The National Times - Mord am Ammersee: Urteil gegen 23-Jährigen rechtskräftig

Mord am Ammersee: Urteil gegen 23-Jährigen rechtskräftig


Mord am Ammersee: Urteil gegen 23-Jährigen rechtskräftig
Mord am Ammersee: Urteil gegen 23-Jährigen rechtskräftig / Foto: © AFP/Archiv

Anderthalb Jahre nach einem Mord im bayerischen Herrsching am Ammersee ist ein 23-Jähriger rechtskräftig zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigte das Urteil des Landgerichts München II, wie dieses am Mittwoch mitteilte. Der Täter hatte den 74-Jährigen dem Urteil zufolge angegriffen, als er ihm die Tür öffnete. Er tötete ihn mit mindestens 13 Messerstichen.

Textgröße ändern:

Wie das Landgericht feststellte, war der Angeklagte vor der Tat aus Serbien eingereist, wo er bereits wegen krimineller Machenschaften unter Druck stand. Er hatte Schulden und wollte schwere Straftaten begehen, um zu Geld zu kommen. In Herrsching buchte er dem Urteil zufolge im Sommer 2024 ein Hotelzimmer und kaufte in einem Supermarkt zwei Küchenmesser.

In dem Anwesen, in dem das spätere Mordopfer mit seiner Frau wohnte, vermutete der Angeklagte Beute und spähte es aus. Er durchtrennte die Kabel der Überwachungskameras, klingelte mehrmals und erstach den Mann, als dieser die Tür öffnete. Die Frau konnte fliehen. Der Täter setzte sich über Österreich nach Frankreich ab, wo er knapp eine Woche nach dem Mord festgenommen und dann nach Deutschland ausgeliefert wurde.

Das Landgericht stellte fest, dass er aus Habgier gehandelt habe, um in das Haus einbrechen und Wertgegenstände stehlen zu können. Er habe gewusst, dass zwei Menschen in dem Gebäude waren, und die Absicht gehabt zu töten. Das Gericht stellte in seinem Urteil im August 2025 außerdem die besondere Schwere der Schuld fest, unter anderem wegen der "erheblichen" kriminellen Energie.

Es stufte den Mann als sehr gefährlich ein. Eine vorzeitige Entlassung aus der Haft ist für ihn praktisch ausgeschlossen. Der Angeklagte wandte sich an den BGH, um das Urteil überprüfen zu lassen. Dieser fand aber keine Rechtsfehler, das Münchner Urteil wurde rechtskräftig.

F.Adams--TNT

Empfohlen

Freispruch im neuem Prozess um erstochenen 17-Jährigen in Rheinland-Pfalz

Fast drei Jahre nach dem Tod eines 17-Jährigen durch einen Messerstich nach einer Grillparty in Rheinland-Pfalz hat das Landgericht Landau den Angeklagten in einem zweiten Prozess erneut freigesprochen. Der damals 20-Jährige habe aus Notwehr gehandelt, teilte das Gericht am Mittwoch mit. Angeklagt war der Mann wegen Totschlags.

Großrazzia gegen mutmaßliche Autodiebe: Durchsuchungen in Nordrhein-Westfalen

Mit einer großangelegten Razzia sind Ermittler in Nordrhein-Westfalen gegen eine internationale Bande von mutmaßlichen Autodieben vorgegangen. Es seien elf Durchsuchungsbeschlüsse im Kreis Düren sowie sieben weitere im bayerischen Aschaffenburg und in den Niederlanden vollstreckt worden, teilte die Polizei in Düren am Mittwoch mit. Die Bande soll demnach "im großen Stil" Autos gestohlen und per Schiff nach Afrika geschafft haben.

Nordrhein-Westfalen: Einjähriges Mädchen stirbt nach Sturz aus Fenster

Wenige Tage nach einem Sturz aus einem Fenster eines Mehrfamilienhauses ist ein einjähriges Mädchen in Nordrhein-Westfalen gestorben. Das Kind erlag am Dienstagabend seinen Verletzungen, wie die Polizei in Bochum am Mittwoch mitteilte. Der Sturz hatte sich am Donnerstag in Herne ereignet. Ein Rettungshubschrauber flog das Kind in ein Krankenhaus, wo es nun starb.

Athen: Gericht bestätigt Verurteilungen von Anführern der Ex-Neonazi-Partei Goldene Morgenröte

Ein griechisches Berufungsgericht hat die Schuldsprüche für mehrere Anführer der ehemaligen Neonazi-Partei Goldene Morgenröte bestätigt. Die Männer hätten eine "kriminelle Organisation angeführt", befanden die Richter am Mittwoch. Das Strafmaß für den Gründer und ehemaligen Chef der Neonazi-Organisation, weitere ehemalige Anführer und Abgeordnete der Goldenen Morgenröte sollte im Laufe des Tages bekanntgegeben werden. Ihnen drohen Freiheitsstrafen von bis zu 15 Jahren. Insgesamt hatten über 42 Angeklagte in dem Verfahren vor Gericht gestanden.

Textgröße ändern: