The National Times - Betrunkenen mit Auto überrollt und wegfahren: 20-Jähriger in Essen verurteilt

Betrunkenen mit Auto überrollt und wegfahren: 20-Jähriger in Essen verurteilt


Betrunkenen mit Auto überrollt und wegfahren: 20-Jähriger in Essen verurteilt
Betrunkenen mit Auto überrollt und wegfahren: 20-Jähriger in Essen verurteilt / Foto: © AFP/Archiv

Weil er einen betrunkenen Mann mit seinem Auto überrollte und wegfuhr, ist ein 20-Jähriger zu einer Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt worden. Das Landgericht Essen sprach ihn der Körperverletzung mit Todesfolge und des unerlaubten Entfernens vom Unfallort schuldig, wie ein Sprecher mitteilte. Außerdem entzog es ihm den Führerschein für ein Jahr.

Textgröße ändern:

Laut Anklage hatten sich sowohl der 20-Jährige als auch das 46 Jahre alte Opfer vor der Tat in einem Fußballvereinsheim in Essen aufgehalten und Alkohol getrunken. Als der Angeklagte und mehrere Bekannte in sein Auto stiegen, um das Gelände zu verlassen, fragte der später Getötete, ob er mitfahren könne. Dies verneinte der 20-Jährige und forderte den Mann auf, sich vom Auto zu entfernen.

Der 46-Jährige, der laut Staatsanwaltschaft erheblich alkoholisiert war, stellte sich jedoch vor das Auto, woraufhin der Angeklagte in Schrittgeschwindigkeit auf ihn zufuhr. Auch als der Geschädigte die Hände auf die Motorhaube legte, fuhr der 20-Jährige langsam weiter. Daraufhin machte der 46-Jährige zunächst mehrere Rückwärtsschritte, stürzte aber schließlich und schlug mit dem Kopf auf dem Asphalt auf. Der Angeklagte überfuhr daraufhin zweimal die Beine des Opfers.

Statt sich um den Geschädigten zu kümmern, fuhr der 20-Jährige der Anklage zufolge davon. Er rief jedoch einen Freund an und bat diesen, die Rettungskräfte zu alarmieren. Die anderen Insassen des Autos blieben zurück und leisteten erste Hilfe. Der 46-Jährige wurde notoperiert, starb jedoch zwei Tage später an einem durch den Sturz verursachten Schädel-Hirn-Trauma.

Die Staatsanwaltschaft beantragte in dem Prozess, der am Mittwoch endete, eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren. Die Verteidigung stellte keinen konkreten Antrag. Der zur Tatzeit 19-Jährige wurde nach Jugendstrafrecht verurteilt.

A.Little--TNT

Empfohlen

Social-Media-Sucht: Tiktok wendet Prozess in USA durch 100-Millionen-Vergleich ab

Die Videoplattform Tiktok hat mit einem Vergleich einen für Montag geplanten Prozess im US-Bundesstaat Alabama wegen mutmaßlich mangelhaften Schutzes Minderjähriger vor Social-Media-Sucht abgewendet. Wie Generalstaatsanwalt Steve Marshall am Freitag (Ortszeit) mitteilte, soll das Unternehmen im Rahmen der Einigung mindestens 100 Millionen Dollar zahlen und die tägliche Nutzungszeit für junge Nutzer auf zwei Stunden begrenzen.

Social-Media-Sucht: Tiktok in den USA ab Montag erstmals vor Gericht

Die Videoplattform Tiktok soll sich ab Montag erstmals vor einem US-Gericht verantworten. Bei dem Verfahren in Montgomery im Bundesstaat Alabama geht es um den Vorwurf, Tiktok schütze Kinder und Jugendliche nicht ausreichend vor Social-Media-Sucht. Ähnliche geplante Gerichtsprozesse - unter anderem in Los Angeles - hatte Tiktok mit außergerichtlichen Vergleichen abgewendet.

US-Justiz: Pentagon darf Sanktionen gegen Anthropic aufrecht erhalten

Im Konflikt mit dem US-Verteidigungsministerium um seine Einstufung als "Sicherheitsrisiko" hat das US-Unternehmen Anthropic eine juristische Niederlage erlitten. Ein US-Berufungsgericht in Washington bestätigte am Freitag die Maßnahmen gegen das Unternehmen durch das Pentagon. Zwar habe Anthropic nicht in böser Absicht gehandelt. In den USA obliege es aber dem "Präsidenten und dem Verteidigungsminister, zu entscheiden, wie die Risiken gegeneinander abgewogen werden", fügte Richter Gregory Katsas hinzu.

Papst Leo XIV. grüßt von Papamobil aus Menschenmengen in Paris

Papst Leo XIV. hat von seinem Papamobil aus jubelnde Menschenmengen in der französischen Hauptstadt Paris gegrüßt. Nach einer rund zweieinhalb Kilometer langen Fahrt zwischen dem Viertel Montparnasse und dem Place Saint-Michel kam der Pontifex am Freitagnachmittag an der Kathedrale Notre-Dame an, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP beobachteten. Leo XIV. ist der erste Papst, der das Pariser Wahrzeichen seit seiner Wiedereröffnung im Dezember 2024 nach dem verheerenden Brand besucht.

Textgröße ändern: