The National Times - 16 Festnahmen bei großangelegter Drogenrazzia in mehreren US-Bundesstaaten

16 Festnahmen bei großangelegter Drogenrazzia in mehreren US-Bundesstaaten


16 Festnahmen bei großangelegter Drogenrazzia in mehreren US-Bundesstaaten
16 Festnahmen bei großangelegter Drogenrazzia in mehreren US-Bundesstaaten / Foto: © GETTY IMAGES/AFP

Bei einer großangelegten Drogenrazzia im Westen der USA sind 16 Verdächtige festgenommen und drei Millionen Tabletten mit dem Opioid Fentanyl beschlagnahmt worden. Der Einsatz in mehreren Bundesstaaten sei "bislang der bedeutendste Sieg im Kampf unseres Landes gegen Fentanyl und Drogenhandel", sagte US-Justizministerin Pam Bondi am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Washington.

Textgröße ändern:

Zu den Festgenommenen gehört demnach einer der Anführer des berüchtigten mexikanischen Sinaloa-Kartells. Der Mexikaner Heriberto Salazar Amaya sei in Salem im Bundesstaat Oregon gefasst worden, sagte Bondi.

Laut Justizministerium wurden bei den Razzien in den Bundesstaaten New Mexico, Arizona, Nevada, Oregon und Utah mehr als 400 Kilogramm Fentanyl-Tabletten, 11,5 Kilogramm Fentanyl-Pulver sowie 80 Kilogramm Methaphetamin, 7,5 Kilogramm Kokain und 4,5 Kilogramm Heroin entdeckt. Die Ermittler beschlagnahmten überdies fünf Millionen Dollar (umgerechnet rund 4,4 Millionen Euro) in bar sowie 49 Gewehre und Pistolen.

Bondi hob hervor, dass jährlich 75.000 US-Bürger an Fentanyl-Konsum sterben und das stark abhängig machende Betäubungs- und Schmerzmittel in ihrem Land die Todesursache Nummer eins bei Menschen zwischen 18 und 34 Jahren ist. "Sie fluten unsere Städte mit einer Massenvernichtungswaffe: Fentanyl", sagte die Ministerin.

Auf die Frage, ob die Festgenommenen nach Mexiko ausgeliefert würden, antwortete Bondi: "Ich möchte, dass sie solange wie möglich in unseren Gefängnissen bleiben." Dabei schloss sie auch die Inhaftierung der mutmaßlichen Kriminellen in dem berüchtigten Alcatraz-Gefängnis nicht aus, für dessen Wiederinbetriebnahme sich US-Präsident Donald Trump unlängst ausgesprochen hatte.

Die meisten der nun gefassten Verdächtigen würden bei einer Verurteilung in US-Gefängnissen bleiben, "vielleicht Alcatraz", sagte Bondi. US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntag die Wiederinbetriebnahme der berüchtigten Gefängnisinsel vor der Küste von San Francisco ins Spiel gebracht.

Kritiker halten dem entgegen, dass die bereits vor 60 Jahren geschlossene Haftanstalt nur Platz für gut 330 Insassen bot und ihr Betrieb viel teurer war als der anderer Gefängnisse. Im Internet kursierten Spekulationen, Trump habe sich möglicherweise von dem Filmklassiker "Flucht aus Alcatraz" inspirieren lassen. Dieser war am Samstagabend in Südflorida im Fernsehen gezeigt worden - wo der US-Präsident das Wochenende auf seinem Anwesen Mar-a-Lago verbrachte.

K.M.Thompson--TNT

Empfohlen

17-Jährige in NRW nach Sturz mit Fahrrad von Auto überrollt und gestorben

Eine 17-Jährige ist in Nordrhein-Westfalen nach einem Sturz mit ihrem Fahrrad von einem Auto überrollt worden und gestorben. Sie erlag ihren schweren Verletzungen noch vor Ort, wie die Polizei Recklinghausen am Dienstag mitteilte. Demnach ereignete sich der Unfall am Montagabend in Herten.

Papst nach viertägigem Frankreich-Besuch nach Rom aufgebrochen

Papst Leo XIV. hat seinen viertägigen Frankreich-Besuch beendet und ist am Abend in Richtung Rom abgereist. Am Flughafen der Stadt Metz wurde er vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron verabschiedet, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP. "Wir sind traurig, dass er geht, aber froh, dass alles gut verlaufen ist", sagte Macron.

Haftstrafen für drei Ägypter nach Mord an italienischem Studenten in Kairo

Rund zehn Jahre nach der Tötung des italienischen Studenten Giulio Regeni in Ägypten hat ein Gericht in Rom Haftstrafen gegen drei ägyptische Sicherheitsbeamte wegen der Entführung des damals 28-Jährigen verhängt. Die drei Männer wurden in Abwesenheit zu jeweils zehn Jahren Haft verurteilt, von den Mordvorwürfen aber freigesprochen, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP am Montag. Einen kompletten Freispruch gab es für einen vierten Angeklagten.

Papst beendet Frankreich-Reise mit Aufruf zu "kreativen" Friedensbemühen

Zum Abschluss seines Frankreich-Besuchs hat Papst Leo XIV. die Europäer eindringlich zu Friedensanstrengungen aufgerufen. Es sei notwendig, "Mut bei den Verhandlungen zu zeigen und bereit zu sein, bestimmte Positionen für das übergeordnete Wohl des Friedens aufzugeben", sagte der Papst am Montag in Metz im Beisein von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Ohne den Ukraine-Krieg ausdrücklich zu nennen, beklagte er ein "sinnloses Gemetzel, das jeden Tag unzählige zivile Opfer fordert".

Textgröße ändern: