The National Times - Frankreichs Justiz ermittelt gegen Mbappé wegen Verdachts auf Schwarzarbeit

Frankreichs Justiz ermittelt gegen Mbappé wegen Verdachts auf Schwarzarbeit


Frankreichs Justiz ermittelt gegen Mbappé wegen Verdachts auf Schwarzarbeit
Frankreichs Justiz ermittelt gegen Mbappé wegen Verdachts auf Schwarzarbeit / Foto: © AFP/Archiv

Die französische Justiz hat Ermittlungen gegen den Fußballstar Kylian Mbappé aufgenommen, weil er Polizisten für die Begleitung bei privaten Reisen schwarz bezahlt haben soll. Es gehe um "finanzielle Transaktionen zugunsten von fünf Polizeibeamten", erklärte die Staatsanwaltschaft am Freitag. Mbappé weist die Vorwürfe zurück. Ein Fußballspieler habe das Recht, Menschen seinen Dank auszudrücken, die im Hintergrund für ihn arbeiten, hieß es in seinem Umfeld.

Textgröße ändern:

Die Ermittlungen betreffen den Verdacht auf Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung, betonte die Staatsanwaltschaft. Nach einem Bericht der Investigativ-Zeitung "Le Canard enchaîné" hatte Mbappé mehrere Polizeibeamte und Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes per Scheck dafür bezahlt, dass sie ihn auf privaten Reisen innerhalb Frankreichs und nach Kamerun begleiteten.

Im Umfeld Mbappés hieß es, der Fußballspieler habe seine Prämien für Einsätze für die Nationalmannschaft regelmäßig gespendet, an Wohltätigkeitsorganisationen, aber auch an die Sicherheitskräfte, welche das französische Team begleiten. "Alles geschah im Einklang mit den Regeln und im Geist des Gesetzes, das einem Spieler erlaubt, seine Dankbarkeit gegenüber jenen zu zeigen, die im Hintergrund arbeiten".

Laut "Le Canard Enchaîné" soll der ranghöchste der betroffenen Polizeibeamten sich im Herbst einer Disziplinarkommission stellen und das Geld zurückzahlen, das mutmaßlich auf illegale Weise an ihn gezahlt worden sei.

Der Fußballer zählt zu den weltweit am besten bezahlten Spielern. Er war nach sieben Jahren bei dem Verein Paris Saint-Germain unlängst zu Real Madrid gewechselt.

Ende 2024 hatte die schwedische Justiz aus Mangel an Beweisen Ermittlungen wegen einer mutmaßlichen Vergewaltigung eingestellt, die nach Medienberichten gegen Mbappé gerichtet waren. Dies Justiz hatte nie bestätigt, dass es um den Fußballer ging.

B.Scott--TNT

Empfohlen

Deutsche Bischöfe beraten nach Landeswahlen über Demokratie in Deutschland

Im hessischen Fulda beginnt am Montag (14.30 Uhr) die viertägige Herbstvollversammlung der katholischen Deutschen Bischofskonferenz. Die mehr als 60 Bischöfe und Weihbischöfe beraten dort nach den zurückliegenden Landeswahlen auch über die Demokratie in Deutschland. Der Konferenzvorsitzende Heiner Wilmer aus Münster warnte vor den Urnengängen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin vor einer Wahl der AfD gewählt - diese gewann aber in den beiden Flächenländern.

Bundesverfassungsgericht wird 75 Jahre alt - Festakt mit Steinmeier und Merz

Zum 75. Jubiläum des Bundesverfassungsgerichts findet am Montag (11.00 Uhr) in Karlsruhe ein Festakt statt. Dazu werden in der Stadthalle neben Gerichtspräsident Stephan Harbarth und Vizepräsidentin Ann-Katrin Kaufhold auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erwartet. Die Stadt beteiligt sich außerdem mit Kunstaktionen auf dem Platz der Grundrechte in der Nähe des Gerichtsgebäudes.

Papst Leo XIV. sichert Missbrauchsopfern bei Treffen seinen Einsatz zu

Papst Leo XIV. hat Opfern sexueller Gewalt in der Kirche seinen Einsatz zugesagt, um weitere Fälle zu verhindern. Der Papst wolle mit ihnen zusammenarbeiten und "alles tun, damit das Unrecht, das sie erlitten haben, sich für andere nicht wiederholt", teilte der Vatikan am Sonntagabend mit.

Papst kritisiert Sterbehilfe: "Nicht alles, was legal ist, ist moralisch"

Papst Leo XIV. hat die in Frankreich vor kurzem legalisierte Sterbehilfe scharf kritisiert. "Es ist unmöglich, das Herbeiführen des Todes als normal anzusehen", sagte der Papst am Sonntag bei einer Begegnung mit kranken und behinderten Menschen im Pilgerort Lourdes. "Nicht alles, was legal ist, ist auch moralisch vertretbar", fügte er hinzu. Die Medizin dürfe sich niemals zum Gehilfen eines programmierten Todes machen.

Textgröße ändern: