The National Times - Sexskandal unter Mönchen erschüttert Thailand

Sexskandal unter Mönchen erschüttert Thailand


Sexskandal unter Mönchen erschüttert Thailand
Sexskandal unter Mönchen erschüttert Thailand / Foto: © AFP/Archiv

Die Verehrung der buddhistischen Mönche in ihren safranfarbenen Roben ist tief in der thailändischen Gesellschaft verwurzelt - doch ein Sexskandal lässt nun viele Gläubige zweifeln: Die Polizei hat eine Frau verhaftet, die mit mindestens elf Mönchen unter Verstoß gegen deren Zölibatsgelübde ins Bett gegangen sein soll. Anschließend soll die Frau die Männer mit heimlich aufgenommenen Fotos der Stelldicheins um eine Millionensumme erpresst haben.

Textgröße ändern:

Die Mönche sollen ersten Ermittlungen zufolge ihrer Erpresserin umgerechnet gut zehn Millionen Euro gezahlt haben. Das Geld kam aus Klosterkassen, es handelte sich um Spenden von Gläubigen, die damit unter anderem ihre Reinkarnations-Chancen erhöhen wollten.

Der Skandal löste in ganz Thailand Empörung aus: "Ich bin nicht mehr so religiös wie vorher", sagte etwa der 33-jährige Motorrad-Taxifahrer Mongkol Sudathip der Nachrichtenagentur AFP. "Ich habe nicht mehr vollen Respekt davor."

Auch König Maha Vajiralongkorn sah sich zum Handeln gezwungen. Er nahm die Einladung von mehr als 80 Mönchen zu den bevorstehenden Feierlichkeiten zu seinem 73. Geburtstag nicht an. Der Monarch begründete dies mit "unangemessenem Verhalten, das in der thailändischen Bevölkerung emotionale Belastungen verursacht hat".

Den überführten elf Mönchen wurde ihr Status entzogen. Das Nationale Büro für Buddhismus des Königreichs kündigte an, mit einer umfassenden polizeilichen Untersuchung des Skandals "das öffentliche Vertrauen wiederherstellen" zu wollen.

S.Lee--TNT

Empfohlen

Deutsche Bischöfe beraten nach Landeswahlen über Demokratie in Deutschland

Im hessischen Fulda beginnt am Montag (14.30 Uhr) die viertägige Herbstvollversammlung der katholischen Deutschen Bischofskonferenz. Die mehr als 60 Bischöfe und Weihbischöfe beraten dort nach den zurückliegenden Landeswahlen auch über die Demokratie in Deutschland. Der Konferenzvorsitzende Heiner Wilmer aus Münster warnte vor den Urnengängen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin vor einer Wahl der AfD gewählt - diese gewann aber in den beiden Flächenländern.

Bundesverfassungsgericht wird 75 Jahre alt - Festakt mit Steinmeier und Merz

Zum 75. Jubiläum des Bundesverfassungsgerichts findet am Montag (11.00 Uhr) in Karlsruhe ein Festakt statt. Dazu werden in der Stadthalle neben Gerichtspräsident Stephan Harbarth und Vizepräsidentin Ann-Katrin Kaufhold auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erwartet. Die Stadt beteiligt sich außerdem mit Kunstaktionen auf dem Platz der Grundrechte in der Nähe des Gerichtsgebäudes.

Papst Leo XIV. sichert Missbrauchsopfern bei Treffen seinen Einsatz zu

Papst Leo XIV. hat Opfern sexueller Gewalt in der Kirche seinen Einsatz zugesagt, um weitere Fälle zu verhindern. Der Papst wolle mit ihnen zusammenarbeiten und "alles tun, damit das Unrecht, das sie erlitten haben, sich für andere nicht wiederholt", teilte der Vatikan am Sonntagabend mit.

Papst kritisiert Sterbehilfe: "Nicht alles, was legal ist, ist moralisch"

Papst Leo XIV. hat die in Frankreich vor kurzem legalisierte Sterbehilfe scharf kritisiert. "Es ist unmöglich, das Herbeiführen des Todes als normal anzusehen", sagte der Papst am Sonntag bei einer Begegnung mit kranken und behinderten Menschen im Pilgerort Lourdes. "Nicht alles, was legal ist, ist auch moralisch vertretbar", fügte er hinzu. Die Medizin dürfe sich niemals zum Gehilfen eines programmierten Todes machen.

Textgröße ändern: