The National Times - Sechs Menschen bei Angriff auf Schulbus in Pakistan getötet

Sechs Menschen bei Angriff auf Schulbus in Pakistan getötet


Sechs Menschen bei Angriff auf Schulbus in Pakistan getötet
Sechs Menschen bei Angriff auf Schulbus in Pakistan getötet / Foto: © AFP

Bei einem Angriff auf einen Schulbus in Pakistan sind sechs Menschen getötet worden, unter ihnen vier Kinder. Auch der Busfahrer und ein weiterer Mitarbeiter des Verkehrsunternehmens wurden getötet, wie der Chef der Provinzregierung in Baluchistan, Sarfraz Bugti, am Mittwoch mitteilte. Polizeiangaben zufolge wurden mehr als 20 Menschen verletzt.

Textgröße ändern:

Bei dem Angriff auf den Bus mit Kindern einer vom Militär geführten Schule handele es sich ersten Erkenntnissen zufolge um einen Selbstmordanschlag, sagte ein Mitglied der örtlichen Regierung der Nachrichtenagentur AFP.

Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand. Premierminister Shehbaz Sharif beschuldigte Indien, den Angriff unterstützt zu haben. "Terroristen, die unter indischem Schutz handeln, um unschuldige Kinder in einem Schulbus anzugreifen, sind ein eindeutiger Beweis für ihre Feindseligkeit", erklärte er Sharif unter Bezug auf den Erzrivalen.

Auch die pakistanische Armee beschuldigte das verfeindete Nachbarland, den Angriff auf den Schulbus "geplant und ausgeführt" zu haben. Der pakistanische Innenminister Mohsin Naqvi sprach den Familien der Opfer sein Beileid aus. "Bestien, die unschuldige Kinder angreifen, verdienen keine Gnade", erklärte Naqvi.

Baluchistan liegt im Südwesten Pakistans an der Grenze zu Afghanistan und dem Iran und ist die ärmste Provinz des Landes. Seit Jahrzehnten kämpfen dort separatistische Milizen gegen die Sicherheitskräfte, auch Islamisten wie die pakistanischen Taliban sind aktiv.

Die Beziehungen zwischen Indien und Pakistan befinden sich nach der jüngsten Eskalation im Kaschmir-Konflikt derzeit auf einem Tiefpunkt. Der seit Jahrzehnten andauernde Konflikt war Ende April nach einem Anschlag mit 26 Toten auf indische Touristen im indisch kontrollierten Teil der Himalaya-Region wieder aufgeflammt. Bei gegenseitigen Angriffen wurden Anfang Mai etwa 70 Menschen getötet. Seit dem 10. Mai gilt eine Waffenruhe.

T.Ward--TNT

Empfohlen

Papst nach viertägigem Frankreich-Besuch nach Rom aufgebrochen

Papst Leo XIV. hat seinen viertägigen Frankreich-Besuch beendet und ist am Abend in Richtung Rom abgereist. Am Flughafen der Stadt Metz wurde er vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron verabschiedet, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP. "Wir sind traurig, dass er geht, aber froh, dass alles gut verlaufen ist", sagte Macron.

Haftstrafen für drei Ägypter nach Mord an italienischem Studenten in Kairo

Rund zehn Jahre nach der Tötung des italienischen Studenten Giulio Regeni in Ägypten hat ein Gericht in Rom Haftstrafen gegen drei ägyptische Sicherheitsbeamte wegen der Entführung des damals 28-Jährigen verhängt. Die drei Männer wurden in Abwesenheit zu jeweils zehn Jahren Haft verurteilt, von den Mordvorwürfen aber freigesprochen, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP am Montag. Einen kompletten Freispruch gab es für einen vierten Angeklagten.

Papst beendet Frankreich-Reise mit Aufruf zu "kreativen" Friedensbemühen

Zum Abschluss seines Frankreich-Besuchs hat Papst Leo XIV. die Europäer eindringlich zu Friedensanstrengungen aufgerufen. Es sei notwendig, "Mut bei den Verhandlungen zu zeigen und bereit zu sein, bestimmte Positionen für das übergeordnete Wohl des Friedens aufzugeben", sagte der Papst am Montag in Metz im Beisein von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Ohne den Ukraine-Krieg ausdrücklich zu nennen, beklagte er ein "sinnloses Gemetzel, das jeden Tag unzählige zivile Opfer fordert".

Dutzende Tote bei Angriff der myanmarischen Armee auf Markt im Bundesstaat Rakhine

Bei einem Luftangriff der myanmarischen Armee auf einen Markt im Bundesstaat Rakhine sind nach Angaben der Rebellenorganisation Arakan-Armee mindestens 33 Menschen getötet und 36 weitere verletzt worden. Der Angriff habe sich am Montagmittag (Ortszeit) in der Stadt Kyauktaw ereignet und einen Markt und eine angrenzende Brücke zum Ziel gehabt, berichteten die Rebellen. Ihnen zufolge könnte die Zahl der Toten noch steigen.

Textgröße ändern: