The National Times - Südkorea: Strafmaß gegen ehemalige First Lady Kim deutlich verschärft

Südkorea: Strafmaß gegen ehemalige First Lady Kim deutlich verschärft


Südkorea: Strafmaß gegen ehemalige First Lady Kim deutlich verschärft
Südkorea: Strafmaß gegen ehemalige First Lady Kim deutlich verschärft / Foto: © AFP

Das Strafmaß gegen Südkoreas ehemalige First Lady Kim Keon Hee wegen Korruption ist deutlich verschärft worden. Ein Berufungsgericht in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul verurteilte Kim am Dienstag zu nun vier Jahren Haft und einer Geldstrafe von 50 Millionen Won (rund 29.000 Euro). Die Ehefrau des zu lebenslanger Haft verurteilten Ex-Präsidenten Yoon Suk Yeol war im Januar wegen Bestechlichkeit zunächst zu einer Gefängnisstrafe von 20 Monaten verurteilt worden.

Textgröße ändern:

Kim hatte Berufung gegen das Urteil eingelegt, ebenso die Staatsanwaltschaft, die das Urteil für zu mild erachtete und einen Freispruch wegen des ebenfalls erhobenen Vorwurfs der Börsenmanipulation nicht akzeptieren wollte.

Das Gericht in Seoul verschärfte nun die Strafe. Es sprach die 53-Jährige schuldig, den Börsenkurs des südkoreanischen Autohändlers "Deutsch Motors" manipuliert zu haben. Kim habe ihre Schuld nicht eingestehen wollen und sich stattdessen "fortwährend in Ausreden geflüchtet", gab das Gericht in der live im Fernsehen übertragenen Urteilsbegründung bekannt.

Ihre Annahme von Bestechungsgeldern habe "das öffentliche Vertrauen in die Transparenz staatlicher Angelegenheiten und die faire Umsetzung nationaler Politik untergraben". Kim hatte dem Gericht zufolge Luxusartikel von der Moon-Sekte angenommen haben, darunter zwei Designerhandtaschen der französischen Luxusmarke Chanel.

Die ehemalige First Lady war nicht zum ersten Mal in einen Skandal verwickelt. 2023 wurde sie bereits im sogenannten Dior-Handtaschen-Skandal der Bestechlichkeit beschuldigt, da sie offenbar eine Handtasche der französischen Luxusmarke entgegengenommen hatte.

Kims Ehemann, Ex-Staatschef Yoon, war wegen der Ausrufung des Kriegsrechts zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er hatte im Dezember 2024 vor dem Hintergrund eines Haushaltsstreits zeitweise das Kriegsrecht ausgerufen und Südkorea damit in eine tiefe politische Krise gestürzt. Yoon hat Berufung gegen sein Urteil eingelegt.

S.Mitchell--TNT

Empfohlen

Zwei junge Männer sterben bei Autounfall in Brandenburg

Bei einem schweren Verkehrsunfall in Brandenburg sind zwei Männer im Alter von 22 und 23 Jahren gestorben. Sie stammten aus Brandenburg und Sachsen-Anhalt, wie die Polizei am Donnerstag in Neuruppin mitteilte. Sie waren am Freitagabend auf einer Landstraße im Landkreis Ostprignitz-Ruppin unterwegs und prallten mit ihrem Wagen gegen einen Baum.

Preiserhöhung bei Fernwärme: Europäischer Gerichtshof urteilt zugunsten von Kunden

In einem deutschen Streit über Fernwärme hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg am Donnerstag zugunsten der Verbraucher entschieden. Eine Frist von drei Jahren ist demnach nicht entscheidend, um Preiserhöhungen zu widersprechen. Ein Vertrag mit unzulässiger Bestimmung könne nicht automatisch deshalb bestehen bleiben, weil diese nicht innerhalb von drei Jahren beanstandet wurde. (Az. C-900/24)

Unglück an Bahnübergang: 82-Jährige in Niederbayern von Zug erfasst und getötet

In Niederbayern ist eine 82 Jahre alte Frau von einem Zug überfahren und tödlich verletzt worden. Die Seniorin habe am Mittwochnachmittag in Deggendorf einen Bahnübergang in Richtung der Stadtmitte überquert, als ein Zug durchgefahren sei, teilte die Polizei am Donnerstag in Straubing mit. Nach dem Zusammenstoß kam die Frau zwar noch in ein Krankenhaus, starb dort aber wenig später.

US-Richter hebt Trumps Hausverbot für CNN, MS NOW und Politico vorerst auf

Ein US-Bundesrichter hat das Weiße Haus angewiesen, das gegen Journalisten von CNN, MS NOW und Politico verhängte Hausverbot aufzuheben und ihnen umgehend wieder Zutritt zu gewähren. Der ohne Vorankündigung erfolgte Entzug ihrer Akkreditierungen verletze laut dem Richter Timothy Kelly "mutmaßlich ihre verfassungsmäßigen Rechte", welche die Pressefreiheit garantieren, hieß es in der Anordnung, welche die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag einsehen konnte.

Textgröße ändern: