The National Times - König Charles III. auf historischem Besuch in Nordirland

König Charles III. auf historischem Besuch in Nordirland


König Charles III. auf historischem Besuch in Nordirland
König Charles III. auf historischem Besuch in Nordirland / Foto: © POOL/AFP

39 Mal war Charles bereits in Nordirland, am Dienstag reiste er erstmals in seiner neuen Funktion als König in die britische Provinz. Vor dem Schloss Hillsborough in Belfast, der offiziellen Residenz des Monarchen in Nordirland, winkten der 73-Jährige und seine Frau Camilla der Menge zu, die gekommen war, um einen Blick auf das Königspaar zu erhaschen.

Textgröße ändern:

Der Besuch von König Charles III. fand vor dem Hintergrund großer politischer Spannungen in Nordirland statt, wo seit 1998 ein fragiler Frieden herrscht. Die pro-britischen Unionisten sehen Nordirlands Einbindung in das Vereinigte Königreich zunehmend bedroht, während die Nationalisten nach dem Tod der Königin auf bessere Chancen für eine Wiedervereinigung Nordirlands mit der Republik Irland hoffen.

Vertreter der nationalistischen Parteien hatten die offizielle Ausrufung des neuen Königs boykottiert, an dem persönlichen Treffen wollten sie aber teilnehmen. Auf Schloss Hillsborough schien Charles bei einem Treffen mit politischen Vertretern Nordirlands ein Signal der Geschlossenheit zu senden. "Ich übernehme meine neuen Pflichten, entschlossen, mich um das Wohlergehen aller Einwohner Nordirlands zu bemühen", sagte er.

Der König besucht derzeit alle vier Landesteile des Vereinigten Königreichs - England, Wales, Schottland und Nordirland. Zu Ehren des hohen Besuchs wurden in Belfast Salutschüsse abgefeuert und die königliche Standarte über dem Schloss gehisst. Besucherinnen und Besucher legten Blumen, Kuscheltiere und kleine Briefe zum Gedenken an die verstorbene Königin an den Toren des Schlosses ab.

Charles werde ein "sehr guter" König sein, sagte die 47-jährige Rhonda Irvine. Seine Mutter sei ihm eine "Inspiration" gewesen. Die 61 Jahre alte Ann Sudlow war früh am Morgen eigens von Dromore nach Belfast angereist, "um dem König zu zeigen, dass wir als Land hinter ihm stehen und Nordirland ihn unterstützt".

Die politische Lage in Nordirland ist sehr angespannt: Die vergangenen Regionalwahlen hatte erstmals in der Geschichte der Provinz die irisch-nationalistische Sinn Fein gewonnen. Die Regionalregierung ist wegen Konflikten mit der pro-britischen DUP jedoch seit Monaten gelähmt. Sie boykottiert das Parlament, da sie die nach dem Brexit beschlossenen Zollregelungen für Nordirland ablehnen. Die Unionisten befürchten dadurch eine zunehmende Abspaltung der Provinz vom restlichen Vereinigten Königreich.

Die Regierung in Belfast muss gemäß dem Friedensabkommen von 1998 von katholischen Nationalisten und protestantischen Unionisten gemeinsam geführt werden.

Charles war von Edinburgh aus nach Belfast gereist. In der schottischen Hauptstadt hatten am Montag tausende Trauernde von der am Donnerstag im Alter von 96 Jahren gestorbenen Queen Elizabeth II. Abschied genommen. Am Dienstagabend sollten die sterblichen Überreste der Queen nach London geflogen werden. Ab Mittwoch wird ihr Sarg dann in der Westminster Hall vier Tage lang aufgebahrt.

Die Öffentlichkeit kann bis zum 19. September 23 Stunden täglich Abschied von der verstorbenen Regentin nehmen. Laut "The Times" werden rund 750.000 Besucher erwartet. Zur Beerdigung der Queen am kommenden Montag werden rund 500 Staatsoberhäupter aus aller Welt erwartet, darunter auch US-Präsident Joe Biden.

A.M.Owen--TNT

Empfohlen

Früherer "First Dog": Obamas Hund Sunny ist tot

Als "First Dog" im Weißen Haus wurde Sunny bekannt - nun ist der Hund des früheren US-Präsidenten Barack Obama gestorben. Obama schrieb am Mittwoch im Onlinedienst X, seine Familie habe "ein geliebtes Mitglied verloren". Er habe Sunny zu Beginn seiner zweiten Amtszeit (2013 bis 2017) bekommen, "und alle von uns – einschließlich unseres ersten Hundes Bo – verliebten sich sofort in sie", schrieb Obama zu einem Foto der schwarzen Hündin.

Bedrohte Sumatra-Elefanten wegen Waldbränden in Indonesien noch stärker gefährdet

Die bereits vom Aussterben bedrohten Sumatra-Elefanten sind Umweltschützern zufolge aufgrund der schweren Waldbrände in Indonesien noch stärker gefährdet. Zwischen Juni und dem 8. September seien mehr als 4500 Brandherde in 21 Lebensräumen der seltenen Elefanten-Unterart gezählt worden, teilte die Wildtierschutzorganisation Geopix am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP mit. Mehr als 560.000 Hektar Wald seien in diesem Zeitraum niedergebrannt.

Französische Filmikone Sophie Marceau findet sich alt genug für Großmutterrolle

Die französische Filmikone Sophie Marceau findet sich kurz vor ihrem 60. Geburtstag bereit, allmählich Großmutter zu werden. "Ich glaube, dass mir das gut gefallen würde", sagte Marceau der Illustrierten "Bunte" laut Vorabmeldung vom Mittwoch. "Aber ich möchte das meinen Kindern nicht verraten, denn sonst machen sie mich früher zur Oma, als mir lieb ist."

Ed Sheeran: Veranstalter für Tournee-Rauswurf von Rapper Macklemore verantwortlich

Der britische Popstar Ed Sheeran hat nach eigenen Angaben nicht entschieden, den Rapper Macklemore nach dessen pro-palästinensischen Äußerungen nicht mehr bei seiner Tournee auftreten zu lassen. Das sei "die Entscheidung des Veranstalters, nicht meine" gewesen, schrieb Sheeran am Dienstag im Onlinedienst Instagram. Der Vertrag sei von der Messina Touring Group beendet worden.

Textgröße ändern: