The National Times - Festnahmen bei Razzia gegen Anbieter manipulierter Rufnummern für Betrugsanrufe

Festnahmen bei Razzia gegen Anbieter manipulierter Rufnummern für Betrugsanrufe


Festnahmen bei Razzia gegen Anbieter manipulierter Rufnummern für Betrugsanrufe
Festnahmen bei Razzia gegen Anbieter manipulierter Rufnummern für Betrugsanrufe / Foto: © AFP/Archiv

Ermittler sind in mehreren Bundesländern sowie in Serbien gegen mutmaßliche Betreiber eines illegalen Diensts vorgegangen, der Betrügern Anrufe mit gefälschten Rufnummern ermöglicht haben soll. Die Polizei durchsuchte am Dienstag Wohnungen von zwei Beschuldigten im Alter von 23 und 41 Jahren in Berlin-Charlottenburg und Hessen, wie die Polizei in der Bundeshauptstadt mitteilte. Die Ermittlungen richten sich gegen fünf mutmaßliche Betreiber des Diensts.

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Bereits in der vergangenen Woche wurden demnach in Serbien zwei Beschuldigte im Alter von 26 und 27 Jahren festgenommen. Zudem wurde dort ein Durchsuchungsbeschluss gegen eine 25-jährige Beschuldigte vollstreckt.

Den fünf Beschuldigten im Alter zwischen 23 bis 41 Jahren wird vorgeworfen, sogenannte Voice-over-IP-Dienste bereitgestellt zu haben, mit denen Anrufer ihre tatsächliche Rufnummer verschleiern konnten. So sollen sie ihren kriminellen Kunden Betrugsanrufe ermöglicht haben, bei denen sich Täter mit falscher Rufnummer etwa als Bankmitarbeiter oder Polizisten ausgeben.

Dabei soll es sich um den "größten Anbieter dieser Dienste im deutschsprachigen Raum" gehandelt haben, wie es weiter hieß. Demnach gingen mindestens 600.000 Anwahlversuche von der Infrastruktur der Beschuldigten aus. Die mutmaßlichen Betreiber sollen mit dem Dienst mehr als 1,6 Millionen Euro eingenommen haben.

In Nordrhein-Westfalen wurden im Zusammenhang mit den Ermittlungen am Dienstag darüber hinaus Wohnanschriften von 14 weiteren Beschuldigten durchsucht. Zudem ließen die Ermittler die Domains, Server, Telegram-Accounts und weitere technische Infrastruktur des mutmaßlichen Diensts beschlagnahmen und abschalten.

Den mutmaßlichen Betreibern des Diensts wird Beihilfe zum Computerbetrug vorgeworfen. Insgesamt geht es demnach um mehr als 18.000 Fälle. In 70 Fällen sei bislang ein Schaden von insgesamt rund 764.000 Euro nachgewiesen worden. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Berlin und des Berliner Landeskriminalamts liefen seit Februar 2025 und dauerten an.

Die beiden in Serbien festgenommenen Männer sollen nach Deutschland überstellt werden. Die Berliner Staatsanwaltschaft werde dafür ein Ersuchen an die serbischen Behörden richten, hieß es.

N.Taylor--TNT

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