The National Times - Schleswig-Holstein: Jugendlicher wegen islamistischer Anschlagspläne verurteilt

Schleswig-Holstein: Jugendlicher wegen islamistischer Anschlagspläne verurteilt


Schleswig-Holstein: Jugendlicher wegen islamistischer Anschlagspläne verurteilt
Schleswig-Holstein: Jugendlicher wegen islamistischer Anschlagspläne verurteilt / Foto: © AFP/Archiv

Das Landgericht im schleswig-holsteinischen Itzehoe hat einen Jugendlichen wegen der Planung eines islamistisch motivierten Anschlags verurteilt. Der Angeklagte wurde am Mittwoch in einem nichtöffentlichen Prozess wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, Verabredung zum Mord und Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen schuldig gesprochen, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte.

Textgröße ändern:

Sobald das Urteil rechtskräftig ist, muss der Angeklagte für zwei Jahre in eine sozialpädagogisch und -therapeutisch betreute Wohneinrichtung oder Wohngruppe einziehen sowie ein Anti-Aggressions-Training absolvieren und sich bei einer auf radikal-islamistischen Extremismus spezialisierten Beratungsstelle anmelden. Es handelt sich nach Gerichtsangaben um im Jugendstrafrecht vorgesehene Erziehungsmaßregeln.

Der damals 17-Jährige wurde im vergangenen November in Elmshorn festgenommen. Nach früheren Angaben der Staatsanwaltschaft ermittelten Staatsschützer des Landeskriminalamts Schleswig-Holstein gegen den Jugendlichen und stellten eine "erhebliche Radikalisierung" bei ihm fest. Seine islamistisch extremistische Einstellung mündete schließlich in "hinreichend konkreten Anschlagsplänen", wie es damals hieß. Details wurden nicht bekanntgegebenen, auch nicht vom Gericht.

L.A.Adams--TNT

Empfohlen

Deutsche Bischöfe beraten nach Landeswahlen über Demokratie in Deutschland

Im hessischen Fulda beginnt am Montag (14.30 Uhr) die viertägige Herbstvollversammlung der katholischen Deutschen Bischofskonferenz. Die mehr als 60 Bischöfe und Weihbischöfe beraten dort nach den zurückliegenden Landeswahlen auch über die Demokratie in Deutschland. Der Konferenzvorsitzende Heiner Wilmer aus Münster warnte vor den Urnengängen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin vor einer Wahl der AfD gewählt - diese gewann aber in den beiden Flächenländern.

Bundesverfassungsgericht wird 75 Jahre alt - Festakt mit Steinmeier und Merz

Zum 75. Jubiläum des Bundesverfassungsgerichts findet am Montag (11.00 Uhr) in Karlsruhe ein Festakt statt. Dazu werden in der Stadthalle neben Gerichtspräsident Stephan Harbarth und Vizepräsidentin Ann-Katrin Kaufhold auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erwartet. Die Stadt beteiligt sich außerdem mit Kunstaktionen auf dem Platz der Grundrechte in der Nähe des Gerichtsgebäudes.

Papst Leo XIV. sichert Missbrauchsopfern bei Treffen seinen Einsatz zu

Papst Leo XIV. hat Opfern sexueller Gewalt in der Kirche seinen Einsatz zugesagt, um weitere Fälle zu verhindern. Der Papst wolle mit ihnen zusammenarbeiten und "alles tun, damit das Unrecht, das sie erlitten haben, sich für andere nicht wiederholt", teilte der Vatikan am Sonntagabend mit.

Papst kritisiert Sterbehilfe: "Nicht alles, was legal ist, ist moralisch"

Papst Leo XIV. hat die in Frankreich vor kurzem legalisierte Sterbehilfe scharf kritisiert. "Es ist unmöglich, das Herbeiführen des Todes als normal anzusehen", sagte der Papst am Sonntag bei einer Begegnung mit kranken und behinderten Menschen im Pilgerort Lourdes. "Nicht alles, was legal ist, ist auch moralisch vertretbar", fügte er hinzu. Die Medizin dürfe sich niemals zum Gehilfen eines programmierten Todes machen.

Textgröße ändern: