The National Times - Tödliche Bärenangriffe in Japan: Gouverneur fordert Hilfe der Armee an

Tödliche Bärenangriffe in Japan: Gouverneur fordert Hilfe der Armee an


Tödliche Bärenangriffe in Japan: Gouverneur fordert Hilfe der Armee an
Tödliche Bärenangriffe in Japan: Gouverneur fordert Hilfe der Armee an / Foto: © AFP

Nach außergewöhnlich vielen tödlichen Bärenangriffen in Japan hat ein Gouverneur die Unterstützung der Armee angefordert. Das Leben der Bürger könne ohne die Hilfe der Streitkräfte nicht mehr geschützt werden, erklärte Kenta Suzuki, Gouverneur der nördlichen Präfektur Akita, am Dienstag gegenüber dem japanischen Verteidigungsminister. Seit Anfang des Jahres wurden in Japan bereits zehn Menschen durch Bärenangriffe getötet. Das ist ein neuer Höchststand.

Textgröße ändern:

Bisher hatte das Jahr 2024 die meisten Toten durch Bärenangriffe verzeichnet - damals kamen sechs Menschen auf diese Art ums Leben.

"Angriffe auf Hals und Gesicht sind extrem häufig", sagte Suzuki. Er wies darauf hin, dass die Tiere nicht mehr nur in den Bergen, sondern auch in städtischen Gebieten vorkommen. Es sei nicht normal, dass das Leben der Einwohner derart durch die Bären beeinträchtigt werde, fügte der Gouverneur hinzu.

Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi antwortete darauf, dass die Regierung "die Fähigkeiten und Befugnisse" voll ausschöpfen werde, um die Sicherheit wiederherzustellen.

Ein Beamter des Umweltministeriums, das die Bärenangriffe überwacht, bestätigte der Nachrichtenagentur AFP, das es in diesem Jahr bereits zehn Tote gegeben hat. Das jüngste Opfer sei in der vergangenen Woche im Bergdorf Akita angegriffen und tödlich verletzt worden.

Seit ein paar Jahren sind in Japan vermehrt wild lebende Bären zu beobachten, mitunter sogar in Wohngebieten. Als Gründe gelten unter anderem die durch den Klimawandel ausgelöste Futterknappheit sowie der Rückgang der Bevölkerung in Japans ländlichen Gebieten. Bären haben Touristen angegriffen, sind in Geschäfte eingedrungen und in der Nähe von Parks und Schulen gesichtet worden. Die Regierung kündigte eine stärkere Bekämpfung der Tiere an.

In Japan leben zwei Bärenarten: der Asiatische Schwarzbär oder Kragenbär sowie der größere Braunbär. Braunbären können eine halbe Tonne wiegen und schneller laufen als Menschen. Jedes Jahr werden tausende Exemplare abgeschossen, durch die im Durchschnitt immer älter werdende Bevölkerung in Japan gibt es jedoch immer weniger Jäger.

S.Arnold--TNT

Empfohlen

Wegen Aufrufen zu Anschlägen auf Politiker: Anklage gegen Reichsbürger erhoben

Wegen der Veröffentlichung von Todeslisten mit Namen von Politikern hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen einen mutmaßlichen Reichsbürger erhoben. Der Beschuldigte habe mindestens seit Mai vergangenen Jahres im Darknet zu Anschlägen auf Menschen des öffentlichen Lebens, Politiker und Amtsträger aufgerufen, erklärte der Generalbundesanwalt am Mittwoch in Karlsruhe.

Mehr als drei Jahre Haft wegen Missbrauchs für Priester: Tat auf Oktoberfest

Das Landgericht München I hat in einem Missbrauchsprozess den katholischen Pater Piotr. M. am Mittwoch zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Er soll nach einem Oktoberfestbesuch zwei volltrunkene Jugendliche aus seiner Gemeinde zu vergewaltigen versucht haben, teilte ein Gerichtssprecher mit. Das Gericht verurteilte den Geistlichen wegen versuchten schweren sexuellen Missbrauchs widerstandsunfähiger Personen und dem Besitz jugendpornografischer Inhalte.

Mindestens 19 Afghanen vor türkischer Küste ertrunken

Bei einem Bootsunglück vor der türkischen Ägäisküste sind mindestens 19 Migranten aus Afghanistan ums Leben gekommen, darunter ein Baby. Die Küstenwache barg am Mittwoch nach eigenen Angaben 18 Leichen aus dem Wasser, ein weiterer Mensch starb später im Krankenhaus. 20 Insassen des Schlauchboots überlebten das Unglück. Ein weiterer Mensch wurde vermisst.

Millionenschaden: Kopf vom mutmaßlicher Betrügerbande in Düsseldorf festgenommen

In Nordhrein-Westfalen ist der Kopf einer mutmaßlichen Betrügerbande festgenommen worden, die mit Scheinfirmen einen Millionenschaden verursacht haben soll. Polizeibeamte nahmen den 42-Jährigen am Mittwoch an seiner privaten Wohnanschrift in Düsseldorf fest, wie das Polizeipräsidium Köln mitteilte. Im Großraum Düsseldorf sowie in Gelsenkirchen wurden außerdem zehn richterliche Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt.

Textgröße ändern: