The National Times - Busch-Versteck mit Kindern und Waffen: Die lange Flucht eines Vaters in Neuseeland

Busch-Versteck mit Kindern und Waffen: Die lange Flucht eines Vaters in Neuseeland


Busch-Versteck mit Kindern und Waffen: Die lange Flucht eines Vaters in Neuseeland
Busch-Versteck mit Kindern und Waffen: Die lange Flucht eines Vaters in Neuseeland / Foto: © NEW ZEALAND POLICE/AFP

Ein Versteck im Busch mit Waffen und Munition: Nach der Tötung eines Vaters durch die Polizei in Neuseeland haben die Ermittler erste Details zu der das ganze Land beschäftigenden Frage veröffentlicht, wie sich Tom Phillips fast vier Jahre lang mit seinen drei Kindern dem Zugriff der Polizei entziehen konnte. Der Mann war am Montag bei einem Einbruchsversuch von der Polizei erschossen worden.

Textgröße ändern:

Ungefähr zwei Kilometer vom Schießerei-Ort entfernt wurde das Versteck des Mannes und seiner Kinder im Alter von neun, zehn und zwölf Jahren gefunden, die inzwischen unverletzt in der Obhut der Behörden sind. Es habe "im tiefen Busch" gelegen, "ein für niemanden leicht zu findender Ort", sagte am Dienstag Polizeichef Richard Chambers. In dem Camp habe der Vater unter anderem Schusswaffen und Munition gelagert.

Über das Gelände verstreut lagen ein Treibstoffkanister, Ersatzreifen und leere Flaschen, wie von der Polizei veröffentlichte Fotos zeigen. Es gab jedoch auch kleine Luxusartikel, darunter Dosen mit Erfrischungsgetränken. Fortbewegt haben sich die vier mit zwei roten Quads.

"Phillips und seine Kinder waren sehr mobil und zogen häufig um", sagte Chambers. Die Mobilität der Familie habe es für die Behörden zu einer "Herausforderung" gemacht, sie zu finden. Außerdem seien die Behörden mit großer Vorsicht vorgegangen, da sie wussten, dass der Mann bewaffnet und gefährlich war.

"Wir haben uns vier Jahre Zeit genommen, um zu überlegen, wie wir am besten mit der Situation umgehen", sagte Chambers. Die Polizei habe die Situation friedlich beenden wollen. Dies sei aber schwierig gewesen angesichts der Tatsache, dass Phillips bewaffnet und "sehr motiviert" gewesen sei.

Tom Phillips war im Dezember 2021 nach einem Streit mit seiner Ex-Partnerin mit den drei Kindern untergetaucht. Ihr Verschwinden hielt seitdem das ganze Land in Atem. Phillips konnte jahrelang nicht gefasst werden, obwohl er mehrfach gesichtet wurde. Am Montag wurde die Polizei dann zu einem Einbruch gerufen, der flüchtende Täter schoss auf die Beamten, die daraufhin das Feuer eröffneten. Später stellte sich heraus, dass der Einbrecher Phillips war.

Nach Angaben der Polizei hatte Phillips bei dem Einbruchsversuch am Montag eines seiner Kinder bei sich. Es blieb bei dem Schusswechsel unverletzt und wurde in Obhut genommen. Nach den zwei Geschwistern suchte die Polizei stundenlang mit einem Großaufgebot, erst am späten Nachmittag wurden sie in dem Versteck im Wald gefunden.

Die Mutter der drei Kinder, die als Cat bekannt ist, zeigte sich erleichtert, ihre Kinder wiederzubekommen. "Sie wurden fast vier Jahre lang jeden Tag schmerzlich vermisst, und wir freuen uns darauf, sie mit Liebe und Fürsorge wieder zu Hause willkommen zu heißen", sagte sie dem Sender RNZ.

A.Parker--TNT

Empfohlen

Papst kritisiert Sterbehilfe: "Nicht alles, was legal ist, ist moralisch"

Papst Leo XIV. hat die in Frankreich vor kurzem legalisierte Sterbehilfe scharf kritisiert. "Es ist unmöglich, das Herbeiführen des Todes als normal anzusehen", sagte der Papst am Sonntag bei einer Begegnung mit kranken und behinderten Menschen im Pilgerort Lourdes. "Nicht alles, was legal ist, ist auch moralisch vertretbar", fügte er hinzu. Die Medizin dürfe sich niemals zum Gehilfen eines programmierten Todes machen.

Reisebus kommt von Autobahn ab: Zwei Tote und mehrere Schwerverletzte in Bayern

Bei einem Unfall mit einem Reisebus auf der Autobahn 96 in Oberbayern sind zwei Passagiere getötet und mehrere weitere schwer verletzt worden. Das mit 35 Menschen besetzte Fahrzeug kam am Sonntagmorgen bei Landsberg am Lech von der Autobahn ab und kippte auf die Seite, wie die Polizei in Ingolstadt mitteilte. Gegen den 40-jährigen Busfahrer wurde ein Verfahren wegen des Verdachts fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr eingeleitet.

Tödliche Attacke auf Frau in Hessen: Ehemann nach Großfahndung gefasst

Im hessischen Obertshausen ist eine 51-Jährige bei einer mutmaßlich von ihrem Ehemann verübten Attacke tödlich verletzt worden. Einsatzkräfte nahmen den zunächst flüchtigen 57-Jährigen noch in der Nacht zu Sonntag nach einer Großfahndung im nahegelegenen Klein-Krotzenburg fest, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Offenbach mitteilten. Er leistete demnach keinen Widerstand.

Papst Leo XIV. in Frankreich: Große Messen und Gespräch mit Missbrauchsopfern

Messfeiern im Großformat und persönliche Treffen mit Missbrauchsopfern: Papst Leo XIV. hat bei seinem Besuch in Frankreich viel Zuspruch erhalten und zugleich Missstände innerhalb der katholischen Kirche thematisiert. Nach einem begeisterten Empfang des Papstes in Paris, wo am Samstag 800.000 Menschen zu einer Messe auf der Place de la Concorde und den Champs-Elysées kamen, sprach Leo XIV. am Sonntag im Pilgerort Lourdes die "schmerzhafte Wunde" des Missbrauchs in Pfarreien und katholischen Schulen an.

Textgröße ändern: