The National Times - Lebenslang für schwedischen Dschihadisten Krayem wegen grausamen Mordes an Piloten

Lebenslang für schwedischen Dschihadisten Krayem wegen grausamen Mordes an Piloten


Lebenslang für schwedischen Dschihadisten Krayem wegen grausamen Mordes an Piloten

Es war eine grauenerregende Tat der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS): Nach dem Absturz eines jordanischen Armeeflugzeugs in Syrien Ende 2014 wurde dessen Pilot in einem Käfig bei lebendigem Leibe verbrannt. In Schweden ist der Dschihadist Osama Krayem am Donnerstag wegen seiner Beteiligung an der Tat nun zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er hatte bereits wegen seiner Mitwirkung an den islamistischen Anschlägen von Paris und Belgien lebenslange Gefängnisstrafen bekommen.

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Krayem sei bei der Exekution des jordanischen Piloten durch die IS-Miliz vor Ort gewesen, er habe Uniform getragen, sei bewaffnet gewesen und habe sich zudem filmen lassen, erklärte die Richterin Anna Liljenberg Gullesjö laut einer Mitteilung des Stockholmer Gerichts.

Ein Video von der Tat zeige zwar, dass ein weiterer Mann das Feuer angezündet habe, "das den Tod des jordanischen Piloten unmittelbar verursacht hat". Aber die "Handlungen des Angeklagten trugen so wesentlich zum Tod des Opfers bei, dass er als Täter betrachtet werden sollte", fügte die Richterin hinzu. Krayem sei dafür verantwortlich gewesen, das Opfer "vor und während der Hinrichtung zu bewachen" und den Piloten zu dem Käfig zu bringen.

Die Maschine des jordanischen Luftwaffenpiloten war im Dezember 2014 in Syrien nahe der damals vom IS kontrollierten Stadt Rakka abgestürzt. Der Pilot wurde von den Dschihadisten gefangen genommen, IS-Kämpfer sperrten ihn in einen Käfig und verbrannten ihn bei lebendigem Leib. Am 3. Februar 2015 veröffentlichte der IS ein 22-minütiges und mit religiösen Gesängen unterlegtes Propagandavideo der grauenerregenden Exekution im Internet. Der genaue Zeitpunkt der Tat konnte nicht ermittelt werden.

Das Gericht sprach den Angehörigen des ermordeten Piloten nun Schadenersatz in Höhe von jeweils 80.000 Kronen (rund 7000 Euro) zu. Der Bruder des Opfers war für den Prozess nach Schweden gereist und hatte als Zeuge ausgesagt. Sein Anwalt hatte angeführt, dass Krayem vor Gericht weder Anteilnahme noch Reue gezeigt habe.

Der 32-jährige Islamist hatte dem Prozess schweigend beigewohnt. Krayems Anwältin hatte argumentiert, der Angeklagte sei nur etwa 15 bis 20 Minuten am Ort der Hinrichtung gewesen und habe erst erfahren, was passieren würde, als die Kameras angingen.

Der Prozess gegen ihn war Ende Juni mit einer Schuldspruch wegen Terrorismus und der Ausübung eines schweren Kriegsverbrechens zu Ende gegangen.

Der aus Malmö in Südschweden stammende Krayem hatte sich 2014 dem IS in Syrien angeschlossen. Wegen Beteiligung an der Planung der islamistischen Anschläge in Paris mit 130 Todesopfern im Jahr 2015 wurde er in Frankreich zu 30 Jahren Haft verurteilt. Ein belgisches Gericht verurteilte ihn zudem wegen Beteiligung an den islamistisch motivierten Bombenanschlägen in Brüssel mit 32 Todesopfern im Jahr 2016 zu lebenslanger Haft.

Krayem war im März von Frankreich nach Schweden ausgeliefert worden, damit die Behörden dort ermitteln und den Prozess abhalten konnten. Der Dschihadist muss spätestens bis zum 27. Dezember wieder an Frankreich übergeben werden, wie das Stockholmer Gericht erklärte.

P.Jones--TNT

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