The National Times - Bekannter Zen-Meister Thich Nhat Hanh im Alter von 95 Jahren gestorben

Bekannter Zen-Meister Thich Nhat Hanh im Alter von 95 Jahren gestorben


Bekannter Zen-Meister Thich Nhat Hanh im Alter von 95 Jahren gestorben
Bekannter Zen-Meister Thich Nhat Hanh im Alter von 95 Jahren gestorben

Der bekannte Zen-Meister und Friedensaktivist Thich Nhat Hanh ist tot. Der buddhistische Mönch starb am Samstag im Alter von 95 Jahren im Tu-Hieu-Tempel in der vietnamesischen Stadt Hue, wie das Meditationszentrum Plum Village im Onlinedienst Twitter mitteilte. Mit seinen mehr als hundert Büchern unter anderem über Achtsamkeit und Meditation erreichte Nhat Hanh ein weltweites Publikum.

Textgröße ändern:

Nhat Hanh sei "friedlich" gestorben, teilte Plum Village mit. Die Organisation rief ihre "globale spirituelle Gemeinde auf, ein paar Momente innezuhalten, achtsam zu atmen" und den "Lehrer" Nhat Hanh "gemeinsam im Herzen zu halten".

Der 1926 in Vietnam geborene Nhat Hanh wurde im Alter von 16 Jahren buddhistischer Mönch. In den 60er Jahren lehrte er an den US-Universitäten Columbia und Princeton. Während seiner Zeit in den USA lernte er auch den US-Bürgerrechtler Martin Luther King kennen, der den Zen-Meister im Jahr 1967 für den Friedensnobelpreis vorschlug.

Wie King sprach sich Nhat Hanh für ein Ende des Vietnamkriegs aus, woraufhin er aus seinem Heimatland verbannt wurde. Der Mönch lebte daraufhin fast 40 Jahre im französischen Exil. Von dort aus setzte er sich für die Religionsfreiheit weltweit ein. Während der großen Fluchtbewegung aus Vietnam nach dem Ende des Krieges 1975 setzte sich Nhat Hanh für die sogenannten Boatpeople ein. Mit zwei eigenen Booten gelang ihm die Rettung von mehr als 800 Menschen.

Nach einem Schlaganfall im Jahr 2014 kehrte Nhat Hanh 2018 nach Vietnam zurück. Seine letzten Lebensjahre verbrachte Nhat Hanh im Tu-Hieu-Tempel - unter intensiver Überwachung der Behörden. Seit Nhat Hanhs Rückkehr nach Vietnam zog der Tu-Hieu-Tempel zahlreiche Anhänger der Thesen des Zen-Meisters an. "Er hat uns gelehrt, die Menschen, uns selbst und die Natur zu lieben", sagte die Pilgerin Tran Thi My Thanh.

V.Allen--TNT

Empfohlen

Tödlicher Angriff in Baden-Württemberg: 36-Jähriger vorläufig in Psychiatrie

Ein 36-Jähriger soll in Baden-Württemberg seine Schwester getötet haben. Der Mann wurde vorläufig in einer Psychiatrie untergebracht, wie die Polizei Ludwigsburg und die Staatsanwaltschaft Heilbronn am Freitag mitteilten. Demnach wohnte der Mann mit seiner Schwester in einem Haus in Löchgau. Aus unklarer Ursache soll er sie in der Nacht zum Sonntag angegriffen und schwer verletzt haben.

Geplanter Überfall in Bochum: Brüsseler Gericht verschiebt Urteil gegen "Ausbrecherkönig"

Im Verfahren gegen den als "Ausbrecherkönig" bekannten Kriminellen Antonio Ferrara wegen eines geplanten Raubüberfalls in Bochum ist die für Freitag geplante Urteilsverkündung verschoben worden. Das Brüsseler Gericht teilte mit, es werde seine Entscheidung erst am 5. November verkünden. Einen Grund für die Verschiebung nannte der vorsitzende Richter nicht. Die im September abgeschlossene Gerichtsverhandlung war von der wiederholten Diskussion über Verfahrensfragen und Beschwerden der Verteidigung geprägt gewesen.

Geplanter Überfall in Bochum: Gericht verkündet Urteil gegen "Ausbrecherkönig"

In Brüssel wird am Freitag das Urteil gegen den in Frankreich als "Ausbrecherkönig" bekannten Kriminellen Antonio Ferrara erwartet (ab 09.00 Uhr). Ferrara wird in diesem Fall konkret vorgeworfen, zusammen mit mehreren Komplizen einen Raubüberfall auf ein Werttransportunternehmen in Bochum geplant zu haben. Die belgische Staatsanwaltschaft fordert 18 Jahre Haft. Der 53-Jährige ist zusammen mit neun weiteren Verdächtigen angeklagt.

Staatsmedien: Mindestens 16 Tote und 32 Verletzte bei Erdbeben in Tibet

Bei einem schweren Erdbeben in der autonomen Region Tibet in China sind nach Angaben chinesischer Staatsmedien mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des Sender CCTV vom Freitag wurden weitere 46 Menschen bei dem Beben der Stärke 7,0 verletzt, mehr als 300 Häuser stürzten ein oder wurden beschädigt. Die Nachrichtenagentur Xinhua meldete, die Rettungsarbeiten dauerten an, das Ausmaß der Schäden werde weiter ausgewertet.

Textgröße ändern: