The National Times - Verdacht auf Eiscreme-Kartell: Japanische Behörden durchsuchen sechs Hersteller

Verdacht auf Eiscreme-Kartell: Japanische Behörden durchsuchen sechs Hersteller


Verdacht auf Eiscreme-Kartell: Japanische Behörden durchsuchen sechs Hersteller
Verdacht auf Eiscreme-Kartell: Japanische Behörden durchsuchen sechs Hersteller / Foto: © AFP

Wegen des Verdachts auf Preisabsprachen haben die japanischen Behörden die Räumlichkeiten von sechs großen Eiscreme-Herstellern durchsucht. Vertreter der Unternehmen würden verdächtigt, über Jahre per E-Mail oder bei Treffen den Zeitpunkt und das Ausmaß von Preiserhöhungen abgesprochen zu haben, gab eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur AFP an. Lokalen Medien zufolge hoben die Unternehmen ihre Verkaufspreise seit etwa 2022 jedes Jahr zur selben Zeit an.

Textgröße ändern:

Der Quelle zufolge durchsuchten Beamte der japanischen Kartellbehörde JFTC am Dienstag die Hauptsitze der Unternehmen Meiji, Morinaga Milk Industry, Lotte, Ezaki Glico, Morinaga & Co., and Akagi Nyugyo. Die Behörde untersucht nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo News auch, ob die Firmen die Inflation ausgenutzt haben, um ihre Preise stärker zu erhöhen, als angesichts steigender Rohstoffpreise gerechtfertigt gewesen sei.

Fünf der Unternehmen veröffentlichten am Dienstag und Mittwoch Stellungnahmen mit der Bestätigung, dass ihre Büros durchsucht worden seien und erklärten, mit den Untersuchungen zu "kooperieren". Die Unternehmenskommunikation von Akagi Nyugo bestätigte der AFP ebenso, dass das Unternehmen nach einer "Vor-Ort-Inspektion" mit den Ermittlern zusammenarbeiten werde.

G.Morris--TNT

Empfohlen

Berlin: Als Dragqueen bekannter Mann wegen Kinderpornografie verurteilt

Ein als Dragqueen bekannter Berliner ist wegen des Besitzes von Kinder- und Jugendpornografie zu einer Bewährungsstrafe von zehn Monaten verurteilt worden. Damit blieb das Amtsgericht Tiergarten in seinem Urteil vom Mittwoch einen Monat unter der von der Staatsanwaltschaft geforderten Strafe. Der 46-Jährige hatte die Taten in dem eintägigen Prozess eingeräumt.

Sieben Festnahmen bei Durchsuchungen wegen Waffenhandels in Berlin

Bei einer berlinweiten Razzia wegen des 0Verdachts auf illegalen Schusswaffenhandel sind in der Bundeshauptstadt sieben Verdächtige vorläufig festgenommen worden. Die Polizei fand nach eigenen Angaben bei der Razzia am Mittwoch zwei scharfe Schusswaffen mit Munition und beschlagnahmte außerdem Handys sowie Datenträger. Insgesamt seien elf Wohnungen, drei Gewerbeobjekte und mehrere Autos durchsucht worden.

Keine Bestechlichkeit: BGH bestätigt Urteil gegen Beamten an OLG Jena weitgehend

Ein ehemals hoher Beamter des Thüringer Oberlandesgerichts (OLG) ist wegen Vorteilsannahme verurteilt, nicht jedoch wegen Bestechlichkeit. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigte am Mittwoch das entsprechende Urteil weitgehend, die Staatsanwaltschaft hatte mit ihrer Revision keinen Erfolg. Über die Strafe für den Mann muss jedoch noch einmal verhandelt werden. (Az. 2 StR 554/25)

Erneut antisemitische Hetze verbreitet: Sieben Jahre Haft für Rentner in München

Wegen wiederholter antisemitischer und menschenverachtender Videos im Internet samt Gewaltaufrufen ist ein 71-Jähriger vom Landgericht München II zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Der Angeklagte wurde am Mittwoch wegen Volksverhetzung, Beleidigung und Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen schuldig gesprochen, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Der vorbestrafte 71-Jährige hatte bereits in der Vergangenheit wegen ähnlicher Videos eine vierjährige Haftstrafe verbüßt.

Textgröße ändern: