The National Times - Vergewaltigungsverfahren gegen fanzösischen Regisseur Luc Besson wird nicht neu aufgerollt

Vergewaltigungsverfahren gegen fanzösischen Regisseur Luc Besson wird nicht neu aufgerollt


Vergewaltigungsverfahren gegen fanzösischen Regisseur Luc Besson wird nicht neu aufgerollt
Vergewaltigungsverfahren gegen fanzösischen Regisseur Luc Besson wird nicht neu aufgerollt / Foto: © AFP/Archiv

Ein Berufungsgericht in Paris hat erneute Ermittlungen wegen eines Vergewaltigungsvorwurfs gegen den Regisseur Luc Besson abgelehnt. Die Anwältin der Schauspielerin Sand Van Roy kündigte am Dienstag in der Folge an, vor das höchste Berufungsgericht zu ziehen.

Textgröße ändern:

Van Roy hatte Besson 2018 wenige Stunden nach einem Treffen mit ihm in einem Pariser Luxushotel wegen Vergewaltigung angezeigt. Er wurde in einem ersten Verfahren, das bis vor das höchste Berufungsgericht kam, freigesprochen. Die belgisch-niederländische Schauspielerin beantragte daraufhin erneute Ermittlungen im Licht einer DNA-Analyse von Proben ihrer Unterwäsche, die sie in den Niederlanden hatte vornehmen lassen.

Der Anwalt von Besson reagierte zufrieden auf die Entscheidung des Berufungsgerichts. "Wir begrüßen es, dass die Justiz es ablehnt, das Verfahren erneut aufzurollen", sagte Thierry Marembert. Zwischen 2018 und 2023 seien alle Staatsanwälte und Richterinnen zu dem Schluss gekommen, dass Besson unschuldig sei, fügte er hinzu.

Er verwies darauf, dass Besson und Van Roy mehrere Jahre lang eine Beziehung hatten. Eine "fehlende Zustimmung" sei nicht nachweisbar gewesen.

Van Roy hatte in Bessons Film "Valerian - Die Stadt der tausend Planeten" von 2017 mitgespielt. Sie machte geltend, dass der Regisseur seine Machtposition ausgenutzt und gedroht habe, ihre Schauspielkarriere zu beeinträchtigen.

Besson hatte die Anschuldigungen immer zurückgewiesen und von einer "einvernehmlichen außerehelichen Affäre" gesprochen. Er räumte allerdings ein, dass die Affäre in einem Kontext der Unterordnung stand, da Van Roy in mehreren seiner Filme mitspielte. Mehrfach erklärte er zudem, dass er sich nicht an Details erinnere.

Besson ist für Filme wie "Im Rausch der Tiefe" von 1988 und "Léon - Der Profi" von 1994 bekannt.

M.Wilson--TNT

Empfohlen

Baden-Württemberg: Hunderte Kilogramm Zwetschgen gestohlen - acht Bäume abgeerntet

Hunderte Kilogramm Zwetschgen haben unbekannte Diebe in Baden-Württemberg abgeerntet. Der Eigentümer stellte am Mittwoch fest, dass insgesamt acht seiner Bäume im Ort Oberkirch leer waren, wie die Offenburger Polizei mitteilte. Der Schaden betrage mehrere hundert Euro.

IStGH spricht Ex-Rebellenchef aus Zentralafrikanischer Republik schuldig

Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag (IStGH) hat einen früheren Rebellenanführer aus der Zentralafrikanischen Republik wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig gesprochen. Der Ex-Kommandeur der mehrheitlich muslimischen Seleka-Rebellen, Mahamat Said Abdel Kani, wurde am Mittwoch in vier Anklagepunkten für schuldig befunden, darunter Folter und rechtswidrige Freiheitsberaubung. Das Strafmaß soll zu einem späteren Zeitpunkt verkündet werden. In drei Anklagepunkten wegen Kriegsverbrechen wurde Said hingegen freigesprochen.

Freundin erstickt und in Wald vergraben: Zehn Jahre Haft in Bayern

Weil er seine Freundin erstickte und die Leiche im Wald vergrub, hat das Landgericht im bayerischen Memmingen einen 39-Jährigen zu zehn Jahren Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde der Mann wegen Totschlags, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte. Laut der zuständigen Kammer hatte er seine Partnerin im August 2025 in Lauben getötet.

Bundesregierung verschärft Vorgehen gegen Sozialmissbrauch

Die Bundesregierung verschärft das Vorgehen gegen den betrügerischen Bezug von Sozialleistungen. Das Bundeskabinett verabschiedete am Mittwoch in Berlin einen Aktionsplan mit Maßnahmen, die sich vor allem gegen Sozialmissbrauch durch Zugewanderte aus EU-Staaten richten. Dieser Missbrauch soll nun durch mehr Datenabgleich, schärfere Kontrollen und strengere Regeln erschwert werden. Eine weitere Neuerung: Die Auszahlung von Grundsicherung an Menschen, die mit vollstreckbarem Haftbefehl gesucht werden, soll beendet werden.

Textgröße ändern: