The National Times - Kachelmann: Deutschland ist auf Tornados nicht vorbereitet

Kachelmann: Deutschland ist auf Tornados nicht vorbereitet


Kachelmann: Deutschland ist auf Tornados nicht vorbereitet
Kachelmann: Deutschland ist auf Tornados nicht vorbereitet / Foto: © AFP

Deutschland ist nach Ansicht des Wetterexperten Jörg Kachelmann auf Tornados wie beim Unwetter in Nordrhein-Westfalen nicht vorbereitet. "Der Paderborner Tornado war nicht einmal besonders stark, trotzdem sind die Opferzahlen unheimlich hoch", sagte Kachelmann dem Magazin "Spiegel" laut einer Meldung vom Sonntag. "Das zeigt: Deutschland ist nicht vorbereitet."

Textgröße ändern:

Spätestens ab Freitagnachmittag sei erkennbar gewesen, welche Orte betroffen sein könnten. "Eine knappe halbe Stunde, bevor der Tornado durch Paderborn zog, hat man eine stark rotierende Gewitterwolke in der Region gesehen mit Zugrichtung Paderborn", sagte er. "Ab dann tickt die Uhr." In den USA würden ab einem solchen Zeitpunkt Sirenen heulen und Livestreams laufen. Das müsse auch in Deutschland etabliert werden, "sonst wird es sehr gefährlich".

Paderborn wurde am Freitag von einem Tornado schwer getroffen. Nach Angaben der Stadt wurden dort 43 Menschen verletzt, 13 davon schwer. Auch in Lippstadt in Ostwestfalen und Lütmarsen nahe Höxter im Weserbergland gab es laut Deutschem Wetterdienst (DWD) Tornados.

M.Davis--TNT

Empfohlen

Berlin: Als Dragqueen bekannter Mann wegen Kinderpornografie verurteilt

Ein als Dragqueen bekannter Berliner ist wegen des Besitzes von Kinder- und Jugendpornografie zu einer Bewährungsstrafe von zehn Monaten verurteilt worden. Damit blieb das Amtsgericht Tiergarten in seinem Urteil vom Mittwoch einen Monat unter der von der Staatsanwaltschaft geforderten Strafe. Der 46-Jährige hatte die Taten in dem eintägigen Prozess eingeräumt.

Sieben Festnahmen bei Durchsuchungen wegen Waffenhandels in Berlin

Bei einer berlinweiten Razzia wegen des 0Verdachts auf illegalen Schusswaffenhandel sind in der Bundeshauptstadt sieben Verdächtige vorläufig festgenommen worden. Die Polizei fand nach eigenen Angaben bei der Razzia am Mittwoch zwei scharfe Schusswaffen mit Munition und beschlagnahmte außerdem Handys sowie Datenträger. Insgesamt seien elf Wohnungen, drei Gewerbeobjekte und mehrere Autos durchsucht worden.

Keine Bestechlichkeit: BGH bestätigt Urteil gegen Beamten an OLG Jena weitgehend

Ein ehemals hoher Beamter des Thüringer Oberlandesgerichts (OLG) ist wegen Vorteilsannahme verurteilt, nicht jedoch wegen Bestechlichkeit. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigte am Mittwoch das entsprechende Urteil weitgehend, die Staatsanwaltschaft hatte mit ihrer Revision keinen Erfolg. Über die Strafe für den Mann muss jedoch noch einmal verhandelt werden. (Az. 2 StR 554/25)

Erneut antisemitische Hetze verbreitet: Sieben Jahre Haft für Rentner in München

Wegen wiederholter antisemitischer und menschenverachtender Videos im Internet samt Gewaltaufrufen ist ein 71-Jähriger vom Landgericht München II zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Der Angeklagte wurde am Mittwoch wegen Volksverhetzung, Beleidigung und Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen schuldig gesprochen, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Der vorbestrafte 71-Jährige hatte bereits in der Vergangenheit wegen ähnlicher Videos eine vierjährige Haftstrafe verbüßt.

Textgröße ändern: