The National Times - Fast acht Jahre Haft für Betreiber von krimineller Handelsplattform in Hessen

Fast acht Jahre Haft für Betreiber von krimineller Handelsplattform in Hessen


Fast acht Jahre Haft für Betreiber von krimineller Handelsplattform in Hessen
Fast acht Jahre Haft für Betreiber von krimineller Handelsplattform in Hessen / Foto: © AFP/Archiv

Das Landgericht im hessischen Gießen hat einen 30-Jährigen wegen des Betreibens einer kriminellen Handelsplattform im Darknet zu sieben Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde er wegen bandenmäßigen Drogenhandels, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch mitteilte. Die zuständige Kammer sah es als erwiesen an, dass der Mann die Darknetplattform Crimenetwork betrieben hatte.

Textgröße ändern:

Darüber wurde mit diversen Drogen, aber auch illegalen Dienstleistungen wie gefälschten Ausweisen oder geklauten Daten gehandelt. Die Plattform bestand seit 2012 und galt über viele Jahre hinweg als eine der zentralen deutschsprachigen Plattformen für den Handel mit illegalen Waren. Mehr als hunderttausend Nutzer und über hundert Verkäufer waren nach Ermittlerangaben dort angemeldet.

Als Zahlungsmittel wurden auf der Plattform Kryptowährungen wie Bitcoin oder Monero benutzt. Zwischen 2018 und 2024 erfolgten über die Plattform Umsätze von mindestens rund 93 Millionen Euro. Die Betreiber erhielten eine Provision von bis zu fünf Prozent auf die abgewickelten Verkäufe. Zudem zahlten die Verkäufer monatliche Gebühren für Werbung und Verkaufslizenzen. Im Dezember 2024 wurde die Plattform zerschlagen.

C.Blake--TNT

Empfohlen

Würzburger Bischof Jung verurteilt Religionsmissbrauch für "Allmachtsfantasien"

Beim Deutschen Katholikentag hat der Würzburger Bischof Franz Jung einen Missbrauch von Religion durch Politiker verurteilt. Es brauche "Widerspruch gegen alle Machthaber dieser Welt, die sich in Allmachtsfantasien ergehen und diese auch noch religiös verbrämen", sagte Jung am Donnerstag im Festgottesdienst zu Christi Himmelfahrt auf dem Residenzplatz der bayerischen Stadt. "Überall da, wo Menschen für sich in Anspruch nahmen, in Gottes Namen zu herrschen, haben sie Blutbäder angerichtet."

Fußball-WM: Kalifornien prüft mögliche Verstöße beim Ticket-Verkauf

Der US-Bundesstaat Kalifornien hat vom Weltfußballverband Fifa Klarstellungen wegen möglicher Verstöße im Zusammenhang mit dem Ticketverkauf für die Fußball-Weltmeisterschaft verlangt. Das teilte Generalstaatsanwalt Rob Bonta am Mittwoch mit. Einem Medienbericht zufolge sollen Fußballfans Tickets der teuersten Kategorie 1 gekauft haben, bevor sie dann Plätze erhielten, die zuvor in einer günstigeren Kategorie ausgewiesen worden waren.

"Unerschrockener Verkünder": Steinmeier verteidigt Papst gegen Trumps Kritik

Zum Auftakt des Deutschen Katholikentags hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Papst gegen Kritik von US-Präsident Donald Trump verteidigt. "Wenn Papst Leo in einer Zeit von Krisen und Kriegen öffentlich größere Anstrengung für den Frieden fordert, dann verdient ein solcher Aufruf Unterstützung, nicht Kritik - auch nicht die von den Mächtigsten der Welt", sagte Steinmeier am Mittwoch in seiner Eröffnungsansprache in Würzburg.

Tötungsdelikt in Wassenberg: 37-Jähriger von maskiertem Unbekannten erschossen

Zwei Tage nach tödlichen Schüssen auf einen Mann im nordrhein-westfälischen Wassenberg haben die Ermittler weitere Einzelheiten bekannt gegeben. Bei dem Opfer handelt es sich um einen 37-Jährigen Mann, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Aachen am Mittwoch mitteilten. Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein bislang unbekannter Maskierter am Montagabend mehrere Schüsse auf das Opfer abgegeben haben.

Textgröße ändern: