The National Times - Urteil: Halterin von falsch geparktem Auto trägt Mitschuld an Unfall

Urteil: Halterin von falsch geparktem Auto trägt Mitschuld an Unfall


Urteil: Halterin von falsch geparktem Auto trägt Mitschuld an Unfall
Urteil: Halterin von falsch geparktem Auto trägt Mitschuld an Unfall / Foto: © AFP/Archiv

Die Halterin eines falsch geparkten Autos trägt einem Urteil zufolge Mitschuld an einem Unfall. Das entschied das Amtsgericht München Mitte Februar, wie das Gericht am Montag mitteilte. Hintergrund war ein Unfall auf dem Parkplatz eines Schwimmbads in Unterschleißheim bei München.

Textgröße ändern:

Eine Autofahrerin hatte ihr Fahrzeug am Ende einer Parkgasse so geparkt, dass die anderen Autofahrer rückwärts fahren mussten, um die Parkgasse zu wechseln. Eine Autofahrerin fuhr den geparkten Wagen der Frau beim Rangieren an, wodurch ein Schaden von mehr als 6200 Euro entstand. Die Versicherung der Unfallverursacherin bezahlte rund 4100 Euro, verweigerte eine weitere Zahlung jedoch und verwies auf die Mitschuld der Parkenden.

Diese klagte daraufhin auf Zahlung des ausstehenden Schadensbetrags. Sie argumentierte, dass sie ordnungsgemäß geparkt habe. Auf dem Parkplatz habe es keinerlei Linien gegeben, so dass auf der gesamten Fläche habe geparkt werden dürfen.

Das Amtsgericht München gab der Klage teilweise statt, erkannte jedoch ein Mitverschulden der Klägerin von 20 Prozent an. Dass es sich um eine Durchfahrt gehandelt habe, sei an dem unterbrochenen Grünstreifen erkennbar gewesen, befand das Gericht.

Die fehlenden Streifen bedeuteten zudem nicht, dass jeder sein Fahrzeug abstellen könne, wo er wolle. Die Klägerin habe nicht rücksichtsvoll geparkt und dafür gesorgt, dass andere Verkehrsteilnehmer 30 Meter rückwärts rangieren mussten.

Durch ihr Parken habe sie eine Gefährdungslage und damit die Ursache für das Unfallgeschehen geschaffen. Eine Haftung von 20 Prozent sei daher angemessen, hieß es vom Amtsgericht.

S.Arnold--TNT

Empfohlen

Venezuela: Mann acht Tage nach Erdbeben gerettet

Acht Tage nach dem verheerenden Doppel-Erdbeben in Venezuela haben Rettungskräfte einen Mann lebend aus den Trümmern gerettet. Wie eine Reporterin der Nachrichtenagentur AFP berichtete, wurde der 43-jährige Hernán Gil am Donnerstag im stark zerstörten Ort Catia La Mar aus den Trümmern eines siebenstöckigen Gebäudes geborgen. Er wurde auf einer Trage zu einem Rettungswagen gebracht, der ihn zur Behandlung in die Hauptstadt Caracas bringen sollte.

Zwei Patienten sterben bei nächtlichem Krankenhausbrand in Mecklenburg-Vorpommern

Bei einem nächtlichen Brand in einem Krankenhaus in Mecklenburg-Vorpommern sind zwei Patienten ums Leben gekommen. Bei einem der beiden handle es sich um einen 85-jährigen Mann, teilte die Polizei am Donnerstag in Rostock mit. Die Identifizierung des zweiten toten Menschen daure noch an.

Linke zu Reformen: Regierung will Informationsfreiheitsgesetz aushöhlen

Die Linke hat mit scharfer Kritik auf die Pläne der Bundesregierung reagiert, das Informationsfreiheitsgesetz zu ändern. Das sei ein "Angriff auf die Pressefreiheit und auf das Recht der Öffentlichkeit, staatliches Handeln zu kontrollieren", erklärte Fraktionsvize Clara Bünger am Donnerstag. Damit wolle sich die Regierung "unangreifbar machen". Das Gesetz werde nicht wie zuvor vereinbart weiterentwickelt, "sondern ausgehöhlt".

Ermittler vermuten ukrainischen Plan hinter Nord-Stream-Anschlägen

Die Bundesanwaltschaft geht davon aus, dass die Pläne für die Anschläge auf die Nord-Stream-Pipelines im Auftrag staatlicher Stellen in der Ukraine entwickelt wurden. Das geht aus Einzelheiten der Anklage gegen einen früheren ukrainischen Offizier hervor, welche die Karlsruher Behörde am Donnerstag veröffentlichte. Die Sabotageaktion sollte Gaslieferungen über die Pipelines demnach dauerhaft stoppen, damit Russland die Einnahmen nicht zur Finanzierung des Ukraine-Kriegs nutzen konnte.

Textgröße ändern: