The National Times - 410.000 Euro bei fingiertem Überfall erbeutet: Bewährungsstrafe für 25-Jährigen

410.000 Euro bei fingiertem Überfall erbeutet: Bewährungsstrafe für 25-Jährigen


410.000 Euro bei fingiertem Überfall erbeutet: Bewährungsstrafe für 25-Jährigen
410.000 Euro bei fingiertem Überfall erbeutet: Bewährungsstrafe für 25-Jährigen / Foto: © AFP/Archiv

Wegen eines fingierten Überfalls in Berlin ist der Fahrer eines Geldtransporters zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Das Amtsgericht Tiergarten sprach den 25-Jährigen am Mittwoch der veruntreuenden Unterschlagung sowie der Vortäuschung einer Straftat schuldig.

Textgröße ändern:

Außerdem ordnete das Gericht die Einziehung der erbeuteten Summe von knapp 410.000 Euro an. Dies werde bis zu Verjährung der Frist in 30 Jahren verhindern, dass der Angeklagte zu Wohlstand komme, sagte Richter Daniel Rehmet in seiner Urteilsbegründung.

Die Tat hatte sich im Oktober 2024 Berliner Stadtteil Tempelhof ereignet. Laut Anklage ermöglichte der Beschuldigte einem Mittäter während der kurzen Abwesenheit seines Beifahrers, Geldkassetten und sogenannte Safebags aus dem Geldtransporter zu entwenden.

Anschließend löste er die Warnanlage aus und rief um Hilfe. Den eintreffenden Polizisten berichtete er, er sei unter Androhung einer Schusswaffe von Unbekannten überfallen worden.

Der Angeklagte räumte die Vorwürfe ein. Das Vortäuschen des Überfalls sei ihm von zwei Unbekannten vorgeschlagen wurde, bei denen er hohe Spielschulden hatte. Diese hätten die Routen des Geldtransporters gekannt auch das Geld an sich genommen.

Die Staatsanwaltschaft beantragte eine Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren und die Einziehung der Taterträge in Höhe von 410.000 Euro. Die Verteidigung plädierte auf eine Bewährungsstrafe von höchstens zwei Jahren.

N.Johns--TNT

Empfohlen

Brandenburg: Vermessungstechniker bei Arbeiten auf Autobahn erfasst und getötet

In Brandenburg ist ein Vermessungstechniker bei Arbeiten auf einer Autobahn von einem Fahrzeug erfasst und getötet worden. Der 38-Jährige war am Dienstagnachmittag mit einem Kollegen auf einer Baustelle an der Autobahn 13 zwischen Baruth/Mark und Staakow mit Vermessungstätigkeiten beschäftigt, wie die Polizei am Mittwoch in Cottbus mitteilte.

Staatsanwaltschaft fordert 15 Jahre Haft für mutmaßliche frühere RAF-Terroristin Klette

Die wegen bewaffneter Raubüberfälle auf Geldtransporter und Supermärkte angeklagte mutmaßliche ehemalige RAF-Terroristin Daniela Klette soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft für 15 Jahre ins Gefängnis. Die Anklage sprach sich im Prozess gegen die 67-Jährige vor dem Landgericht im niedersächsischen Verden am Mittwoch unter anderem für eine Verurteilung wegen versuchten gemeinschaftlichen Mordes und schweren bandenmäßigen Raubs mit Waffen aus.

Womöglich Anschlag geplant: Razzia bei mutmaßlichen Islamisten in Norddeutschland

Nach einem Hinweis aus den USA sind in Norddeutschland mehrere Menschen und Räumlichkeiten durchsucht worden. Eine kleine Gruppe aus einem Serben, Syrern und Sudanesen steht unter Verdacht, eine islamistisch motivierte Gewalttat in Deutschland vorbereitet zu haben, wie die Zentrale Kriminalinspektion Oldenburg am Mittwoch mitteilte. Bei der Razzia in Cuxhaven und Bremerhaven seien unter anderem ein Säbel und zwei Waffenattrappen beschlagnahmt worden.

Potenzielle Beweise aus Durchsuchung bei SPD-Fraktion in Sachsen-Anhalt beschlagnahmt

Knapp zehn Monate nach Durchsuchungen bei der SPD-Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt wegen Untreueverdachts hat das Amtsgericht Magdeburg die Beschlagnahme potenzieller Beweise angeordnet. Die Dateien, die keinen Zusammenhang zu dem Ermittlungsverfahren haben, sollen wieder herausgegeben beziehungsweise gelöscht werden, wie das Amtsgericht am Mittwoch mitteilte.

Textgröße ändern: