The National Times - Maradonas Familie fordert hohe Haftstrafen für Medizinerteam

Maradonas Familie fordert hohe Haftstrafen für Medizinerteam


Maradonas Familie fordert hohe Haftstrafen für Medizinerteam
Maradonas Familie fordert hohe Haftstrafen für Medizinerteam / Foto: © AFP/Archiv

Im Prozess um den Tod des argentinischen Fußball-Idols Diego Maradona hat dessen Familie langjährige Gefängnisstrafen für dessen Ärzte und Pfleger gefordert. Der Anwalt von zwei Töchtern des vor knapp sechs Jahren zwei Wochen nach einer Hirn-Operation gestorbenen Star-Fußballers warf dem Medizinerteam am Mittwoch (Ortszeit) vor Gericht Mord vor. Sechs der sieben Angeklagten sollten für bis zu 15 Jahre hinter Gitter, weil sie einen "mythologischen Held" getötet hätten, sagte der Anwalt Fernando Burlando.

Textgröße ändern:

Die Anwälte von Maradonas drei Schwestern forderten bis zu zehn Jahre Haft für fünf der Angeklagten. Bereits am Dienstag hatte der Anwalt von Maradonas jüngstem Sohn Haftstrafen von 16 Jahren für Maradonas ehemaligen Leibarzt Leopoldo Luque und die medizinische Koordinatorin Nancy Forlini gefordert.

Der Fußball-Weltmeister von 1986 war am 25. November 2020 zwei Wochen nach einer Hirn-Operation im Alter von 60 Jahren gestorben. Todesursache waren laut Obduktion ein Herzinfarkt und ein Lungenödem. Seit April steht ein siebenköpfiges Team aus Ärzten, Psychiatern, Psychologen und Pflegern wegen Maradonas Tod vor Gericht, das den Fußballstar nach der Operation in einem von ihm angemieteten Haus betreut hatte. Den Angeklagten wird vorgeworfen, wider besseres Wissen grob fahrlässig gehandelt und damit Maradonas Tod verschuldet zu haben. Die Angeklagten weisen die Vorwürfe zurück.

Die Staatsanwaltschaft fordert zwischen vier und zwölf Jahren Haft für sechs der Angeklagten. Die Schlussplädoyers in dem Prozess sollen noch bis Ende des Monats fortgesetzt werden. Ein Urteil soll zu einem späteren Zeitpunkt verkündet werden.

Ein erster Prozess um Maradonas Tod war im vergangenen Jahr gescheitert, weil eine Richterin für befangen befunden wurde. Sie hatte heimlich an der Vorbereitung einer Dokumentarserie über den Fall mitgewirkt.

A.M.Murray--TNT

Empfohlen

Pflichtangabe zu Energieeffizienz bei Gewinnspiel: EuGH entscheidet gegen Payback

Wer ein Gewinnspiel veranstaltet und einen Fernseher als Gewinn auslobt, muss dessen Energieeffizienzklasse angeben. Der Veranstalter gilt dann als Händler und muss die Pflichten aus der entsprechenden EU-Verordnung erfüllen, wie der Europäische Gerichtshof (EuGH) am Donnerstag in Luxemburg entschied. Es ging um einen Streit zwischen dem Verband Wirtschaft im Wettbewerb und Payback. (Az. C‑120/25)

Mindestens 28 Todesopfer bei Einsturz von Schuldach in Pakistan

Mindestens 27 Schüler und ihr Lehrer sind beim Einsturz eines Schuldaches in Pakistan ums Leben gekommen. Mehr als 30 weitere Menschen wurden nach Medizinerangaben verletzt, als das Dach der Schule in Peshawar im Norden des Landes am Donnerstagmorgen einstürzte. Weitere Schüler seien möglicherweise noch unter den Trümmern eingeschlossen, sagte ein Sprecher des Rettungsdienstes.

Urteil wegen mutmaßlicher iranischer Anschlagspläne in Hamburg erwartet

In einem Prozess um mutmaßliche Vorbereitungen für iranische Anschläge auf deutsch-jüdische Vertreter wird am Donnerstag (11.00 Uhr) vor dem Hamburger Oberlandesgericht das Urteil erwartet. Angeklagt sind ein mutmaßlicher iranischer Geheimagent und ein mutmaßlich von ihm angeworbener Komplize. Sie waren laut Anklage auf den Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, und den Vorsitzenden der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, den Grünen-Politiker Volker Beck, angesetzt.

AFP-Interview: Friedensnobelpreisträgerin Pillay empfiehlt Trump Lektion im Völkerrecht

Friedensnobelpreisträgerin Navi Pillay sieht in den US-Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) eine gezielte Retourkutsche Washingtons. Dies sei eine "Reaktion darauf, dass der Preis nicht an Präsident (Donald) Trump vergeben wurde", sagte die 85-jährige Südafrikanerin in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch. Darin bezeichnete sie die Sanktionen als "illegal" und empfahl dem US-Präsidenten eine Lektion im Völkerrecht.

Textgröße ändern: