The National Times - Neue Spannungen zwischen den USA und China wegen Labor-These zur Corona-Pandemie

Neue Spannungen zwischen den USA und China wegen Labor-These zur Corona-Pandemie


Neue Spannungen zwischen den USA und China wegen Labor-These zur Corona-Pandemie
Neue Spannungen zwischen den USA und China wegen Labor-These zur Corona-Pandemie / Foto: © AFP/Archiv

Die Frage des Ursprungs der Corona-Pandemie und eines möglichen Laborunfalls sorgt für neue Spannungen zwischen China und den USA. Das chinesische Außenministerium wies am Mittwoch Äußerungen des Chefs der US-Bundespolizei FBI zurück, wonach eine Laborpanne in der chinesischen Stadt Wuhan "höchstwahrscheinlich" für die Pandemie verantwortlich sei.

Textgröße ändern:

Die Vereinigten Staaten würden erneut die Labor-Theorie "aufwirbeln", sagte Ministeriumssprecherin Mao Ning. "Das wird nicht China diskreditieren, sondern ihre eigenen Glaubwürdigkeit mindern." Mao wiederholte zudem eine durch nichts belegte Theorie, wonach das Coronavirus aus einem US-Militärlabor im Bundesstaat Maryland stammen könnte.

FBI-Direktor Christopher Wray hatte am Dienstag im konservativen Nachrichtensender Fox News gesagt, seine Behörde gehe "schon seit einiger Zeit davon aus, dass der Ursprung der Pandemie höchstwahrscheinlich ein vermutlicher Laborvorfall in Wuhan ist".

Wray warf Peking außerdem vor, Washingtons Bemühungen zur Untersuchung der Ursachen der Pandemie zu behindern. "Die chinesische Regierung (...) hat ihr Bestes getan um zu versuchen, die Arbeit hier zu vereiteln und zu verwirren, die Arbeit, die wir tun, die Arbeit, die unsere US-Regierung und enge ausländische Partner tun." Das sei bedauerlich für alle.

Vor wenigen Tagen hatten mehrere US-Medien berichtet, das für die Aufsicht von Laboren zuständige US-Energieministerium gehe mittlerweile davon aus, dass das Coronavirus aus einem chinesischen Labor entwichen ist. Die US-Behörden einschließlich der verschiedenen Geheimdienste sind sich bei ihren Einschätzungen aber nicht einig.

Einige Behörden halten es für wahrscheinlicher, dass das Virus auf natürlichem Wege von Tier auf Mensch übertragen wurde. Im Verdacht steht dabei insbesondere ein Tiermarkt in Wuhan. Die Frage des Ursprungs ist auch in der Wissenschaft umstritten.

Die Corona-Pandemie war Ende 2019 in China ausgebrochen und hatte sich zunächst in der Millionenmetropole Wuhan ausgebreitet. Durch das Virus starben weltweit geschätzt fast sieben Millionen Menschen. Die Pandemie und die zu ihrer Eindämmung getroffenen Maßnahmen hatten schwerwiegende wirtschaftliche und soziale Folgen.

S.Lee--TNT

Empfohlen

Cyberangriff auf Berliner Charité: Kontaktdaten abgegriffen

Die Berliner Charité ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Dabei wurden Daten von Mitarbeitenden, Studierenden und externen Kontakten abgegriffen, wie die Klinik am Freitag mitteilte. Sensible Daten seien nicht betroffen, hieß es. "Die Krankenversorgung war und ist durch den Vorfall nicht beeinträchtigt."

Kassen-Zusatzbeiträge sollen 2027 stabil bleiben - bei 2,9 Prozent

Der Zusatzbeitrag für die Krankenversicherung bleibt im kommenden Jahr stabil. Im Schnitt soll er bei 2,9 Prozent liegen: Diesen Wert legte das Bundesgesundheitsministerium am Freitag fest. Der Satz sei in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen, "diese Entwicklung haben wir jetzt gestoppt", erklärte Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU). Über die exakte Höhe des kassenindividuellen Zusatzbeitragssatzes entscheiden die Krankenkassen selbst.

Kritik an Linnemann-Äußerungen zu möglichen Leistungskürzungen in der Pflege

Sozialverbände und Patientenschützer haben die Ankündigung von Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) zu möglichen Leistungskürzungen in der Pflege kritisiert. "Pflegebedürftige und ihre Angehörigen brauchen Verlässlichkeit und nicht die Gewissheit, dass am Ende ohnehin gekürzt wird", sagte die Vorsitzende des Sozialverband VdK, Verena Bentele, der "Rheinischen Post" (Freitagausgabe). Sie forderte von Linnemann, die von ihm gerade eingesetzte Expertenkommission zur Pflegereform "unabhängig" arbeiten zu lassen.

Zahl der Organspenden in Deutschland bis Ende September 2026 leicht gestiegen

Die Zahl der Organspenden ist in Deutschland in den ersten neun Monaten leicht gestiegen. Von Januar bis Ende September spendeten 772 Menschen Organe nach ihrem Tod, wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte. Das sind 3,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Textgröße ändern: