The National Times - Datenklau mit Fakeshops in Internet: Haftstrafen für zwei Männer in Hannover

Datenklau mit Fakeshops in Internet: Haftstrafen für zwei Männer in Hannover


Datenklau mit Fakeshops in Internet: Haftstrafen für zwei Männer in Hannover
Datenklau mit Fakeshops in Internet: Haftstrafen für zwei Männer in Hannover / Foto: © AFP/Archiv

Wegen des Betriebs von kriminellen Onlinemarktplätzen zum Ausspähen und Verkaufen von Bankdaten sind zwei Männer in Hannover zu Haftstrafen verurteilt worden. Das Landgericht in der niedersächsischen Landeshauptstadt verhängte am Dienstag Freiheitsstrafen von drei Jahren und drei Monaten sowie viereinhalb Jahren gegen die beiden Beschuldigten, wie eine Sprecherin mitteilte. Sie betrieben demnach aufwändig gestaltete Fakeshops, um Zahlungsdaten von Käufern auszulesen. Einer der Männer verkaufte sie laut Urteil anschließend auf zwei illegalen Onlineplattformen weiter.

Textgröße ändern:

Den Feststellungen des Gerichts zufolge fungierte ein Angeklagten als Ideengeber und Organisator, während der andere die technische Umsetzung übernahm und dafür wegen Beihilfe verurteilt wurde. Zusammen betrieben sie seriös wirkende Internetshops zum Verkauf von Waren, um heimlich Zahlungs- und Zugangsdaten von Kunden auszulesen. Danach verkaufte der Hauptbeschuldigte diese auf zwei eigenen Angebotsseiten im Internet an andere Kriminelle weiter, die sie für betrügerische Zwecke verwendeten.

Laut Urteil gingen die Beschuldigten mit erheblichem Aufwand vor. Sie bestückten die Internetshops mit vorgetäuschten Angeboten und bewarben diese durch Suchmaschinenoptimierung. Zudem ahmten sie Schnittstellen zu legalen und gängigen Zahlungsdienstabwicklern nach, um die Kunden zu Eingabe von Bankdaten zu verleiten. Durch den Betrieb der Shops und den Datenverkauf erlangten die Beschuldigten demnach rund 1,4 Millionen Euro. Das Gericht ordnete die Einziehung dieser Summe bei ihnen an.

Schuldig gesprochen wurden die Männer wegen des Betreibens krimineller Handelsplattformen im Internet sowie Betrugs und Computerbetrugs in 116 Fällen beziehungsweise Beihilfe. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

N.Roberts--TNT

Empfohlen

US-Richter: Trumps Mittelentzug für öffentliche Sender war rechtswidrig

Juristische Niederlage für US-Präsident Donald Trump im Streit mit dem öffentlichen Rundfunk: Ein US-Bundesrichter hat den von Trump angeordneten Entzug von Bundesmitteln für das Radionetzwerk National Public Radio (NPR) und den Fernsehsender Public Broadcasting Service (PBS) als rechtswidrig eingestuft. Trumps Anordnung für das Ende der Finanzierung vom 1. Mai ziele darauf ab, kritische Ansichten zu unterdrücken, schrieb Bezirksrichter Randolph Moss zur Begründung.

Nachrichtenagentur: 29 Tote bei Absturz von russischem Militärflugzeug auf der Krim

Bei dem Absturz eines russischen Militärflugzeugs auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim sind nach Angaben der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Tass 29 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Todesopfern seien sechs Besatzungsmitglieder und 23 Passagiere, berichtete Tass am Mittwoch unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium. An den Trümmern des Flugzeugs seien keinerlei Spuren eines äußeren Einschlags festgestellt worden.

Todesstrafe-Gesetz: Grünen-Chefin fordert Sanktionen gegen israelische Minister

Wegen der vom israelischen Parlament beschlossenen Einführung der Todesstrafe für wegen Terrorismusvorwürfen verurteilte Palästinenser hat Grünen-Ko-Chefin Franziska Brantner Sanktionen gegen die israelischen Minister Itamar Ben-Gvir und Bezalel Smotrich gefordert. "Die Bundesregierung darf nicht länger wegschauen, sondern muss handeln", sagte Brantner dem "Spiegel" laut einer Vorabmeldung vom Dienstag. Auch in der Linkspartei sorgt die Entscheidung aus Israel für Empörung.

"Wie ein Bergwerk": Spanische Polizei entdeckt Tunnelsystem zum Drogenschmuggel

Die spanische Polizei hat ein ausgeklügeltes unterirdisches Tunnelsystem zum Drogenschmuggel nach Europa entdeckt. Wie das Innenministerium in Madrid am Dienstag mitteilte, verband das aus drei Ebenen bestehende und bis zu 19 Meter unter die Erde reichende Tunnelnetzwerk Marokko mit der spanischen Exklave Ceuta und diente dem illegalen Transport von Haschisch nach Spanien und in weitere europäische Länder. Es handele sich um ein "Labyrinth wie in einem Bergwerk".

Textgröße ändern: