The National Times - Freundin vor Haus in Gelsenkirchen getötet: 27-Jähriger kommt in Psychiatrie

Freundin vor Haus in Gelsenkirchen getötet: 27-Jähriger kommt in Psychiatrie


Freundin vor Haus in Gelsenkirchen getötet: 27-Jähriger kommt in Psychiatrie
Freundin vor Haus in Gelsenkirchen getötet: 27-Jähriger kommt in Psychiatrie / Foto: © AFP/Archiv

Wegen der Tötung seiner Freundin vor einem Wohnhaus in Gelsenkirchen ist ein Mann zu einer Freiheitsstrafe von zehneinhalb Jahren verurteilt worden. Außerdem ordnete das Landgericht Essen die Unterbringungen des zur Tatzeit 27-Jährigen in einem psychiatrischen Krankenhaus an, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag mitteilte. Es sprach den Mann am Mittwoch des Mordes in Tatmehrheit mit gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung schuldig.

Textgröße ändern:

Laut Anklage handelte der Mann aus grundloser Eifersucht und Besitzdenken. Im November 2025 schlug er vor der Wohnanschrift seiner Eltern, an der das Paar lebte, auf seine 24-jährige Freundin ein. Anschließend würgte er sie und stach ihr mit einem Messer in den Hals. Sie starb wenig später trotz einer Notoperation in einer Klinik. Medienberichten zufolge war die gemeinsame Tochter zu dem Zeitpunkt fünf Monate alt.

Bereits drei Wochen zuvor hatte der 27-Jährige seine Freundin der Staatsanwaltschaft zufolge bedroht, weil er davon ausging, dass sie und seine Exfrau ihn töten wollten. Anschließend verletzte er die 24-Jährige so stark, dass sie das Bewusstsein verlor. Anschließend sperrte er sie laut Anklage in der Küche ein. Danach zog die Frau vorübergehen zu ihrer Mutter, kehrte aber wenig später zu ihrem Freund zurück.

Staatsanwaltschaft und Nebenklage forderten in dem Prozess eine Freiheitsstrafe von zehn Jahren und die Unterbringung des Angeklagten in der Psychiatrie. Die Verteidigung plädierte auf eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren und neun Monaten und stellte die Frage der Unterbringung in das Ermessen des Gerichts.

V.Bennett--TNT

Empfohlen

Bayerns Justizminister Eisenreich tritt zurück und verlässt Politik

Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (CSU) will die Politik verlassen und hat deshalb seinen Rücktritt erklärt. Er habe nie sein ganzes Berufsleben Politik machen wollen und sei mit 55 Jahren noch jung genug für neue Aufgaben, sagte Eisenreich am Donnerstag in München. Der konservative CSU-Politiker amtierte seit Ende 2018 und war der dienstälteste Justizminister Deutschlands.

80-Jährige stürzt in Bayern in Zisterne und stirbt

In Bayern ist eine 80-Jährige in eine Zisterne gestürzt und gestorben. Das Unglück ereignete sich am Mittwoch auf dem Hof der Frau im mittelfränkischen Wettringen, wie ein Polizeisprecher am Donnerstag in Nürnberg sagte. Fremdeinwirkung werde nach ersten Erkenntnissen ausgeschlossen.

Durchsuchungen bei Mitbewohnern von Verdächtiger in Wohnprojekt nicht zulässig

Durchsuchungen bei unverdächtigen Menschen sind nicht zulässig, auch wenn diese in einer Wohngemeinschaft mit Tatverdächtigen leben, gegen die ermittelt wird. Das entschied das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe laut einem am Donnerstag veröffentlichten Beschluss und gab damit zwei Verfassungsbeschwerden statt. (1 BvR 2232/24, 1 BvR 2399/24).

24 Behinderte missbraucht: Anklage gegen Heilerziehungspfleger in Bayern

Die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg hat einen Heilerziehungspfleger angeklagt, der 24 behinderte Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht haben soll. Der seit März in Untersuchungshaft sitzende 33-Jährige soll zudem Fotos und Videos seiner Taten gemacht haben, um sich zu erregen, wie die bayerischen Ermittler am Donnerstag mitteilten. Sie entdeckten bei dem Mann mehr als 38.000 kinderpornografische Fotos und über 600 solche Videos.

Textgröße ändern: