The National Times - Protest gegen neue Kategorie für asiatischen Pop: Band BTS will keinen Grammy

Protest gegen neue Kategorie für asiatischen Pop: Band BTS will keinen Grammy


Protest gegen neue Kategorie für asiatischen Pop: Band BTS will keinen Grammy
Protest gegen neue Kategorie für asiatischen Pop: Band BTS will keinen Grammy / Foto: © AFP/Archiv

Aus Protest gegen eine neue Preiskategorie für asiatischen Pop will die weltberühmte K-Pop-Band BTS im nächsten Jahr nicht an den Grammy Awards teilnehmen. "Wir hoffen, dass Musik für das gehört und geliebt wird, was sie ist - und nicht anhand von Regionen oder Sprachen definiert wird", erklärten die Bandmitglieder am Mittwoch im Onlinedienst Instagram.

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Die Gruppe galt als Topanwärter auf die Grammys im kommenden Jahr, ihr Comeback-Album "ARIRANG" gehört zu den meistverkauften Platten des Jahres. Mit ihrem Hit "Dynamite" erreichten BTS 2020 als erste rein südkoreanische Band die Spitze der US-Charts. Die Gruppe war bereits mehrfach nominiert und trat mehrfach bei den Grammy-Verleihungen auf, hat bislang aber selbst keinen der renommierten US-Musikpreise gewonnen.

"ARIRANG" wäre in der Kategorie des besten Albums ins Rennen geschickt worden. Für die neuen Kategorien, darunter die beste asiatische Pop-Performance, wäre es hingegen nicht in Frage gekommen, weil die Gruppe darauf größtenteils auf Englisch singt.

Die US-Musikakademie will mit der neuen Kategorie nach eigenen Angaben Künstlerinnen und Künstler anerkennen, "die aus asiatischen Märkten stammen oder dort bekannt sind", darunter Popmusiker aus Südkorea, Japan und China. Kritiker werfen ihr vor, Popmusik aus Asien damit in eine Schublade zu stecken, anstatt sie neben anderen - meist englischsprachigen - Welthits zu bewerten. Ähnliche Kritik gibt es auch an einer Kategorie der Grammys für Musik aus Lateinamerika.

K.M.Thompson--TNT

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