The National Times - Gestiegene Spritpreise: Kartellamtschef dämpft Hoffnungen auf rasche Abhilfe

Gestiegene Spritpreise: Kartellamtschef dämpft Hoffnungen auf rasche Abhilfe


Gestiegene Spritpreise: Kartellamtschef dämpft Hoffnungen auf rasche Abhilfe
Gestiegene Spritpreise: Kartellamtschef dämpft Hoffnungen auf rasche Abhilfe / Foto: © AFP

Bundeskartellamtschef Andreas Mundt hat Hoffnungen auf eine mögliche rasche Abhilfe gegen die im Zuge des Iran-Kriegs stark gestiegenen Spritpreise gedämpft. "Sollten sich Hinweise auf kartellrechtswidriges Verhalten der Mineralölkonzerne zeigen, würden wir konsequent dagegen vorgehen", erklärte Mundt am Donnerstag. "Ich möchte aber auch deutlich machen, dass es kein Instrumentarium gibt, um geopolitisch getriebene Preissteigerungen quasi auf Knopfdruck zu verhindern."

Textgröße ändern:

Der Iran-Krieg hat den Rohölpreis kräftig steigen lassen. Infolge dessen steigen die Preise an den deutschen Tankstellen deutlich. Aus der Politik kamen Rufe nach Entlastungen und einer Überprüfung der Preissteigerungen bei Gas, Öl und Benzin infolge des Kriegs.

Das Bundeskartellamt analysiere die Preisentwicklung "ohnehin fortlaufend" mit der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe, erklärte Mundt. Auch sei die Behörde in engem Austausch mit dem Wirtschaftsministerium.

Mundt schränkte aber ein, dass "selbst ein ungewöhnlich hoher Abstand zwischen der Entwicklung des Rohölpreises und den Preisen an der Tankstelle (...) keinen unmittelbaren Verdacht auf ein illegales Verhalten der Konzerne darstellen" würde. Auch sei ein solcher Abstand "zumindest bei E5/E10 bislang" nicht zu sehen.

"Die für die Preisbildung sehr entscheidende Raffinerie- und Großhandelsebene untersuchen wir derzeit ebenfalls in einem laufenden Verfahren", fuhr der Kartellamtschef fort. Wenn das Amt dabei "Störungen des Wettbewerbs" feststelle, würden diese abgestellt. "Für die aktuellen Verwerfungen, insbesondere steigende Weltmarktpreise, schafft auch das allerdings keine kurzfristige Abhilfe", erklärte Mundt.

Diesel kostete am Donnerstagmorgen laut ADAC im Schnitt deutlich über zwei Euro, auch der Benzinpreis stieg zeitweise in der Preisspitze über diese Schwelle. Im Februar hatte der Dieselpreis im Monatsschnitt noch bei 1,722 Euro gelegen, der Benzinpreis bei 1,760 Euro.

R.Hawkins--TNT

Empfohlen

Würzburger Bischof Jung verurteilt Religionsmissbrauch für "Allmachtsfantasien"

Beim Deutschen Katholikentag hat der Würzburger Bischof Franz Jung einen Missbrauch von Religion durch Politiker verurteilt. Es brauche "Widerspruch gegen alle Machthaber dieser Welt, die sich in Allmachtsfantasien ergehen und diese auch noch religiös verbrämen", sagte Jung am Donnerstag im Festgottesdienst zu Christi Himmelfahrt auf dem Residenzplatz der bayerischen Stadt. "Überall da, wo Menschen für sich in Anspruch nahmen, in Gottes Namen zu herrschen, haben sie Blutbäder angerichtet."

Fußball-WM: Kalifornien prüft mögliche Verstöße beim Ticket-Verkauf

Der US-Bundesstaat Kalifornien hat vom Weltfußballverband Fifa Klarstellungen wegen möglicher Verstöße im Zusammenhang mit dem Ticketverkauf für die Fußball-Weltmeisterschaft verlangt. Das teilte Generalstaatsanwalt Rob Bonta am Mittwoch mit. Einem Medienbericht zufolge sollen Fußballfans Tickets der teuersten Kategorie 1 gekauft haben, bevor sie dann Plätze erhielten, die zuvor in einer günstigeren Kategorie ausgewiesen worden waren.

"Unerschrockener Verkünder": Steinmeier verteidigt Papst gegen Trumps Kritik

Zum Auftakt des Deutschen Katholikentags hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Papst gegen Kritik von US-Präsident Donald Trump verteidigt. "Wenn Papst Leo in einer Zeit von Krisen und Kriegen öffentlich größere Anstrengung für den Frieden fordert, dann verdient ein solcher Aufruf Unterstützung, nicht Kritik - auch nicht die von den Mächtigsten der Welt", sagte Steinmeier am Mittwoch in seiner Eröffnungsansprache in Würzburg.

Tötungsdelikt in Wassenberg: 37-Jähriger von maskiertem Unbekannten erschossen

Zwei Tage nach tödlichen Schüssen auf einen Mann im nordrhein-westfälischen Wassenberg haben die Ermittler weitere Einzelheiten bekannt gegeben. Bei dem Opfer handelt es sich um einen 37-Jährigen Mann, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Aachen am Mittwoch mitteilten. Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein bislang unbekannter Maskierter am Montagabend mehrere Schüsse auf das Opfer abgegeben haben.

Textgröße ändern: