The National Times - Verfassungsbeschwerde gegen sogenannten Hessentrojaner scheitert in Karlsruhe

Verfassungsbeschwerde gegen sogenannten Hessentrojaner scheitert in Karlsruhe


Verfassungsbeschwerde gegen sogenannten Hessentrojaner scheitert in Karlsruhe
Verfassungsbeschwerde gegen sogenannten Hessentrojaner scheitert in Karlsruhe

Eine Verfassungsbeschwerde der hessischen Piratenpartei gegen den sogenannten Hessentrojaner ist in Karlsruhe gescheitert. Sie werde nicht zur Entscheidung angenommen, erklärte das Bundesverfassungsgericht am Mittwoch. Der Landesverband der Partei und zwei einzelne Kläger hatten eine Neuregelung zu Onlinedurchsuchungen und der Überwachung von Telekommunikation stoppen wollen. (Az. 1 BvR 1552/19)

Textgröße ändern:

Laut der Neuregelung darf die Polizei unter bestimmten Voraussetzungen mit Hilfe von Software Zugriff auf Festplatten bekommen und Telefonate über das Internet überwachen. Die Beschwerdeführer sahen dadurch ihr Grundrecht auf Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme verletzt. Sie bemängelten unzureichenden Umgang mit möglichen Sicherheitslücken.

Das Bundesverfassungsgericht verwarf ihre Beschwerde aber als unzulässig. Eine mögliche Verletzung der Schutzpflicht des Gesetzgebers sei nicht ausreichend dargelegt, entschied es. Die Kläger hätten nicht erklärt, dass sie selbst unmittelbar von der Regelung betroffen seien. Ihre Verfassungsbeschwerde habe keine grundsätzliche verfassungsrechtliche Bedeutung und keine hinreichende Aussicht auf Erfolg.

V.Bennett--TNT

Empfohlen

Kopf von Darknetplattform Dreammarket gefasst - Millionenwerte beschlagnahmt

Nach jahrelangen Ermittlungen haben Fahnder in Deutschland einen mutmaßlichen führenden Kopf der bis 2019 aktiven illegalen Darknethandelsplattform Dreammarket gefasst. Der 49-Jährige sei am Donnerstag vergangener Woche von Beamten der Polizeidirektion Oldenburg in Niedersachsen festgenommen worden, teilten diese sowie die Staatsanwaltschaft im schleswig-holsteinischen Itzehoe am Mittwoch mit.

Baden-Württemberg: 83-Jähriger tötet Ehefrau in Streit

In Baden-Württemberg soll ein 83-Jähriger seine Ehefrau getötet haben. Beide seien am Montag in ihrem Haus in der Gemeinde Großrinderfeld in Streit geraten, teilten die Polizei in Heilbronn und die Staatsanwaltschaft Mosbach am Mittwoch mit. Dabei verletzte der Mann die 77-Jährige schwer. Einen Tag später erlag sie im Krankenhaus ihren Verletzungen.

Sexuelle Handlungen während Massage: Bewährungsstrafe für Physiotherapeut

Weil er an einer Patientin während einer Massage sexuelle Handlungen vornahm, ist ein Physiotherapeut in Baden-Württemberg zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Ellwangen sprach den 54-Jährigen des sexuellen Missbrauchs unter Ausnutzung eines Behandlungsverhältnisses schuldig, wie ein Gerichtssprecher am Dienstagabend mitteilte. Zudem soll er 6000 Euro an die Opferhilfe Weißer Ring zahlen.

Zeitung: Ausschuss-Abschlussbericht zu Anschlag von Magdeburg kritisiert Behörden

Behördendefizite haben laut dem Parlamentarischen Untersuchungsausschusses des sachsen-anhaltinischen Landtages den tödlichen Anschlag auf den Weihnachtmarkt von Magdeburg 2024 begünstigt. "Schwächen und Fehler im Handeln von Behörden" hätten es dem mutmaßlichen Täter zusammen betrachtet "leicht gemacht", die Tat zu begehen, heißt es im Entwurf des Abschlussberichts, aus dem die in Halle erscheinende "Mitteldeutsche Zeitung" (Mittwochsausgabe) zitiert.

Textgröße ändern: