Lecanemab hat nach Ansicht eines Expertengremiums keinen Zusatznutzen gegenüber der bisherigen Standardtherapie. Zu diesem Ergebnis kam der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) von Kassen, Ärzten und Krankenhäusern am Donnerstag. Damit verschwindet das zugehörige Arzneimittel Leqembi, das in Deutschland seit September zur Verfügung steht, aber nicht vom Markt. Es kann weiterhin verordnet werden.

Textgröße ändern: