The National Times - Fährunglück vor Nordzypern: Tiefseedrohne soll bei Suche nach Vermissten helfen

Fährunglück vor Nordzypern: Tiefseedrohne soll bei Suche nach Vermissten helfen


Fährunglück vor Nordzypern: Tiefseedrohne soll bei Suche nach Vermissten helfen
Fährunglück vor Nordzypern: Tiefseedrohne soll bei Suche nach Vermissten helfen / Foto: © DHA (Demiroren News Agency)/AFP

Nach dem tödlichen Fährunglück vor Nordzypern soll ein mit einer Tiefseedrohne ausgestattetes türkisches Marineschiff bei der Suche nach Vermissten helfen. Das Schiff sei am Dienstagmorgen vor der Küste eingetroffen, die Drohne könne Tiefen von bis zu 1000 Metern erreichen, erklärte der Regierungschef von Nordzypern, Ünal Üstel. "Unsere oberste Priorität ist es, die Vermissten zu finden", zitierte ihn die amtliche Nachrichtenagentur TAK.

Textgröße ändern:

Die Fähre mit 267 Menschen an Bord war nach Behördenangaben am Sonntag etwa vier Seemeilen vor der Küste Nordzyperns gekentert und gesunken, kurz nachdem sie den nordzyprischen Hafen Kyrenia verlassen hatte. Mindestens acht Menschen starben, 20 gelten weiterhin als vermisst. 239 Menschen wurden gerettet.

Behörden gehen davon aus, dass das Wrack in einer Tiefe von 514 Metern liegt. Nordzyperns Präsident Tufan Erhürman erklärte, am Mittwoch werde ein weiteres Schiff zur Unterstützung bei der Suche und Rettung die Region erreichen. "Wenn wir heute nicht die gewünschten Ergebnisse erzielen, bedeutet das nicht, dass wir aufgeben werden", versicherte er.

Alle acht Todesopfer sind nach Angaben der Behörden türkische Staatsbürger. Unter den Vermissten sind demnach 18 Türken und zwei Menschen aus Nordzypern.

Nach dem Unglück nahm die Polizei den Kapitän und 15 weitere Menschen fest. Neun von ihnen müssen sich nach Angaben der Nachrichtenagentur TAK in Kyrenia wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung vor Gericht verantworten.

Zypern ist seit 1974 geteilt. Die Türkei ist der einzige Staat, der die 1983 ausgerufene Türkische Republik Nordzypern anerkennt. Die griechischsprachige Republik Zypern im Süden der Insel ist seit 2004 EU-Mitglied.

S.Clarke--TNT

Empfohlen

22 Bienenvölker verbrennen bei Feuer in Schrebergarten in Nordrhein-Westfalen

Bei einem Feuer in einem Schrebergarten in Unna in Nordrhein-Westfalen sind 22 Bienenvölker verbrannt. Es entstand ein Sachschaden in fünfstelliger Höhe, wie die örtliche Polizei am Freitag mitteilte. Demnach brach das Feuer aus unklarer Ursache am Donnerstagnachmittag aus.

Festnahmen bei Razzia gegen italienische Mafia in Baden-Württemberg

Bei einer Razzia gegen Mitglieder der italienischen Mafiaorganisation Camorra in Baden-Württemberg, Italien, Spanien und der Schweiz haben Ermittler sechs Menschen festgenommen. Fünf von ihnen sitzen in Untersuchungshaft, wie das baden-württembergische Landeskriminalamt am Freitag in Stuttgart mitteilte. Ihnen wird unter anderem Handel mit Drogen und Falschgeld im großen Stil vorgeworfen.

Anklage gegen Lastwagenfahrer nach tödlicher Kollision mit ICE in Hamburg

Gut eineinhalb Jahre nach einer folgenschweren Kollision zwischen einem ICE und einem Sattelzug an einem Bahnübergang in Hamburg mit einem Toten hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Lastwagenfahrer erhoben. Dem 36-Jährigen werden fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung und gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr vorgeworfen, wie die Generalstaatsanwaltschaft Hamburg am Freitag mitteilte.

Schauspieler Oliver Masucci hält Unsicherheit für gute Berufsvoraussetzung

Der Schauspieler Oliver Masucci hält mangelndes Selbstbewusstsein für eine gute Voraussetzung für seinen Beruf. "Der Beruf ist mit einem Selbstbewusstseinsmanko verbunden, und vielleicht ist diese Unsicherheit auch ganz gut, sonst könnte man sich nicht in andere Figuren hineinversetzen", sagte der 57-Jährige der Illustrierten "Playboy" laut Mitteilung vom Freitag.

Textgröße ändern: