The National Times - Medienberichte: Trumps Name erscheint in Epstein-Ermittlungsakten

Medienberichte: Trumps Name erscheint in Epstein-Ermittlungsakten


Medienberichte: Trumps Name erscheint in Epstein-Ermittlungsakten
Medienberichte: Trumps Name erscheint in Epstein-Ermittlungsakten / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

US-Präsident Donald Trump wird immer wieder mit seiner früheren Freundschaft zu dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein konfrontiert: Der Name von Trump soll nach Medienberichten mehrfach in den Ermittlungsakten zu dem 2019 gestorbenen Epstein vorkommen, wie das "Wall Street Journal" (WSJ) am Mittwoch berichtete. Das Justizministerium habe Trump bereits im Mai darüber informiert, berichtete das Blatt.

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Justizministerin Pam Bondi habe dem Präsidenten zugleich versichert, dass keine weiteren Dokumente zu dem Fall veröffentlicht werden sollten. Bondi begründete dies demnach mit kinderpornografischem Material in den Epstein-Akten sowie dem Persönlichkeitsschutz der Opfer.

Die bloße Nennung von Trumps Namen in den Ermittlungsakten sei noch kein Hinweis auf ein Fehlverhalten des späteren US-Präsidenten, betonte die Zeitung. Auch in früher veröffentlichten Dokumenten wurde Trump genannt, juristische Folgen hatte dies nicht.

Das "Wall Street Journal" hatte in der vergangenen Woche auch berichtet, dass Trump Epstein 2003 einen anzüglichen Geburtstagsgruß zu dessen 50. Geburtstag geschrieben habe - samt einer Skizze einer nackten Frau und Trumps Unterschrift, die deren Schamhaar markierte. "Alles Gute zum Geburtstag - und dass jeder Tag ein weiteres wundervolles Geheimnis sein möge", lautete demnach Trumps Geburtstagswunsch.

Trump bezeichnete den Gruß als "gefälscht". Er zeichne keine Frauen, sagte er. Der US-Präsident verklagte die Zeitung umgehend auf mindestens zehn Milliarden Dollar (rund 8,6 Milliarden Euro) Schadenersatz. Die Zeitung wurde zudem von der Begleitung des US-Präsidenten bei dessen ab Freitag anstehenden Schottlandbesuch ausgeschlossen.

Viele Trump-Anhänger hatten sich zuletzt empört geäußert, weil dessen Regierung ein Versprechen nicht eingehalten hat: Sie wollte Licht in den Skandal um den US-Milliardär Epstein bringen, der 2019 erhängt in seiner Gefängniszelle in New York aufgefunden worden war. Dem Investmentbanker wurde vorgeworfen, zahlreiche Minderjährige und junge Frauen missbraucht und an Prominente für sexuelle Handlungen weitergereicht zu haben.

Über Jahre hinweg hatten Trump und sein Team den Vorwurf erhoben, dass die demokratische Elite in Epsteins Verbrechen und womöglich sogar in seinen Tod verwickelt gewesen sei. Eine geheime "Kundenliste", die Justizministerin Bondi nach eigener Aussage kurz nach ihrem Amtsantritt auf ihrem Tisch hatte, soll nun aber doch nicht existieren. Auch ist der Trump-Regierung zufolge offiziell von einem Suizid Epsteins auszugehen.

Trumps Rolle in der Affäre wirft auch wegen früherer Aussagen von ihm Fragen auf. Trump hatte seinen damaligen Nachbarn Epstein 2002 noch als "tollen Typen" bezeichnet und gesagt, dieser möge "schöne Frauen genauso wie ich, und viele von ihnen sind eher jung". Der Name Trumps erscheint damals zudem auf Passagierlisten von Epsteins Privatjet.

Trump war ein langjähriger Bekannter Epsteins. In den 90er waren beide Nachbarn in Florida, wo Trump seine Luxusresidenz Mar-a-Lago hat. Der Sender CNN veröffentlichte kürzlich Fotos, auf denen Epstein auf Trumps zweiter Hochzeit mit der Sängerin Marla Maples im Jahr 1993 zu sehen ist.

Die ehemalige Begleiterin Epsteins, Stacey Williams, beschuldigte Trump nach einem Bericht der "New York Times", sie bei einem Besuch im Trump Tower 1993 an Brust und Po begrapscht und "wie eine Krake" an der Taille umschlungen zu haben. Trump weist dies zurück.

Trump und Epstein sollen sich 2004 überworfen haben, nachdem beide an derselben Immobilie in Palm Beach Interesse gehabt hatten, die Trump schließlich kaufte. Wenig später begannen Ermittlungen der Justiz gegen Epstein.

Ein US-Bundesgericht in Florida wies unterdessen den Antrag des Justizministeriums zurück, Geschworenenprotokolle zu dem Fall zu veröffentlichen. Mit dem Antrag hatte die Regierung enttäuschte Trump-Anhänger beruhigen wollen. Entscheidungen weiterer Gerichte stehen laut CNN noch aus.

L.A.Adams--TNT

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