The National Times - Mexikos Ex-Präsident Echeverría im Alter von 100 Jahren gestorben

Mexikos Ex-Präsident Echeverría im Alter von 100 Jahren gestorben


Mexikos Ex-Präsident Echeverría im Alter von 100 Jahren gestorben
Mexikos Ex-Präsident Echeverría im Alter von 100 Jahren gestorben / Foto: © AFP/Archiv

Der frühere President von Mexiko, Luis Echeverría, ist im Alter von 100 Jahren gestorben. Er verstarb am Freitag in der Stadt Cuernavaca, wie Präsident Andres Manuel López Obrador am Samstag in einem Kondolenzschreiben mitteilte. Echeverría, der von 1970 bis 1976 Präsident war, blieb vor allem wegen seiner Rolle bei der brutalen Niederschlagung von Studentenprotesten in Mexiko-Stadt in Erinnerung.

Textgröße ändern:

1968, kurz vor den Olympischen Spielen, waren im Tlatelolco-Bezirk der Hauptstadt rund 200 Demonstranten getötet worden. Echeverría war damals Innenminister und wurde beschuldigt, die Tötungen durch eine Sondereinheit der Polizei in Auftrag gegeben zu haben. Ähnliche Vorfälle gab es ebenfalls in Mexiko-Stadt in 1971, als er Präsident war.

Nach 1976 schlug der gelernte Anwalt Echeverría eine Diplomatenlaufbahn ein und wurde unter anderem Mexikos Botschafter bei der Unesco in Paris. Jahre später wurde ihm als erstem ehemaligen Präsidenten jemals in Mexiko der Prozess gemacht. Neben der Tötung der Demonstranten wurde ihm auch zur Last gelegt, an dem Verschwinden von zahlreichen Regierungskritikern zwischen 1960 und 1980 beteiligt gewesen zu sein.

Verurteilt wurde Echeverría jedoch nie. Im Jahr 2006 stellte die Justiz ihn vorübergehend unter Hausarrest, die Anklage wurde schließlich jedoch mangels Beweisen fallen gelassen.

S.Arnold--TNT

Empfohlen

Nach nur einer Woche: Trumps Pressesprecherin Zacharia muss gehen

Debakel für US-Präsident Donald Trump: Seine neue Pressesprecherin Katie Zacharia muss nur eine Woche nach ihrer Ernennung gehen. Trump sagte am Freitag in Washington, er habe Zacharia geraten, ihren Verbleib auf dem Posten zu "überdenken". Ein Mitarbeiter des Weißen Haus bestätigte danach auf AFP-Anfrage, dass sie ausscheidet. Die Juristin war wegen Falschangaben zu ihrem Lebenslauf unter Druck geraten.

Nach mutmaßlicher Prügelei: US-Rapper Sean "Diddy" Combs in kleineres Gefängnis verlegt

Der wegen Sexualstraftaten inhaftierte US-Rapper Sean "Diddy" Combs ist nach einer mutmaßlichen gewalttätigen Auseinandersetzung mit einem Mithäftling in ein kleineres Gefängnis verlegt worden. Der 56-Jährige wurde aus der Haftanstalt Fort Dix in New Jersey ins Allenwood Low Gefängnis im benachbarten Bundesstaat Pennsylvania verlegt, wie eine Sprecherin der US-Strafvollzugsbehörde am Freitag der Nachrichtenagentur AFP mitteilte.

Papst telefoniert mit Putin und fordert Waffenruhe im ukrainischen Oleschky

Der vor drei Tagen wegen Lungenkrebs operierte Papst Leo XIV. hat vom Krankenhaus aus mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefoniert und um eine Waffenruhe in der umkämpften ukrainischen Stadt Oleschky gebeten. Der Papst habe "zu einer Waffenruhe aufgerufen, um die Lieferung von Lebensmitteln und medizinischer Hilfe sowie die freiwillige und sichere Evakuierung der Zivilbevölkerung zu ermöglichen", teilte der Vatikan am Freitag mit.

Schusswaffenvorfall an US-Schule: Waffenlobby würdigt Einsatz von bewaffnetem Zeugen

Nach dem Schusswaffenvorfall mit vier Toten an einer Schule in Oregon hat die US-Waffenlobbyorganisation National Rifle Association (NRA) dem bewaffneten Augenzeugen Lob gezollt, der den Angreifer am Tatort erschossen hatte. "Die schreckliche Gewalttat, die sich gestern in Oregon zugetragen hat, zeigt einmal mehr, wie wichtig eine gesetzestreue, bewaffnete Bevölkerung ist", erklärte die NRA am Freitag im Onlinedienst X.

Textgröße ändern: