The National Times - Schwarmbeben um Ferieninsel Santorini durch Bewegung von Magma ausgelöst

Schwarmbeben um Ferieninsel Santorini durch Bewegung von Magma ausgelöst


Schwarmbeben um Ferieninsel Santorini durch Bewegung von Magma ausgelöst
Schwarmbeben um Ferieninsel Santorini durch Bewegung von Magma ausgelöst / Foto: © AFP/Archiv

Zehntausende Erdbeben, die zu Jahresbeginn die griechische Ferieninsel Santorini und Nachbarinseln erschütterten, sind durch eine Verlagerung von Magma in der Tiefe ausgelöst worden. Das berichtete ein Forschungsteam des Helmholtz-Zentrum für Geoforschung in Potsdam und des Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel am Mittwoch. Insgesamt registrierten die Wissenschaftler mehr als 28.000 Erdbeben.

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Etwa 300 Millionen Kubikmeter glutflüssiges Magma stiegen aus der tiefen Erdkruste hoch und kamen demnach in rund vier Kilometern Tiefe unter dem Ozeanboden zum Erliegen, berichteten die Experten in der Fachzeitschrift "Nature". Bei seinem Aufstieg durch die Erdkruste löste das Magma Schwarmbeben aus.

Im Januar und Februar wurde die im östlichen Mittelmeer liegende Insel Santorini von tausenden Erdstößen heimgesucht, welche die Bewohner und auch Touristen vorübergehend zur Flucht zwangen. Die Behörden riefen Anfang Februar einen einmonatigen Notstand aus, unter anderem wurden die Schulen geschlossen.

Mit Hilfe der Daten von Erdbebenstationen und Instrumenten am Ozeanboden an einem Unterwasservulkan sowie Künstlicher Intelligenz rekonstruierten die Forscher die damaligen Vorgänge. Die stärksten Erschütterungen hatten demnach eine Stärke von mehr als 5,0.

Das Ereignis bahnte sich demnach bereits im Juli 2024 an, als Magma in ein flaches Reservoir unter Santorini aufstieg. Dies führte zunächst zu einer kaum bemerkbaren Anhebung der Insel um wenige Zentimeter. Anfang Januar verstärkte sich die Erdbebenaktivität, ab Ende Januar begann dann der Aufstieg des Magmas aus der Tiefe, was von tausenden Erdbeben begleitet wurde. Infolge der Magmabewegung senkte sich die Insel wieder.

Santorini liegt in einer geologisch hoch aktiven Zone. Die gesamte Inselgruppe bildet den Rand der Kaldera, eines überwiegend unter der Meeresoberfläche liegenden Vulkankraters, entstanden durch einen gewaltigen Vulkanausbruch vor rund 3600 Jahren. Zuletzt gab es im Jahr 1950 mehrere Vulkanausbrüche bei Santorini.

S.Collins--TNT

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