The National Times - Norwegische Prinzessin Märtha Louise gibt königliche Pflichten ab

Norwegische Prinzessin Märtha Louise gibt königliche Pflichten ab


Norwegische Prinzessin Märtha Louise gibt königliche Pflichten ab
Norwegische Prinzessin Märtha Louise gibt königliche Pflichten ab / Foto: © NTB scanpix/AFP/Archiv

Die norwegische Prinzessin Märtha Louise gibt ihre königlichen Pflichten ab, um sich künftig mit ihrem Verlobten, einem selbsternannten Schamanen, auf ihre Geschäfte mit alternativer Medizin zu konzentrieren. Märtha Louise verzichte auf ihre Rolle als königliche Schirmherrin und werde das Königshaus "derzeit nicht mehr vertreten", erklärte der Palast in Oslo am Dienstag. Ihren Titel als Prinzessin behalte die 51-Jährige jedoch.

Textgröße ändern:

Durch ihre Beziehung mit dem selbsternannten Schamanen Durek Verrett aus den USA hatte Märtha Louise in den vergangenen Jahren Negativ-Schlagzeilen gemacht. Für Wirbel sorgte unter anderem, dass Verrett in einem Buch Krebs-Erkrankungen als bewusste Wahl darstellt. Über seine Website verkauft er zudem als "Geist-Optimierer" beworbene Medaillons, die angeblich gegen Covid-19 helfen sollen.

Märtha Louise gilt in ihrer Heimat als exzentrisch. Die ausgebildete Physiotherapeutin bezeichnet sich selbst als "Heilerin" und gibt an, mit Engeln Kontakt zu haben - eine Gabe, die sie durch Kurse und Bücher weiterzugeben versucht. 2002 verlor sie bereits die Anrede als "Königliche Hoheit", nachdem sie sich als angebliche Hellseherin betätigt hatte.

Laut Palast verpflichteten sich die Prinzessin und ihr Verlobter nun dazu, bei ihren geschäftlichen Aktivitäten sowie in ihren Internet-Auftritten und Medien auf jeden Bezug zur königlichen Familie zu verzichten. Auf diese Weise solle eine "Trennlinie gezogen werden, um kommerzielle Aktivitäten klarer vom norwegischen Königshaus zu trennen".

In offensichtlichem Bezug auf Märtha Louises Hang zu alternativer Medizin betonte der Palast in seiner Erklärung, die Königsfamilie habe "großes Vertrauen zum norwegischen Gesundheitssystem und den Gesundheitsbehörden". "Bewährtes medizinisches Wissen und wissenschaftliche Forschung" seien von großer Bedeutung.

Märtha Louise ist das älteste Kind von König Harald V. und Königin Sonja von Norwegen. In der Thronfolge steht sie an vierter Stelle nach Thronfolger Haakon und dessen beiden Kindern.

S.Cooper--TNT

Empfohlen

Früherer EZB-Chef Draghi erhält Aachener Karlspreis

Im Krönungssaal des Aachener Rathauses wird am Donnerstag (11.15 Uhr) der Internationale Karlspreis zu Aachen an den früheren Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) und ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Mario Draghi verliehen. Das Karlspreis-Direktorium ehrt den 78-Jährigen mit dem Preis für sein Lebenswerk und seine Verdienste um Europa. Der Vorsitzende des Gremiums, Armin Laschet (CDU), würdigte in einer Begründung insbesondere Draghis Rolle in der Eurokrise und seine Reformimpulse für die EU.

EU-Behörde: Keine Hinweise auf Mutation von Hantavirus

Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" gibt es laut der EU-Gesundheitsbehörde ECDC keinen Hinweis für eine Mutation des Virus. Das Andesvirus verhalte sich nicht anders als in Gebieten, in denen dieser Hantavirusstamm bereits verbreitet sei, erklärte am Mittwoch das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) in Stockholm. Derweil sind weiter Krankenhäuser in mehreren Ländern mit der Überwachung der früheren "Hondius"-Passagiere beschäftigt.

Charles III. stellt inmitten von Debatte über Premier Starmer Regierungsprogramm vor

König Charles III. hat inmitten der Debatte über einen möglichen Rücktritt von Premierminister Keir Starmer in der Thronrede die Gesetzesvorhaben der britischen Regierung vorgestellt. Zu den am Mittwoch dargelegten Plänen, von denen viele bereits bekannt waren, gehören die Vertiefung der Beziehungen Großbritanniens zur Europäischen Union und die vollständige Verstaatlichung des Stahlkonzerns British Steel. Auch eine Reform des Asylsystems und eine Senkung des Wahlalters auf 16 sind geplant.

Buchautor: Brigitte Macron verliert Einfluss auf ihren Mann

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und seine Frau sind sich nach Angaben ihres Biografen uneins, wie ihr Leben nach dem Ende seiner zweiten Amtszeit aussehen soll. "Sie wird bald 75, sie will Zeit für ihre Kinder und Enkelkinder haben", sagte der Journalist Florian Tardif am Mittwoch dem Sender RTL. Der Reporter der Zeitschrift "Paris Match" hat kürzlich ein Buch über Brigitte und Emmanuel Macron mit dem Titel "Un couple presque parfait" (Ein fast perfektes Paar) veröffentlicht.

Textgröße ändern: