The National Times - Südafrikas Polizeichef in Korruptionsaffäre suspendiert

Südafrikas Polizeichef in Korruptionsaffäre suspendiert


Südafrikas Polizeichef in Korruptionsaffäre suspendiert
Südafrikas Polizeichef in Korruptionsaffäre suspendiert / Foto: © AFP/Archiv

Südafrikas nationaler Polizeichef Fannie Masemola ist von Präsident Cyril Ramaphosa im Zuge einer Korruptionsaffäre suspendiert worden. "Angesichts der Schwere der Vorwürfe und der entscheidenden Rolle, die der nationale Polizeichef spielt, habe ich in Absprache mit General Masemola beschlossen, dass er bis zum Abschluss des Verfahrens als vorläufig suspendiert gilt," sagte Ramaphosa am Donnerstag vor Journalisten in Johannesburg. Er ernannte die Finanzchefin der Polizei, Puleng Dimpane, zur Interims-Polizeichefin.

Textgröße ändern:

Masemola wird vorgeworfen, 2024 in einer inzwischen zurückgezogenen Ausschreibung für die Gesundheitsdienste der Polizei die Vergabevorschriften missachtet zu haben. Der Auftrag in Höhe eines umgerechnet zweistelligen Millionen-Euro-Betrags ging an einen Geschäftsmann, der im Verdacht steht, Kontakte zum organisierten Verbrechen zu unterhalten.

Das Bekanntwerden der Affäre durch einen regionalen Polizeichef hatte Südafrika im vergangenen Sommer erschüttert. Weitere Polizisten sollen darin verwickelt sein, der Polizeiminister des Landes verlor sein Amt. Polizeichef Masemola war am Dienstag kurz vor Gericht erschienen, wo er sich wegen Missachtung der Vergabevorschriften in vier Fällen verantworten soll, die Verhandlung wurde indes auf Mitte Mai verschoben. Laut Anklage soll der Fall gemeinsam mit dem von 16 anderen Verdächtigen verhandelt werden.

Der in die Affäre verwickelte Geschäftsmann ist bereits in Haft. Er soll versucht haben, ein TV-Starlet, mit dem er zuvor eine Beziehung hatte, zu ermorden.

Der Fall des Polizeichefs reiht sich mehrere Korruptionsskandale ein, die das Vertrauen der Öffentlichkeit in die regierende Koalition untergraben haben. Bei den bevorstehenden Regionalwahlen könnte das Thema Bestechung den Wählerwillen entscheidend beeinflussen.

Lewis--TNT

Empfohlen

Europäischer Gerichtshof klärt Fragen zu Aufenthalt von Ukrainern in Deutschland

Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg soll Fragen zum Aufenthalt von Ukrainern in Deutschland klären. Es geht um Menschen, die vor ihrer Ankunft nicht in der Ukraine, sondern in einem Drittstaat außerhalb der EU lebten, wie der hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel am Donnerstag mitteilte. Nach der Entscheidung der europäischen Richterinnen und Richter geht das Verfahren in Hessen weiter.

Erdbeben in Venezuela: USA kündigen "sofortige" Entsendung von Rettungskräften an

Nach den schweren Erdbeben in Venezuela haben die USA die sofortige Entsendung von Rettungskräften angekündigt. "Amerika steht in dieser schwierigen Zeit an der Seite des venezolanischen Volkes", erklärte Außenminister Marco Rubio am Donnerstag im Onlinedienst X. Auf Anweisung von Präsident Donald Trump würden unverzüglich Such- und Rettungsmannschaften, medizinische Ressourcen und humanitäre Hilfe in das südamerikanische Land gesandt.

Nach Badeunfall von Brüdern in Rhein-Herne-Kanal: Auch 19-Jähriger gestorben

Nach dem Tod eines 14-Jährigen infolge eines dramatischen Badeunfalls im Rhein-Herne-Kanal in Nordrhein-Westfalen ist auch dessen 19-jähriger Bruder gestorben. Wie die Polizei in Gelsenkirchen am Donnerstag mitteilte, erlag er seinen Verletzungen. Die beiden Gladbecker waren am Sonntagabend in dem Kanal bei Gelsenkirchen untergegangen.

Erdbeben in Venezuela: Regierung meldet mindestens 32 Tote und mehr als 700 Verletzte

Bei den schweren Erdbeben in Venezuela sind nach Angaben der Regierung mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 700 Menschen seien verletzt worden, teilte Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez am Donnerstag mit. "Zur Stunde liegen uns Meldungen über 32 Todesopfer" und "mehr als 700 Verletzte" vor, sagte Rodríguez in einer Fernsehansprache. Sie wies allerdings darauf hin, dass noch keine Daten aus dem Bundesstaat La Guaira vorliegen, der an die Hauptstadt Caracas grenzt und nach Angaben von Rodríguez am stärksten betroffen ist.

Textgröße ändern: