The National Times - Berlin: Als Dragqueen bekannter Mann wegen Kinderpornografie verurteilt

Berlin: Als Dragqueen bekannter Mann wegen Kinderpornografie verurteilt


Berlin: Als Dragqueen bekannter Mann wegen Kinderpornografie verurteilt
Berlin: Als Dragqueen bekannter Mann wegen Kinderpornografie verurteilt / Foto: © AFP/Archiv

Ein als Dragqueen bekannter Berliner ist wegen des Besitzes von Kinder- und Jugendpornografie zu einer Bewährungsstrafe von zehn Monaten verurteilt worden. Damit blieb das Amtsgericht Tiergarten in seinem Urteil vom Mittwoch einen Monat unter der von der Staatsanwaltschaft geforderten Strafe. Der 46-Jährige hatte die Taten in dem eintägigen Prozess eingeräumt.

Textgröße ändern:

Die Dateien mit einer Gesamtspielzeit von rund sechseinhalb Stunden waren im Juli vergangenen Jahres auf verschiedenen Datenträgern bei einer Durchsuchung der Wohnung des Manns gefunden worden. Er habe zum Zeitpunkt der Durchsuchung unter einer schweren Alkoholsucht gelitten, sagte der 46-Jährige. "Ich habe komplett die Kontrolle verloren."

Dass er "hoch illegales Material, das das Leid von Kindern darstellt," konsumiert habe, habe er ausgeblendet und erscheine ihm aus heutiger Sicht "monströs". Erst durch eine Auseinandersetzung mit seinen Suchterkrankungen in einer 15-wöchigen Klinikbehandlung und der derzeit noch laufenden Nachsorge habe er verstanden, "dass Pädophilie zu meiner Persönlichkeit gehört".

Seinen Beruf, den er sehr geliebt habe, habe er verloren - vermutlich für immer. Der Prozess führe ihm vor Augen, was er getan habe, sagte der 46-Jährige. "Das bestürzt mich und beschämt mich - ich will nie wieder dahin zurück."

Die Verteidigung stellte keinen konkreten Antrag, betonte aber, dass der Angeklagte seit der Durchsuchung alles getan habe, um das Problem in den Griff zu bekommen. Er habe zudem bereits die Folgen seiner Tat zu spüren bekommen - durch soziale Ächtung und den "Karrieretod".

T.Cunningham--TNT

Empfohlen

Quecksilberverdacht in Paketzentrum bei Rostock bestätigt sich nicht

Der Verdacht auf Quecksilber in einem Paketzustellzentrum in Mecklenburg-Vorpommern hat sich nicht bestätigt. Die Sperrung des Gebäudes im Ort Leizen wurde aufgehoben, wie die Polizei in Rostock am Mittwoch mitteilte. Proben seien untersucht worden - es handle sich nicht um Quecksilber, sondern um den ungiftigen Stoff Galinstan.

Sieben Festnahmen bei Durchsuchungen wegen Waffenhandels in Berlin

Bei einer berlinweiten Razzia wegen des 0Verdachts auf illegalen Schusswaffenhandel sind in der Bundeshauptstadt sieben Verdächtige vorläufig festgenommen worden. Die Polizei fand nach eigenen Angaben bei der Razzia am Mittwoch zwei scharfe Schusswaffen mit Munition und beschlagnahmte außerdem Handys sowie Datenträger. Insgesamt seien elf Wohnungen, drei Gewerbeobjekte und mehrere Autos durchsucht worden.

Keine Bestechlichkeit: BGH bestätigt Urteil gegen Beamten an OLG Jena weitgehend

Ein ehemals hoher Beamter des Thüringer Oberlandesgerichts (OLG) ist wegen Vorteilsannahme verurteilt, nicht jedoch wegen Bestechlichkeit. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigte am Mittwoch das entsprechende Urteil weitgehend, die Staatsanwaltschaft hatte mit ihrer Revision keinen Erfolg. Über die Strafe für den Mann muss jedoch noch einmal verhandelt werden. (Az. 2 StR 554/25)

Erneut antisemitische Hetze verbreitet: Sieben Jahre Haft für Rentner in München

Wegen wiederholter antisemitischer und menschenverachtender Videos im Internet samt Gewaltaufrufen ist ein 71-Jähriger vom Landgericht München II zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Der Angeklagte wurde am Mittwoch wegen Volksverhetzung, Beleidigung und Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen schuldig gesprochen, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Der vorbestrafte 71-Jährige hatte bereits in der Vergangenheit wegen ähnlicher Videos eine vierjährige Haftstrafe verbüßt.

Textgröße ändern: