The National Times - Transmann in Hongkong mit Klage gegen Gesetz zu öffentlichen Toiletten erfolgreich

Transmann in Hongkong mit Klage gegen Gesetz zu öffentlichen Toiletten erfolgreich


Transmann in Hongkong mit Klage gegen Gesetz zu öffentlichen Toiletten erfolgreich
Transmann in Hongkong mit Klage gegen Gesetz zu öffentlichen Toiletten erfolgreich / Foto: © AFP

Ein Transmann ist in Hongkong mit einer Klage gegen das Gesetz zur Benutzung öffentlicher Toiletten erfolgreich gewesen. Ein am Mittwoch verkündetes Urteil des High Courts der Finanzmetropole gab dem Kläger recht: Richter Russell Coleman hob zwei Bestimmungen der städtischen Vorgaben auf, die das Betreten öffentlicher Toiletten, die für das andere Geschlecht bestimmt sind, unter Strafe stellten.

Textgröße ändern:

Geklagt hatte ein Transmann, der sich einer Hormonbehandlung unterzog, jedoch noch keine geschlechtsangleichende Operation hatte vornehmen lassen. Er war von seinen Ärzten ermutigt worden, öffentliche Männertoiletten zu benutzen. Sein Personalausweis wies ihn jedoch noch als Frau aus, was bedeutete, dass er nach den geltenden Vorschriften mit einer Geldstrafe von bis zu 2.000 Hongkong-Dollar (217 Euro) belegt werden konnte.

Dem Urteil zufolge erfordert es die Behandlung des Klägers, seiner Geschlechtsidentität entsprechende "Erfahrungen im echten Leben" zu machen - einschließlich der Benutzung öffentlicher Toiletten. "Viele Trans-Personen entscheiden sich dafür, öffentliche Toiletten überhaupt nicht zu benutzen, weil sie Angst haben, belästigt zu werden", erklärte Richter Coleman.

Transgender-Aktivisten in der Finanzmetropole Hongkong hatten in den vergangenen zehn Jahren bereits mehrere Siege vor den Gerichten der Stadt errungen. 2023 entschied das Oberste Gericht, dass es verfassungswidrig sei, eine vollständige geschlechtsangleichende Operation von einem Menschen zu verlangen, bevor der "Geschlechtseintrag" auf ihrem Personalausweis geändert werden kann.

S.Clarke--TNT

Empfohlen

Deutsche Bischöfe beraten nach Landeswahlen über Demokratie in Deutschland

Im hessischen Fulda beginnt am Montag (14.30 Uhr) die viertägige Herbstvollversammlung der katholischen Deutschen Bischofskonferenz. Die mehr als 60 Bischöfe und Weihbischöfe beraten dort nach den zurückliegenden Landeswahlen auch über die Demokratie in Deutschland. Der Konferenzvorsitzende Heiner Wilmer aus Münster warnte vor den Urnengängen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin vor einer Wahl der AfD gewählt - diese gewann aber in den beiden Flächenländern.

Bundesverfassungsgericht wird 75 Jahre alt - Festakt mit Steinmeier und Merz

Zum 75. Jubiläum des Bundesverfassungsgerichts findet am Montag (11.00 Uhr) in Karlsruhe ein Festakt statt. Dazu werden in der Stadthalle neben Gerichtspräsident Stephan Harbarth und Vizepräsidentin Ann-Katrin Kaufhold auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erwartet. Die Stadt beteiligt sich außerdem mit Kunstaktionen auf dem Platz der Grundrechte in der Nähe des Gerichtsgebäudes.

Papst Leo XIV. sichert Missbrauchsopfern bei Treffen seinen Einsatz zu

Papst Leo XIV. hat Opfern sexueller Gewalt in der Kirche seinen Einsatz zugesagt, um weitere Fälle zu verhindern. Der Papst wolle mit ihnen zusammenarbeiten und "alles tun, damit das Unrecht, das sie erlitten haben, sich für andere nicht wiederholt", teilte der Vatikan am Sonntagabend mit.

Papst kritisiert Sterbehilfe: "Nicht alles, was legal ist, ist moralisch"

Papst Leo XIV. hat die in Frankreich vor kurzem legalisierte Sterbehilfe scharf kritisiert. "Es ist unmöglich, das Herbeiführen des Todes als normal anzusehen", sagte der Papst am Sonntag bei einer Begegnung mit kranken und behinderten Menschen im Pilgerort Lourdes. "Nicht alles, was legal ist, ist auch moralisch vertretbar", fügte er hinzu. Die Medizin dürfe sich niemals zum Gehilfen eines programmierten Todes machen.

Textgröße ändern: