The National Times - Mann in Mordabsicht auf Gleise gelegt: Bundesgerichtshof verwirft Revisionen

Mann in Mordabsicht auf Gleise gelegt: Bundesgerichtshof verwirft Revisionen


Mann in Mordabsicht auf Gleise gelegt: Bundesgerichtshof verwirft Revisionen
Mann in Mordabsicht auf Gleise gelegt: Bundesgerichtshof verwirft Revisionen / Foto: © AFP/Archiv

Im sogenannten Gleismordfall in Bayern hat der Bundesgerichtshof (BGH) die Revisionen zweier Angeklagter verworfen. Die Überprüfung des Urteils des Landgerichts Nürnberg-Fürth habe keine Rechtsfehler zu ihrem Nachteil ergeben, teilte der BGH am Montag in Karlsruhe mit. Das Urteil ist damit rechtskräftig. Im März 2025 waren drei Männer wegen gemeinschaftlichen Mordes verurteilt worden, weil sie einen Zechkumpan verprügelt und ihn zum Sterben auf Bahngleise gelegt hatten.

Textgröße ändern:

Zwei Angeklagte legten Revision ein, sie waren zu Freiheitsstrafen von 13 beziehungsweise neun Jahren verurteilt worden. Ein dritter Angeklagte erhielt lebenslange Haft.

Nach den Feststellungen des Landgerichts hatten die Männer im April 2025 in Neumarkt in der Oberpfalz ihren Bekannten zunächst misshandelt. Anschließend legten sie das Opfer absichtlich quer auf ein vielbefahrenes Bahngleis, wo es wenige Augenblicke später von einem Güterzug überrollt wurde.

Das Gericht wertete die Tat als gemeinschaftlich begangenen Mord und stellte das Mordmerkmal der niedrigen Beweggründe fest. Die Freiheitsstrafen für zwei Angeklagte wurden zeitlich begrenzt, weil sie von Beginn an maßgeblich zur Aufklärung der Tat beigetragen hatten. Der zu neun Jahren verurteilte Mann erhielt eine mildere Strafe, weil er von Kind auf kognitiv beeinträchtigt ist.

D.Kelly--TNT

Empfohlen

Bundesgerichtshof urteilt über Gemälde an Fassade von Wuppertaler Hochhaus

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe urteilt am Freitag (09.00 Uhr) im Streit über ein großes Gemälde an der Fassade eines Wuppertaler Hochhauses. Das Bild sollte Teil eines Open-Air-Museums von Straßenkunst in der nordrhein-westfälischen Stadt werden. Der Verein "Urbaner Kunstraum Wuppertal" bot der Eigentümergemeinschaft an, die Fassade auf seine Kosten durch eine Künstlerin gestalten zu lassen. (Az. V ZR 165/25)

Starbucks will in Nordamerika zahlreiche Filialen schließen

Die US-Kette Starbucks will in Nordamerika zahlreiche Filialen schließen. Das Unternehmen habe ihr "Café-Portfolio in Nordamerika sorgfältig geprüft", hieß es am Donnerstag auf der Unternehmenswebseite in einer Mitteilung an die Mitarbeiter. Begründet wurde der Schritt unter anderem mit fehlenden Umsätzen. Daher sei beschlossen worden, "bis Ende der Woche etwa 250 Cafés" zu schließen. Das ist rund ein Prozent der mehr als 18.000 Cafés in Nordamerika.

Gericht in Kroatien genehmigt Auslieferung von ukrainischem Nord-Stream-Verdächtigen

Ein Gericht in Kroatien hat die Auslieferung eines Ukrainers genehmigt, dem in Deutschland eine Beteiligung an den Anschlägen auf die Nord-Stream-Gasleitungen in der Ostsee vorgeworfen wird. Wie der Anwalt von Wolodymyr Z., Ljubo Pavasovic Viskovic, am Donnerstag mitteilte, erging der Gerichtsbeschluss bereits am 18. September. Der Anwalt kündigte an, Berufung gegen die Entscheidung des Gerichts der Adriastadt Pula einzulegen.

CNN, MS NOW und Politico wieder zum Weißen Haus zugelassen

Journalisten von CNN, MS NOW und der Plattform Politico haben wieder Zugang zum Weißen Haus: Die beiden US-Sender teilten am Donnerstag mit, ihre Reporter seien wieder hineingelassen worden. Das Weiße Haus erklärte, dies gelte auch für die Plattform Politico, die zum Springer-Konzern gehört.

Textgröße ändern: