The National Times - Nepals Außenminister nennt Sturzflut "Warnsignal" für Risiken des Klimawandels

Nepals Außenminister nennt Sturzflut "Warnsignal" für Risiken des Klimawandels


Nepals Außenminister nennt Sturzflut "Warnsignal" für Risiken des Klimawandels
Nepals Außenminister nennt Sturzflut "Warnsignal" für Risiken des Klimawandels / Foto: © AFP

Der verheerende Gletscherabbruch in Nepal und die darauffolgende tödliche Sturzflut sind nach Ansicht des nepalesischen Außenministers Shisir Khanal ein "Warnsignal" für die wachsenden Risiken, die der Klimawandel für sein Land darstellt. "Wir rufen die internationale Gemeinschaft auf, das sich verändernde Klima im Himalaya als dringendes Problem zu betrachten", sagte er am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP.

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Bei dem Unglück am vergangenen Mittwoch hatte eine Tsunami-artige Flut eine Schneise der Verwüstung in der nepalesisch-tibetischen Grenzregion gezogen. Mehr als 1000 Menschen kamen ums Leben, mehrere tausend werden noch vermisst, darunter viele Ausländer.

Außenminister Khanal rief zu internationaler Unterstützung auf, die indes auch im Lichte von Klimagerechtigkeit betrachtet werden müsse und "nicht nur als Akt der Wohltätigkeit". Sein landwirtschaftlich geprägtes Land mit 30 Millionen Einwohnern stoße im Vergleich mit den Industrieländern nur einen Bruchteil der Treibhausgase aus, sagte er AFP.

Die genaue Ursache des Gletscherabbruchs ist noch nicht geklärt, aber der menschengemachte Klimawandel lässt weltweit Gletscher schmelzen, was das Risiko solcher Unglücke erhöht. Wissenschaftlern zufolge erfolgt die Schmelze im Himalaya schneller als der Anstieg globaler Temperaturen.

"Wir müssen nicht nur versuchen, die Bergwelt zu erhalten, sondern auch Unterstützung für die Anpassung und die Abmilderung der Herausforderungen zu bekommen, vor denen Nepal durch den Klimawandel steht - und die ganze Region", sagte Khanal. Langfristig werde dies Auswirkungen auf ganz Südasien haben.

Die Gletscher im Himalaya und am Hindukusch sind eine entscheidende Quelle für die Wasserversorgung von 240 Millionen Menschen in der Bergregion wie auch für weitere 1,65 Milliarden Bewohner der Flusstäler in Süd- und Südostasien. "Es betrifft die Gesamtheit der Zivilisation im Himalaya", betonte Khanal.

Der Gletscherabbruch macht seinen Worten zufolge auch deutlich, wie wichtig es ist, den Datenaustausch zu beschleunigen, um vor ähnlichen Katastrophen warnen zu können. "Seit dem Unglück hat China mit uns viele Daten geteilt", sagte der Minister. Der Mechanismus müsse aber noch schneller werden.

Khanal rief ungeachtet der in Nepal herrschenden Trauer Besucher auf, das Land zu besuchen. "Das ist eine sehr widerstandsfähige Nation", sagte er. "Nepal bleibt weiter offen."

paj/lt

L.A.Adams--TNT

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