The National Times - Vergewaltigung soll in Europa schärfer geahndet werden

Vergewaltigung soll in Europa schärfer geahndet werden


Vergewaltigung soll in Europa schärfer geahndet werden
Vergewaltigung soll in Europa schärfer geahndet werden

Bei der Verfolgung von Gewalt gegen Frauen sollen in der EU künftig einheitliche Mindeststandards gelten. Wie die EU-Kommission anlässlich des Internationalen Frauentags am Dienstag vorschlug, sollen Täter künftig europaweit wegen Vergewaltigung belangt werden können, auch wenn sie das Opfer nicht geschlagen oder bedroht haben. Bisher seien in 18 der 27 Mitgliedsländer Gewalt oder Drohungen Voraussetzung für eine Strafverfolgung, hieß es.

Textgröße ändern:

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte, Gewalt gegen Frauen müsse europaweit nach ähnlichen Regeln "verhindert, verurteilt und verfolgt" werden. In vielen EU-Staaten seien die Gesetze gegen sexuelle Nötigung zu vage formuliert oder zu lax, kritisierte die EU-Kommission. So sei etwa die Genitalverstümmelung nicht überall explizit verboten.

Auch das Mobbing oder Stalking von Frauen im Internet soll EU-weit als Straftat gelten, wie die Kommission weiter vorschlug. Unter Strafe gestellt werden soll demnach auch das böswillige Weiterverbreiten intimer Aufnahmen. Der Richtlinienvorschlag geht nun zur Beratung an die EU-Staaten und das Europaparlament.

Den Angaben zufolge hat jede dritte Frau in der EU Erfahrungen mit Gewalt oder häuslicher Gewalt gemacht. Jede Zwanzigste wurde demnach Opfer einer Vergewaltigung. Allerdings müsse die Datenbasis für sexualisierte Gewalt verbessert werden, betonte die Kommission.

Deutschland hatte sein Sexualstrafrecht 2016 reformiert. Seitdem gilt das Prinzip "Nein heißt Nein" - das heißt, eine Vergewaltigung liegt laut Paragraf 177 des Strafgesetzbuchs auch dann vor, wenn das Opfer sich nicht körperlich wehrt, sondern durch Worte oder Gesten seine Ablehnung zum Ausdruck bringt.

E.Cox--TNT

Empfohlen

Tate-Brüder in Miami festgenommen - Großbritannien verlangt Auslieferung

Der US-britische Influencer und bekennende Frauenfeind Andrew Tate und sein Bruder Tristan sind in Miami festgenommen worden. Die US-Fahndungsbehörde US Marshals Service bestätigte der Nachrichtenagentur AFP, dass die Brüder am Samstag (Ortszeit) gefasst wurden.

Nach fünfjähriger Haft in Kuba: Dissident Otero Alcántara in die USA ausgereist

Nach Verbüßen einer mehrjährigen Haftstrafe ist der regierungskritische kubanische Künstler Luis Manuel Otero Alcántara in die Vereinigten Staaten ausgereist. US-Außenminister Marco Rubio bestätigte am Samstag (Ortszeit) seine Ankunft im Land. Gleichzeitig forderte er die "sofortige Freilassung der mehr als 700 zu Unrecht inhaftierten politischen Gefangenen" in dem kommunistisch geführten Karibikstaat. Otero Alcántara will laut seiner Facebook-Seite in den USA "weiterhin Visionen für die Freiheit Kubas entwickeln".

Behörde: Tate-Brüder in den USA festgenommen

Der US-britische Influencer und bekennende Frauenfeind Andrew Tate und sein Bruder Tristan sind in den USA festgenommen worden. Die beiden seien am Samstag (Ortszeit) in Miami im Bundesstaat Florida gefasst wrden, teilte der US Marshals Service der Nachrichtenagentur AFP mit. Das Promi-Portal TMZ veröffentlichte ein Video, das die Festnahme zeigt.

Zahl der Erdbeben-Toten in Venezuela auf mehr als 5100 gestiegen

Dreieinhalb Wochen nach dem verheerenden Doppelerdbeben in Venezuela ist die Zahl der Todesopfer nach offiziellen Angaben auf mehr als 5100 gestiegen. Seit der Katastrophe am 24. Juni seien 5119 Tote gezählt worden, erklärte Parlamentspräsident Jorge Rodríguez am Samstag im Onlinedienst Telegram. Die Zahl der Verletzten wurde unverändert mit 16.740 angegeben.

Textgröße ändern: