The National Times - Feuerwehr bringt deutsche Hantavirus-Verdachtsperson von Amsterdam nach Düsseldorf

Feuerwehr bringt deutsche Hantavirus-Verdachtsperson von Amsterdam nach Düsseldorf


Feuerwehr bringt deutsche Hantavirus-Verdachtsperson von Amsterdam nach Düsseldorf
Feuerwehr bringt deutsche Hantavirus-Verdachtsperson von Amsterdam nach Düsseldorf / Foto: © ANP/AFP

Die Düsseldorfer Feuerwehr hat eine deutsche Frau, die sich möglicherweise auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" mit dem Hantavirus infiziert haben könnte, nach deren Evakuierung vom Flughafen Schiphol bei Amsterdam in den Niederlanden abgeholt. Ein Sprecher der Feuerwehr sagte der Nachrichtenagentur AFP am Mittwochabend, ein Konvoi von sechs Fahrzeugen sei mit der Frau in Richtung Düsseldorf unterwegs. Die Einsatzkräfte trügen Spezialanzüge, um sich vor einer Ansteckung zu schützen.

Textgröße ändern:

Krankenwagen und Feuerwehrautos aus Deutschland hatten am Flughafen gewartet. Die Feuerwehr hatte erklärt, sie wolle eine "Kontaktperson mit möglichem Hantavirus-Bezug" von Amsterdam aus mit einem "Hochrisikotransport" zur Universitätsklinik Düsseldorf bringen. Der Zustand der Frau sei "stabil, derzeit zeigt sie keine Symptome einer Infektion", erklärte die Feuerwehr dann am Abend nach der Übergabe am Flughafen Schiphol.

Am Vormittag waren drei Menschen wegen Hantavirus-Verdachts im Hafen der kapverdischen Hauptstadt Praia von Bord des Kreuzfahrtschiffes "Hondius" geholt worden. Dabei handelte es sich um zwei Besatzungsmitglieder aus Großbritannien und den Niederlanden, die nach Angaben des Kreuzfahrtveranstalters Oceanwide Expeditions schwer erkrankt sind, sowie nach Angaben des niederländischen Außenministerium um die 65-jährige Deutsche. Diese war offenbar eine Kontaktperson einer am 2. Mai auf dem Schiff gestorbenen Deutschen gewesen.

Die beiden erkrankten Hantavirus-Patienten wurden mit einem anderen Flugzeug von den Kap Verden ausgeflogen. Sie mussten am Mittwochabend auf den Kanaren wegen eines technischen Problems an Bord zwischenlanden, wie das spanische Gesundheitsministerium mitteilte.

Das Kreuzfahrtschiff "Hondius" lag seit Sonntag mit rund 150 Menschen an Bord vor Kap Verde vor der Westküste Afrikas vor Anker, nachdem zuvor das Virus an Bord festgestellt worden war. Insgesamt drei Menschen starben bisher an den Folgen. Am Mittwochabend legte das Schiff ab Richtung Teneriffa auf den Kanarischen Inseln.

T.Allen--TNT

Empfohlen

Mutmaßlich Raketen für Hisbollah gewartet: Prozess in Niedersachsen begonnen

Vor dem Oberlandesgericht im niedersächsischen Celle hat am Montag ein Prozess gegen ein mutmaßliches Mitglied der radikalislamischen Hisbollah-Miliz begonnen. Das teilte ein Gerichtssprecherin mit. Der 51-Jährige soll laut Anklage mehrere Jahre lang im Libanon und in Syrien als Elektrotechniker an der Wartung von Raketen und Raketenabwehrsystemen der Miliz gearbeitet haben. Ihm wird Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vorgeworfen. Diese kämpft gegen Israel.

Mutmaßliche Rechtsextreme besetzen Hermannsdenkmal bei Detmold: Staatsschutz ermittelt

Am Hermannsdenkmal bei Detmold in Nordrhein-Westfalen haben mutmaßliche Rechtsextreme einen mehrstündigen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein 21-jähriger Aktivist besetzte das Denkmal am Sonntag über mehrere Stunden, wie die örtliche Polizei mitteilte. Mehrere Vermummte hatten sich zuvor Zutritt zu dem Denkmal verschafft. Nach Einschätzung der Ermittler sind diese der Identitären Bewegung zuzurechnen. Die Vermummten zündeten demnach Pyrotechnik und entrollten Banner.

"Für Juden unwählbar": Zentralrat kritisiert Linke für Israel-Beschlüsse

Nach dem Bundesparteitag der Linken hat sich der Zentralrat der Juden scharf von der Partei distanziert. "Die Linke leistet mit ihrer Beschlussfassung dem wachsenden Antisemitismus weiteren Vorschub", sagte der Präsident des Zentralrats, Josef Schuster, am Sonntag der "Welt". Er fügte hinzu: "Für Jüdinnen und Juden macht sie sich damit unwählbar."

"Haltet fest am Glauben": Heiner Wilmer als neuer Bischof von Münster eingeführt

Mit einem feierlichen Gottesdienst im St.-Paulus-Dom ist der neue katholische Bischof von Münster, Heiner Wilmer, am Sonntag in sein Amt eingeführt worden. "Seid nicht bange, seid standhaft, haltet fest am Glauben" appellierte er an die Gläubigen seines Bistums. Der 65 Jahre alte Wilmer war zuvor Bischof von Hildesheim und ist seit Februar auch Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz.

Textgröße ändern: